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Führerscheinklassen

Führerscheinklassen gibt es Deutschland so einige, und mit jeder darf man andere Fahrzeugtypen fahren oder auch nicht fahren. Wir erklären die verschiedenen Klassen verständlich und übersetzen auch den alten Führerschein.

Führerscheinklassen einordnen und verstehen

In Europa werden immer mehr Dinge vereinheitlicht, so auch die Führerscheinklassen. War der Führerschein früher "ein Lappen", so ist es heute eine Karte. Was früher in Klassen mit Zahlen unterteilt war, wird heute durch Buchstaben ausgedrückt. Den europäischen Führerschein im Scheckkarten-Format und mit Buchstaben gibt es seit 1999; 2013 wurde er noch einmal überarbeitet. Die meisten deutschen Führerscheinklassen sind europaweit gültig.

Neue Führerscheine haben Ablaufdatum

Alle Führerscheine, die nach 2013 ausgestellt wurden, müssen nach 20 Jahren erneuert werden. Keine Angst, dabei muss man natürlich nicht zurück in die Fahrschule. Die Fahrerlaubnis bleibt erhalten, die Scheckkarten müssen jedoch neu beantragt werden. Das gilt auch für alle älteren Führerscheine: Diese müssen bis zum 19. Januar 2033 neu beantragt werden.

Diese Neuregelung ist damit begründet, dass man zeitnah eine zentrale Führerscheinerfassung ermöglichen möchte. Bisher wurden die Führerscheine immer nur im ausstellenden Amt vermerkt. Außerdem werden die Scheckkarten immer fälschungssicherer, so möchte man sicherstellen, dass alte Führerscheinausführungen nicht zu lange in Gebrauch bleiben.

Führerscheinklasse B fürs Auto

Alle Autofahrer haben auf den Scheckkarten-Führerschein hoffentlich ein B stehen. Dieses berechtigt zur Führung eines Kraftfahrzeuges mit bis zu 3.500 Kilogramm Gesamtmasse plus einem kleinen Anhänger mit bis zu 750 Kilogramm. Weiterhin gibt es B17, also das begleitete Fahren ab 17 Jahren und BE, welches das Ziehen eines Anhängers mit bis zu 3.500 Kilogramm Gesamtgewicht ermöglicht. B95 bezieht sich auf eine Zwischenlösung von B und BE: Hierbei darf ein Gespann von Auto und Anhänger geführt werden, die ein Gesamtgewicht von unter 4.250 Kilogramm aufweisen.

A für Krafträder

Mit der Führerscheinklasse A darf man Krafträder und dreirädrige Kraftfahrzeuge führen. Auch hier gibt es wieder Unterklassen. AM bezieht sich auf Kleinkrafträder mit nicht mehr als 50 cm³ Hubraum. Mit A1 darf man Krafträder mit einem Hubraum von bis zu 125 cm³ bewegen, mit A2 noch größere Maschinen mit bis zu 35 kW Motorleistung.

C für Lkw

Alles, was über ein "normales" Auto hinausgeht, wird durch die Führerscheinklasse C abgedeckt. Diese ermöglicht das Führen von Lkw mit über 3.500 Kilogramm. C1 beschränkt das zulässige Gewicht auf 7.500 Kilogramm, Klasse C1E bezieht einen kleinen Hänger (Gesamtmasse des Fahrzeuges maximal 12.000 Kilogramm) mit ein. Noch größere Gespanne als mit C darf derjenige fahren, welcher auf seinem Führerschein CE stehen hat. Hier ist ein Anhänger oder Sattelanhänger mit inbegriffen.

D für Busse

Wer Fahrzeuge mit vielen Insassen befördern möchte, benötigt ein D auf dem Führerschein. Diese Führerscheinklasse berichtigt das Führen eines Kraftfahrzeuges mit mehr als acht Fahrzeuginsassen. Abstufungen sind D1 für bis zu 16 Personen, D1E für einen kleinen Bus mit kleinem Anhänger oder DE für einen Bus mit großem Anhänger.

L und T

Die Führerscheinklassen L und T sind nur in Deutschland gültig. L ermöglicht das Fahren von landwirtschaftlichen Maschinen mit bis zu 40 km/h, T ist die nächsthöhere Klasse für landwirtschaftliche Fahrzeuge, die bis zu 60 km/h schnell sein dürfen.

Führerscheinklassen von alt bis neu

Wer noch einen alten Führerschein im Geldbeutel hat, der findet dort auch noch die alten Führerscheinklassen verzeichnet. Klasse 1 ist dabei gleichzusetzen mit Klasse A. 1a entspricht dabei A2 und 1b A1. Die alte Führerscheinklasse 2 bezieht sich auf Lkw; Klasse C und CE dürfen mit dieser geführt werden. Mit Klasse 3 sind sowohl B, BE als auch C1 und C1E abgedeckt. Wer sowohl Klasse 2 als auch 3 in seinem alten Führerschein eingetragen hat, darf zudem Busse fahren. Klasse 4 bezieht sich auf AM und Klasse 5 auf L.

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