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Garagenrabatt

Wer die Möglichkeit hat, sein Auto in einer Garage unterzustellen, sollte davon Gebrauch machen. Denn wessen Auto in der Garage steht, der zahlt bei KFZ-Versicherungen meist weniger. Was hat es mit diesem Garagenrabatt auf sich und wer darf ihn nutzen?

Garagenrabatt macht KFZ-Versicherung günstiger

Was ist ein Garagenrabatt?

Von einem Garagenrabatt spricht man bei Autoversicherungen, wenn der versicherte Wagen in einem geschlossenen Raum untergestellt wird. Garagenautos können günstiger versichert werden, da das Risiko eines Schadens mit einer Garage abnimmt: So ist es vor Unwetterschäden wie herabfallenden Ästen oder Hagel, aber auch vor Diebstahl oder Vandalismus besser geschützt. Die Versicherung hat ein geringeres Risiko, zur Kasse gebeten zu werden – und das gibt sie in Form des Garagenrabatts weiter.

Wer darf vom Garagenrabatt Gebrauch machen?

Von dem Garagenrabatt Gebrauch machen kann nur derjenige, wer seinen Wagen auch tatsächlich hauptsächlich in der Garage parkt. Die Bedingungen des Garagenrabatts variieren von Versicherung zu Versicherung, eine wichtige Voraussetzung ist jedoch meist, dass die Garage abschließbar ist. Der Wagen sollte über Nacht vornehmlich oder bei manchen Versicherungen auch ausschließlich dort geparkt werden. Auch was als abschließbare Garage zählt, hängt ganz vom Versicherungsunternehmen ab: Einzel-, Doppel-, Tief- oder Sammelgarage... Meistens aus der Regelung heraus fällt jedoch ein Carport, dieser schützt das Fahrzeug nämlich nicht vor Fremdeinflüssen.

Wie wird der Garagenrabatt angerechnet?

Der Garagenrabatt ist kein fester Betrag, der von der Versicherungsprämie abgezogen wird, sondern eine Prozentzahl: So variiert die Höhe des Garagenrabatts je nach zu zahlender Versicherungssumme. Zahlt man eine hohe Versicherungsprämie, wird der Garagenrabatt höher ausfallen als bei einer niedrigen Versicherungsprämie. Zahlt man jährlich beispielsweise 400 Euro an die Versicherung und erhält man einen Garagenrabatt von fünf Prozent, so spart man 20 Euro.

Ausnahmen bestätigen die Regel

Wie genau die Bedingungen eines Garagenrabatts zu erfüllen sind, gilt es im Versicherungsvertrag nachzulesen. Bei vielen Versicherungen ist es jedoch kein Problem, wenn der Wagen die eine oder andere Nacht unter freiem Himmel steht, weil man beispielsweise Verwandte oder Freunde besucht. Auch bei Arbeiten in der Garage ist es bei den meisten Versicherungen problemlos möglich, das Auto auch mal davor stehen zu lassen.

Garagenrabatt und keine Garage? Finger weg!

Wer vom Garagenrabatt gebraucht macht, jedoch keine Garage zum Abstellen des Autos hat, der sollte sich dies zweimal überlegen. Zwar kontrolliert keiner beim Garagenrabatt, ob das Auto auch tatsächlich nachts in der Garage steht, allerdings droht ein Verlust des Versicherungsschutzes, wenn gar keine Garage für das Auto zur Verfügung steht. Zieht man beispielsweise um und hat am neuen Wohnort keine Garage zur Verfügung, sollte man dies der Versicherung melden, sonst drohen neben dem nicht mehr vorhandenen Schutz des Auto auch Strafzahlungen.

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