Baufinanzierung© Eisenhans / Fotolia.com
Grunderwerbssteuer

Wer in Deutschland ein Grundstück oder eine Immobilie ersteht, muss zusätzlich zum Kaufpreis die Grunderwerbssteuer in die Kostenplanung aufnehmen. Diese errechnet sich aus einem länderspezifischen Prozentsatz des Kaufpreises.

Grunderwerbssteuer – Zusatzkosten beim Immobilienkauf

Wer ein Grundstück oder eine Immobilie kaufen möchte, sollte nicht nur mit dem eigentlichen Kaufpreis kalkulieren – die Nebenkosten beinhalten unter anderen die Grunderwerbssteuer, einen bestimmtem Prozentsatz des Kaufpreises. Diese Steuer kommt auf den zu zahlen Betrag oben drauf und wird an den Staat entrichtet.

Grundsätzliches zur Grunderwerbssteuer

Wer ein Grundstück ohne Bebauung ersteht, zahlt nur auf dieses die Grunderwerbssteuer. Wer sein Eigenheim direkt mit kauft oder bauen lässt, zahlt auf den Gesamtpreis, also inklusive der Baukosten, Grunderwerbssteuer.

Eine Grunderwerbssteuer muss nicht gezahlt werden, wenn der Besitzerwechsel des Grundstückes auf Basis einer Erbschaft oder Schenkung stattfindet. Auch beim Verkauf zwischen Eltern und Kindern sowie zwischen Ehepartnern entfällt die Grunderwerbssteuer.

Für die Grunderwerbssteuer können aus staatlicher Sicht sowohl Käufer als auch Verkäufer zur Kasse gebeten werden. Im Kaufvertrag vereinbart wird jedoch in der Regel die Übernahme der Grunderwerbssteuer durch den Käufer.

Höhe der Grunderwerbssteuer ist länderabhängig

Mit wie viel Grunderwerbssteuer man rechnen muss, ist von den einzelnen Bundesländern abhängig. So zahlt man 2016 in Bayern und Sachsen mit 3,5 Prozent mit Abstand am wenigsten. Andere Länder wie das Saarland oder Schleswig-Holstein veranschlagen 6,5 Prozent. Die restlichen Länder liegen dazwischen.

Die Grunderwerbssteuer in der Steuererklärung

Wer die erworbene Immobilie nicht nur für den Eigenbedarf gekauft hat, kann die Grunderwerbssteuer auch in der jährlichen Steuererklärung angeben. Die Grunderwerbssteuer lässt sich als Betriebsausgabe absetzen, wenn man als Freiberufler oder Unternehmen in dem Objekt tätig ist. Wer das Gebäude vermietet, kann unter den Vermietereinkünften die Grunderwerbssteuer als Werbungskosten anrechnen. Vermietet man nur einen Teil des Objektes, lässt sich die Grunderwerbssteuer anteilig verrechnen.

Bewegliche Inhalte der Immobile, wie etwa eine Einbauküche oder Sauna, lassen sich aus dem anrechnungspflichtigen Betrag herausnehmen. Wer eine Eigentumswohnung übernimmt, löst häufig zusätzlich die Instandhaltungsrücklage des Vorbesitzers aus. Auch diese kann von der Grunderwerbssteuer ausgenommen werden.

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top