Intelligenter Stromzähler© EnBW
Intelligente Stromzähler

Sicherlich hat man schon einmal von Stromzählern gehört, die die Verbrauchsdaten ganz automatisch an den Stromanbieter übermitteln,wo man seinen Verbrauch genau protokolliert einsehen kann. Die Geräte nennt man intelligente Stromzähler oder Smart Meter.

Intelligente Stromzähler helfen beim Stromsparen

Ein intelligenter Stromzähler ist die moderne Variante des alten, mechanischen Zählers. Der intelligente Stromzähler übermittelt über das Internet in regelmäßigen Abständen die Verbrauchsdaten an den Stromanbieter, welche der Kunde zudem beliebig einsehen kann. So entfällt die Notwendigkeit von Zähler-Ablesungen.

Seit 2008 sind einige deutsche Haushalte mit intelligenten Stromzählern ausgestattet. In anderen Ländern wie Italien oder England nutzt man die neue Generation Stromzähler bereits weiträumig. Aktuell liegen die Anschaffungskosten bei rund 100 Euro, welche in der Regel jedoch der Stromanbieter trägt.

Wie funktioniert die "Intelligenz" beim Stromzähler?

Lief beim mechanischen Stromzähler noch ein Drehrädchen, so ist beim intelligenten Stromzähler alles digital. Das heißt, dass der Stromzähler die Verbrauchsdaten in digitale Signale umwandelt, welche anschließend an den Stromanbieter übermittelt werden. Die gängigste Übermittlungsvariante nutzt dafür in einem ersten Schritt die Powerline. Über das hausinterne Stromnetz werden die Signale zum Router weitergeleitet und vom Router aus werden die Verbrauchsdaten schließlich übers Internet an den Stromanbieter übermittelt, was meist in Abständen von einer Viertelstunde geschieht.

Intelligent heißen die Zähler deshalb, weil sie genau aufzeichnen, wann wie viel Strom verbraucht wird und man sich diese Daten zumeist im Internet ansehen kann. Aber auch Arbeit entfällt durch den Stromzähler, da niemand mehr zum Ablesen des Zählers kommen muss. So fallen stromsparende Maßnahmen leichter und der Verbrauch wird besser ersichtlich. Konkret für Haushalte mit neuen Stromzählern heißt das meist, dass Stromfresser viel einfacher aufzuspüren sind: Man schaltet verdächtige Geräte zu einem bestimmten Zeitpunkt ein und wieder aus und sieht die Auswirkung auf den Stromverbrauch wenige Minuten später im Log-In-Bereich des Stromanbieters.

Intelligente Stromzähler und flexible Tarife

Ein bisheriges Problem der Stromlieferanten stellen die Zeiten dar, zu denen besonders viel Strom verbraucht wird. So geht der Verbrauch der Deutschen beispielsweise morgens zwischen sieben und acht schlagartig in die Höhe, weil beinahe jeder im Bad ist oder sich sein Frühstück zubereitet. Ein weiteres Hoch lässt sich um die Mittagszeit verzeichnen und ein letztes um acht Uhr abends, wenn die meisten wieder zu Hause sind.

Mit den intelligenten Stromzählern bietet sich die Möglichkeit, hier für eine flexiblere Tarifgestaltung anzusetzen. So könnte der Kunde dazu gebracht werden, Strom vermehrt zu Nebenzeiten zu nutzen, wenn dieser dann günstiger wäre. Problematisch bei dieser Regelung dürfte jedoch werden, dass besonders berufstätige Menschen ihren Tagesrhythmus nicht so einfach umkrempeln können und weiterhin den meisten Strom zu Spitzenlastzeiten beziehen werden.

Die Schattenseiten des intelligenten Stromzählers

Bisher hört sich der intelligente Stromzähler sehr interessant und vor allen Dingen sinnvoll an. Ein paar Nachteile birgt jedoch auch er. Wenn man Stromkunden nach verschiedenen Tarifen zahlen lässt, die von den Verbrauchszeiten abhängig sind, werden zwar einige die Möglichkeit haben, Höhen aus ihrer Stromstatistik zu streichen und so einen gleichmäßigen Stromverbrauch zu generieren, viele werden jedoch weiterhin zu Spitzenlastzeiten auf Strom angewiesen sein und so vermutlich mehr zahlen als zuvor.

Ein weiteres nicht zu unterschätzendes Problem stellt die Datenübertragung dar. Jeder weiß, dass persönliche Daten im Internet niemals zu hundert Prozent sicher sind. Hier gilt es, eine bestmögliche Lösung zu finden.

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