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Induktives Laden

Kabel sind ein kaum zu vermeidendes Übel in unserem Haushalt. Durch WLAN und andere Funktechniken nahm die Kabel-Anzahl bereits ab und nun sollen auch die Ladekabel aus unserem Haushalt verschwinden. Die Lösung heißt induktives Laden.

Induktives Laden statt Kabelsalat

Unter induktivem Laden versteht man ganz im Allgemeinen das kabellose Aufladen von elektrischen Geräten. Von Zahnbürste über Smartphone bis hin zum Auto ist heute alles möglich. So fallen die lästigen Kabel weg, die man im Fall von Handys und anderen Kleingeräten gerne mal verlegt und auch das Laden des Elektroautos wird komfortabler, wenn die schweren Ladekabel nicht mehr vonnöten sind.

Dabei basiert die Induktion auf einem Phänomen, welches bereits im 19. Jahrhundert von einem englischen Wissenschaftler nachgewiesen wurde.

Wie induktives Laden funktioniert

Beim induktiven Laden wird Strom über ein starkes Magnetfeld übertragen. In der Ladestation sind zwei Spulen verbaut, die mithilfe von Wechselstrom ein elektromagnetisches Feld aufbauen. Mit speziellen Akkus kann nun die Energie, welche im elektromagnetischen Feld vorhanden ist, erneut gebunden werden – der Akku lädt sich ohne Kabel wieder auf. Nun könnte man denken, dass durch induktives Laden sehr viel Energie verloren geht. Entgegen dieser Erwartung ist der Wirkungsgrad vergleichsweise hoch: Er schwankt allerdings je nach Technik und Abstand des zu ladenden Gerätes zwischen 60 bis 97 Prozent.

Induktives Laden bei kleinen Geräten

Smartphone, Zahnbürste, Rasierer… Viele Dinge in unserem Alltag sind auf Strom aus dem Akku angewiesen und wir sorgen regelmäßig über Kabel dafür, dass ihnen das Lebenselixier nicht ausgeht. In Zukunft werden wir jedoch wohl auf den großen Kabelberg in der Schublade verzichten können.

Mit speziellen Akkus ist kontaktloses Laden über Induktion möglich. Hierfür legt man das zu ladende Gerät in der Regel einfach auf eine Art Ladematte, wo es mitten im elektromagnetischen Wirkungsfeld liegt und aufgeladen wird.

Auch Autos sollen von Induktion profitieren

Wirklich beliebt sind Elektro-Autos bisher noch nicht. Das liegt zum einen an ihrer geringen Reichweite, aber auch am umständlichen und langen Ladevorgang. Hier soll die Induktion für Verbesserung sorgen. So könnte man Induktions-Felder beispielsweise in Parkplätze und zu Hause in die Garage einbauen. Das Schöne am induktiven Laden ist dabei, dass auch widrige Umstände das Laden nicht behindern. So funktioniert Induktion auch bei Schnee oder Regen.

Induktives Laden während der Fahrt

In Zukunft soll nicht nur das kabellose Laden ermöglich werden, sondern sogar das Laden während der Fahrt. Dafür müsste man Kabel unter der Straße verlegen, die ein entsprechendes elektromagnetisches Feld aufbauen, aus dem das Elektroauto seine Energie ziehen kann. Allerdings steht man bei dieser Idee noch vor einigen Problem wie beispielsweise der Haltbarkeit und Robustheit der Kabel. In Südkorea betreibt man über diese Technik übrigens bereits Busse, welche ohne Ladestopps den ganzen Tag unterwegs sind.

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