Blechschaden Auto© Dan Race / Fotolia.com
Insassen-Unfallversicherung

Zum Komplex Kfz-Versicherung gehört auch eine gerne unterschätzte Sparte: die Insassen-Unfallversicherung. Über sie kann man streiten, denn viele Menschen haben ohnehin eine klassische Unfallversicherung. Aber es gibt doch einige Situationen, wo sie durchaus sinnvoll ist.

Insassen-Unfallversicherung - sinnvoll oder doch unnötig?

Grundsätzlich beinhaltet die Insassen-Unfallversicherung Entschädigungen nach einem Unfall im Zusammenhang mit einem Fahrzeug, also beim Ein- und Aussteigen, Lenken, Benutzen, aber auch Be- und Entladen oder Abstellen. Unter den Unfallbegriff fallen plötzliche, von außen einwirkende Ereignisse und erhöhte Kraftanstrengungen, die die Gesundheit beeinträchtigen.

Was leistet die Insassen-Unfallversicherung?

Der Versicherungsschutz gilt für alle berechtigten Insassen eines Kfz und kann nach Platz-, Pauschal- oder Namens-System organisiert werden, d.h. es werden Versicherungssummen für jeden Platz, für das gesamte Fahrzeug pauschal oder für namentlich benannte Personen vereinbart. Versicherte Leistungen können eine Invalidität- und/oder Todesfallentschädigung und ein Krankenhaustagegeld sein. Eine dauerhafte Beeinträchtigung (Invalidität) wird ein Jahr nach dem Unfall anhand einer Gliedertaxe festgestellt, die die prozentuale Auszahlung der Versicherungssumme regelt.

Wo liegt der Sinn der Insassen-Unfallversicherung?

Diese Frage wird oft gestellt, denn klassische Unfallversicherungen leisten ja auch bei einem Unfall mit dem Fahrzeug. Allerdings leistet die Insassen-Unfallversicherung für Mitfahrer, auch wenn der Fahrer des Kfz den Unfall verursacht hat. Dafür steht aber auch seine Kfz-Haftpflichtversicherung ein, sie übernimmt neben Behandlungskosten auch Leistungen wie Schmerzensgeld oder Renten bei dauerhaften Schäden. Aber gerade bei Fahrgemeinschaften zur Schule oder zur Arbeit oder auch Dienstfahrten kann eine Insassen-Unfallversicherung sinnvoll sein. Die Leistungen unabhängig von der Schuldfrage sind doch im Krankheitsfall ein kleines Trostpflaster. Bei ungeklärten Unfallursachen, z.B. Reifenplatzer oder umstürzende Bäume, entgeht man so auch langen Streitigkeiten.

Über Sinn oder Unsinn der Insassen-Unfallversicherung lässt sich trefflich streiten, in einigen Situationen ist sie durchaus angebracht. Fahren regelmäßig andere Menschen mit Ihnen mit oder beteiligen Sie sich an einer Schülerfahrgemeinschaft, dann kann dieser kleine Vertrag durchaus eine große Wirkung haben.

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