Hauptuntersuchung© Karin & Uwe Annas / Fotolia.com
Hauptuntersuchung

In regelmäßigen Abständen muss man in Deutschland sein Fahrzeug zur Hauptuntersuchung bringen. Hier wird die Sicherheit und Verkehrstüchtigkeit des Kraftfahrzeuges überprüft. Wann und warum dies bei Ihrem Fahrtzeug nötig ist, erklären wir!

Ab zum TÜV: Was bei der Hauptuntersuchung passiert

Die Hauptuntersuchung – oder kurz HU - wurde 1989 eingeführt, um die Sicherheit auf deutschen Straßen zu erhöhen. Regelmäßig muss daher jeder Fahrzeughalter sein Kraftfahrzeug zu einer anerkannten Prüfstelle wie TÜV, DEKRA oder GTÜ bringen, um seinen Wagen durchchecken zu lassen. Bei der Hauptuntersuchung wird das Kraftfahrzeug auf Verkehrssicherheit und Erfüllung von Sicherheitsstandards getestet und eine gültige Hauptuntersuchung bekommt nur bescheinigt, wer ein Fahrzeug ohne größere Mängel vorweist. Fällt beim Fahrzeug etwas auf, das die Sicherheit beeinträchtigen könnte, wie zum Beispiel eine heruntergefahrene Bremse, so muss dies behoben werden, bevor es eine neue Plakette gibt.

Wenn die Hauptuntersuchung wieder fällig wird

Wann genau das eigene Fahrzeug wieder zur Hauptuntersuchung muss, ist individuell verschieden. Grundsätzlich gilt für alle privaten Pkw, dass Neuwagen erst nach 36 Monaten zur Untersuchung müssen, danach alle zwei Jahre. Für Taxis oder Mietwagen sieht die Regelung wegen der erhöhten Beanspruchung ein 12-Monats-Intervall vor und für Busse und Lkw sieht es noch einmal anders aus. Nicht vergessen sollte man, zum Hauptuntersuchungstermin den Fahrzeugschein oder Sondergenehmigungen für beispielsweise spezielle Felgen mitzunehmen.

Was genau wird bei der HU überprüft?

Bei der Hauptuntersuchung wird das Fahrzeug eingehend überprüft. So wird nicht nur ein Auge auf Bremse, Lenkanlage und Lichtsystem geworfen, sondern auch auf Fahrgestell, Reifen und Abgaswerte. Aber auch der Gesamteindruck des Fahrzeuges wird festgehalten, so zum Beispiel übermäßige Rostflecken oder größere Beulen.

Je nach Mängeln gibt es dann entweder eine gültige Hauptuntersuchung oder nicht. Liegen nur geringfügige Mängel vor, die schnell behoben werden können, gibt es die Plakette sofort, unter der Verpflichtung, die genannten Mängel zeitnah zu beheben. Sind größere behebbare Mängel vorhanden, müssen diese vor Aushändigung der Plakette beseitigt werden. Wird das Fahrzeug als verkehrsunsicher eingestuft, erhält es keine Plakette.

Was es mit dem kleinen Aufkleber auf sich hat

Ist die Hauptuntersuchung erfolgreich verlaufen, so gibt es für das hintere Nummernschild einen kleinen, runden, farbigen Aufkleber – die Hauptuntersuchungsplakette. Sie zeigt visuell an, dass Ihr Fahrzeug die Hauptuntersuchung durchlaufen hat und damit als straßensicher gilt. Zudem trifft sie eine Aussage darüber, wann das Auto wieder zur nächsten Untersuchung muss. Die Plakette abzulesen ist nicht schwer: Wo bei einer Uhr die Zwölf wäre, steht bei der Plakette der Monat, in welchem das Fahrzeug erneut zur Hauptuntersuchung muss, in der Mitte steht das Jahr. Auch Farbe ändert sich jährlich, sodass man auf den ersten Blick erkennen kann, wann die nächste Hauptuntersuchung fällig ist. So ist 2017 beispielsweise rosa, 2018 grün und 2019 orange.

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