Gewerbe© Robert Kneschke / Fotolia.com
Grundfähigkeitsversicherung

Was, wenn man aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit nicht mehr arbeiten kann? Die Grundfähigkeitsversicherung bietet einen einfachen und übersichtlichen Versicherungsschutz im Falle des Verlusts von Grundfähigkeiten wie sehen, sprechen oder Motorik.

Grundfähigkeitsversicherung als Alternative zur BU

Sehen, hören, sprechen, den eigenen Körper steuern können. Für gesunde Menschen selbstverständlich – doch was, wenn man diese oder andere Fähigkeiten durch eine Krankheit oder einen Unfall verliert? Solch ein Einschnitt stellt das ganze Leben auf den Kopf und macht gegebenenfalls die Ausübung eines Jobs unmöglich. Damit man nicht noch zusätzlich in finanzielle Not gerät, gibt es die Grundfähigkeitsversicherung. Diese zahlt beim Abhandenkommen einer Grundfähigkeit eine vorab ausgemachte monatliche Rente aus.

Welche Szenarien deckt die Versicherung ab?

Die Grundfähigkeitsversicherung greift, wenn aufgrund von Unfall, Krankheit oder Kräfteverfall bestimmte körperliche Einschränkungen vorliegen: Die vier Kardinalsfähigkeiten sehen, sprechen, Orientierung und Gebrauch der Hänge gelten für die Arbeitsfähigkeit als essentiell. Sobald eine davon länger als ein Jahr ausfällt, zahlt die Grundfähigkeitsversicherung. Und das unabhängig davon, ob man nun tatsächlich nicht mehr arbeiten geht oder vielleicht doch.

Weitere Grundfähigkeiten, die jedoch nicht so schwer wiegen wie die bereits genannten, hängen primär mit der Körperbeherrschung zusammen: Sitzen, stehen, gehen, Treppen laufen, greifen, knien, bücken, Armbewegung, heben und tragen sowie Auto fahren. Aber auch hören fällt in diese Kategorie. Fallen drei dieser Fähigkeiten aus, greift die Grundfähigkeitsversicherung. Bei manchen Versicherungsanbietern gibt es zudem eine dritte Kategorie, die auf geistige Fähigkeiten abzielt. Hierunter fallen das Gedächtnis, der Orientierungssinn, die Handlungsplanung, Auffassungsgabe und Konzentrationsfähigkeit.

Was kostet und was bringt die Grundfähigkeitsversicherung?

Was man für die Grundfähigkeitsversicherung zahlt und wie viel diese beim Verlust von Grundfähigkeiten auszahlt, hängt stark von den eigenen Wünschen und Lebensumständen ab. So gilt grundsätzlich, dass höhere Rentenzahlungen mit einer höheren Einzahlung verbunden sind. Auch haben ältere Menschen ein erhöhtes Risiko, Grundfähigkeiten zu verlieren, weswegen man mit zunehmendem Alter mehr zahlt. Berücksichtigt werden zudem die berufliche Gefahrenklasse und der Gesundheitszustand des Versicherungsnehmers: Gibt es Vorerkrankungen, die einen Verlust der Grundfähigkeiten wahrscheinlicher machen?

Für wen lohnt sich die Grundfähigkeitsversicherung?

Eine Grundfähigkeitsversicherung stellt eine Alternative zur Berufsunfähigkeitsversicherung dar. Besonders Personen, die keine Berufsunfähigkeitsversicherung erhalten oder bei denen diese sehr teuer wäre, können alternativ eine Grundfähigkeitsversicherung abschließen. Häufig sind die Versicherungsprämien etwas günstiger und die Leistungen der Grundfähigkeitsversicherung sind eindeutiger. Sobald vertraglich vereinbarte Grundfähigkeiten abhandenkommen, wird gezahlt. Selbst wenn man trotz des Handicaps weiterarbeitet, erhält man die vereinbarten Zahlungen.

Was die Grundversicherung nicht abdeckt sind Fähigkeiten wie riechen oder schmecken. Berufsgruppen wie beispielsweise Parfümeure oder Restaurantkritiker dürften also nicht allzu viel von der Grundfähigkeitsversicherung haben.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top