Jugendlicher© Klaus Eppele / Fotolia.com
Internet-Sucht

Internet-Sucht ist eine Krankheit, die man nicht unterschätzen sollte. Internet-Gamer sind dabei das bekannteste Beispiel. Es gibt Merkmale, die Hinweise für eine Sucht liefern und Anlaufstellen, die Hilfe bieten können.

Internet-Sucht: Eine gefährliche Krankheit

Das Internet ist als solches nahezu durchgängig verfügbar. In Universitäten, Schulen oder auch in vielen Unternehmen besteht ein permanenter Zugriff auf E-Mail-Konten oder soziale Netzwerke. Bestandteile des sozialen Lebens haben sich sogar in die virtuelle Welt übertragen, bedenke man die hohe Nutzungsrate von Facebook und Co. Eine Krankheit in Verbindung mit dem Medium Internet ist aber relativ jung und noch wenig erforscht. Wie unterscheidet sich der gewöhnliche Konsum von dem eines Internet-Süchtigen?

Internet-Sucht bei 560.000 Menschen

Laut der ersten repräsentativen PINTA-Studie (Mai 2011) zur Internet-Sucht waren etwa 560.000 (Ein Prozent der 14- bis 65-Jährigen) Menschen in Deutschland internetabhängig. Weitere 2,4 Prozent gelten als problematische Nutzer. Auffällig war dabei die unterschiedliche Konsumart von Mädchen und Jungen. Demnach nutzen betroffene Mädchen vorwiegend soziale Netzwerke, während sich Jungen den Onlinespielen hingeben. Maßnahmen gegen die Internet-Sucht stehen noch in der Entwicklung, darunter Leitlinien zur Behandlung von Süchtigen oder besondere Kennzeichnung von suchtgefährdenden Spielen. Laut Studie gehen häufig auch andere psychische Erkrankungen mit einer Internet-Sucht einher.


Merkmale der Internetabhängigkeit

Natürlich ist das offensichtlichste Merkmal einer Sucht immer der Missbrauch, d.h. der übermäßige und zwanghafte Gebrauch. Aber auch nach Verlassen des Bildschirms können Süchtige nicht aufhören, über nächste Spielhandlungen oder ähnliches nachzudenken. Die Internet-Sucht führt dazu, dass Betroffene bei Entzug gereizt oder depressiv wirken. Schwerwiegende Merkmale beginnen mit einem Abfall der schulischen oder beruflichen Leistung. Auch der soziale Rückzug von Freunden und Familie bis hin zur Identitätssuche in einer virtuellen Realität können die Folgen sein.

Beratung und Hilfestellungen

Die Internet-Sucht wird derweil zunehmend ein öffentliches Thema. In Japan und China ist der Missbrauch schon etwas länger bekannt. Von "Entzugscamps" für Onlinesüchtige war da bereits die Rede. Beratungsangebote, Initiativen in Deutschland und auch internationale Veranstaltungen werden mittlerweile angeboten. Beratungsstellen der Drogenhilfe haben sich dieses Themas ebenfalls angenommen.

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