Geld abheben© Imaginis / Fotolia.com
Geldautomaten-Gebühren

Wer schon mal an fremden Geldautomaten Geld abheben musste, hat sich vielleicht im Nachhinein über eine hohe Gebühr geärgert, die entstanden ist, weil man nicht Kunde bei der Bank ist. Wie man mit solchen Gebühren umgeht und was man darüber im Hinterkopf behalten sollte, lesen Sie hier.

Wie man Geldautomaten-Gebühren vermeidet

Wer bei einer fremden Bank Geld abhebt, dem kann es passieren, dass dafür eine Gebühr berechnet wird. Immerhin muss seit 2011 eine eventuell anfallende Gebühr dem Kunden angezeigt werden, sodass sich dieser noch gegen das Abheben entscheiden kann, falls er nicht bereit ist, diese Gebühr zu tragen und sich doch lieber auf die Suche nach einem kostenlosen oder billigeren Automaten begeben möchte.

GeldautomatGeld abheben an Automaten, kann teuer sein. Bei Fremdbanken können schonmal Gebühren von bis zu neun Euro fällig werden.© Robert Kneschke / Fotolia.com

In Sache Gebührenhöhe gibt es tatsächlich beachtliche Unterschiede. Zwar haben sich viele Privatbanken auf eine Gebühr von unter zwei Euro für Fremdkunden geeinigt, jedoch können bei manch anderen Banken auch Gebühren bis zu neun Euro fällig werden - und dabei ist es egal, wie viel abgehoben wurde.

Umgehen kann man die lästigen Geldautomaten-Gebühren jedoch einfach, indem man bei der Konto- und Bankwahl darauf achtet, dass die Bank genügend Geldautomaten im Umfeld besitzt. So lässt sich die unnötige Ausgabe am einfachsten verhindern.

Zusammenschlüsse von Banken

Sehr vorteilhaft für den Kunden sind auch Banken-Verbünde. In diesen schließen sich einige Banken zusammen, was dem Kunden den Vorteil einbringt, bei fremden Banken, die jedoch im gleichen Verbund wie seine Bank sind, keine Gebühren beim Geldabheben zahlen zu müssen.

So besteht beispielsweise der Zusammenschluss aller Sparkassen oder das sogenannte BankCard ServiceNetz, welches alle Volks- und Raiffeisenbanken unter sich vereint. Diese beiden Netze sind mit über 25.000 (Sparkasse) und 18.000 (Bank Card) Geldautomaten die größten Verbünde in Deutschland. Wer hier Kunde ist, kann beinahe sicher gehen, immer und überall einen kostenlosen Geldautomaten in der Nähe zu finden.

Aber auch andere Banken haben Verbünde gebildet. Beispielsweise haben sich Deutsche Bank, Commerzbank und Postbank in der "Cash Group" zusammengeschlossen oder kleinere Banken wie die Targobank oder Sparda Bank im "Cash Pool".

GeldautomatWer eine Visa- oder Mastercard nutzt, kann an Geldautomaten mitunter kostenlos Geld abheben. Das gilt auch im Ausland.© kk-artworks / Fotolia.com

Kostenlos Geld abheben

Eine gute Möglichkeit, Geldautomaten-Gebühren zu vermeiden, können auch spezielle Konten und Kreditkarten sein. So bietet die Direktbank DKB eine kostenlose Kreditkarte, mit der man nicht nur an den meisten Geldautomaten im Inland, sondern auch im Ausland kostenfrei Geld abheben kann.

Die Kreditkarte funktioniert dabei wie eine Prepaid-Karte, das heißt, man muss zunächst Geld vom Girokonto auf die Karte überweisen. Eine gute Lösung für alle, die viel reisen - oder sich keine Gedanken möchten, an welchen Geldantomaten sie nun kostenlos an Bargeld kommen! Ein ähnliches Angebot hat übrigens auch die Norisbank in petto.

Im Ausland Geld abheben

In vielen europäischen Ländern ist das Geldabheben an fremden Automaten kostenlos. Deutschland nimmt mit seinen Gebühren eine Spitzenstellung ein. So werden beispielsweise in Österreich, Malta, Irland, Zypern und Schweden in der Regel keine Gebühren erhoben. Allerdings kann es bei manchen Banken passieren, dass man nicht unbegrenzt Geld erhält.

In Ländern, wo es doch Geldautomaten-Gebühren gibt, greift eine Richtlinie der EU-Kommission. Diese besagt, dass der Kunde im europäischen Ausland nicht mehr zu Kasse gebeten werden darf als beim Abheben bei einer fremden Bank in seinem Heimatland. So ist man also auch im europäischen Ausland gewissermaßen abgesichert.

Außerhalb der EU greift diese Richtlinie natürlich nicht und man sollte sich bereits vor den Auslandsaufenthalt über Möglichkeiten informieren, Geld möglichst kostengünstig anzuheben – sonst kann das Geldabheben schnell sehr teuer werden. Besonders Automaten, deren Anweisungen man aufgrund von Sprachbarrieren nicht versteht, sollte man mit Vorsicht genießen. Man kann nicht davon ausgehen, dass man den strukturellen Aufbau des Automaten von Deutschland her kennt und sollte keineswegs einfach Dinge bestätigen, die man nicht verstanden hat. So wurden Urlauber aufgrund einer "freiwilligen" Spende schon einige Male etwas ärmer.

Eine Übersicht der Automatenverbünde

Um teure Geldautomaten-Gebühren zu vermeiden, sollte man sich also schon im Vorfeld überlegen, zu welchen Automaten man nutzen kann. Aufgrund von Automatenverbünde fällt dieZahl der kostenlos oder zumindest günstig nutzbaren Geldautomaten gar nicht so gering aus, wie mancher denkt. Wir geben eine Übersicht über die Automatenverbünde.

  • CashPool

    Die ChashPool-Gruppe ist deutschlandweit mit mehr als 2900 Automaten vertreten. Hier können unter anderem Kunden der Santander Consumer Bank, Santander Bank, Sparda-Banken, Südwestbank, Wüstenrot und Targobank kostenlos Geld abheben. Eine Automatensuche gibt es auf CashPool.de.

  • Cash Group

    Kunden der Commerzbank, Deutschen Bank, HypoVereinsbank oder der Postbank können an den Geldautomaten der Cash Group ohne Gebühren Geld abheben. Im Bundesgebiet stehen etwa 9000 Automaten zur Verfügung. Kostenloses Bargeld gibt es außerdem an rund 1300 Shell-Tankstellen. Eine Automatensuche gibt es unter Cash-Group.de.

  • Sparkassen

    Die Sparkassen haben in Deutschland ein flächendeckendes Netz an Geldautomaten, an denen Kunden der Sparkassen und Landesbanken kostlos Bargeld abheben können. Ein Filialfinder gibt es auf der Webseite der Sparkasse.

  • BankCard Service Netz

    Kunden der Volks- und Raiffeisenbanken haben die Möglichkeit, an den mehr als19.400 Geldautomaten der genossenschaftlichen Bankengruppe - dem BankCard Service Netz - in der Regel kostenlos oder sehr günstig Bargeld abzuheben. Eine Liste der teilnehmenden Banken erhält man der Seite des Bundesverbandes.

  • ING-DiBa

    Die ING-DiBa gehört keinem Automatenverbund an. Kunden erhalten mit der Girocard kostenlos Bargeld an den rund 1300 Geldautomaten der eigenen Bank oder der Degussa. Mit der Visacard kann man sogar an den Geldautomaten in allen Euro-Ländern kostenlos Geld abheben. Auf ING-DiBa.de kann man sich über den nächstgelegenen Bankautomaten informieren.

Geld

Girokonto

Nicht nur die Geldautomaten-Gebühren sind für die Wahl eines Girokontos ausschlaggebend - auch Kontoführungsgebühren oder der Dispokredit spielt eine Rolle. Unser Girokonto-Vergleich hilft bei der Suche nach einem günstigen Girokonto. Der Vergleich ist kostenlos für Sie.

Girokonto-Vergleich

Bargeldlos zahlen

Kreditkarte

Wer nicht nur deutschlandweit, sondern auch in ganz Europa kostenlose Bargeld abheben möchte, sollte eine Kreditkarte wie die Visa oder Mastercard nutzen. Wo man günstige Kreditkarten bekommt, zeigt unser kostenloser Vergleichsrechner.

Kreditkarten-Vergleich

Geld sparen

Studentenkonto

Für Studenten gibt es bei den Banken mitunter spezielle Girokontonen mit günstigen Konditionen. Wer sich einen Überblick verschaffen möchte, kann dazu unseren kostenlosen Kontovergleich nutzen. So findet sich mit einem Klick das passende Konto.

Studentenkonto-Vergleich

Alle Tarif- und Preisangaben brutto. Trotz sorgfältiger Erstellung wird für die Richtigkeit keine Haftung übernommen. Beachten Sie Preise und AGB der Anbieter. Alle Angaben ohne Gewähr.
Top