Euro© Eisenhans / Fotolia.com
Euro

Der Euro ist die Währung und das Zahlungsmittel in der Europäischen Wirtschafts- und Währungsunion, EWWU. Darin haben sich achtzehn Europäische Mitgliedsstaaten zusammengeschlossen, um ihren Zahlungs- und Wirtschaftsverkehr in der Einheitswährung Euro abzuwickeln. Heutzutage ist der Euro, zusammen mit dem US-Dollar, die weltweit stärkste Währung und wichtigste Reservewährung

Der Euro verbindet, beschleunigt und vereinfacht

Euro in achtzehn EU-Ländern

Die Zahl der EU-Mitgliedsländer, die noch nicht der EWWU angehören, nimmt ständig ab. Der Euro wurde im Januar 1999 als Buchwährung und drei Jahre später als Barzahlungsmittel eingeführt. Damit wurden die nationalen Währungen in den betreffenden EU-Mitgliedsländern durch die neue länderübergreifende Einheitswährung Euro abgelöst. Mit dem Starterkit wurden die Bürger sukzessive an den Euro gewöhnt. Er ist, so wie zuvor die Deutsche Mark (DM) auch, in Hartgeld und in Scheinen verfügbar. Die zurzeit achtzehn Länder, die der EWWU angehören, werden als Eurozone bezeichnet. Sie sind mit dem Euro immer dann direkt sowie unmittelbar betroffen, wenn die Europäische Zentralbank EZB Entscheidungen zum Euro trifft.

EZB kontrolliert und verwaltet den Euro

Im Juni 1998 hat die Europäische Zentralbank EZB mit Sitz in Frankfurt am Main ihre Arbeit aufgenommen. Damit haben die nationalen Zentralbanken, so wie die deutsche Bundesbank auch, der EZB einen Teil der bisherigen Zuständigkeiten übertragen. Hauptaufgaben der EZB sind die Festlegung sowie die Umsetzung der Geldpolitik, die Versorgung der Volkswirtschaft mit ausreichendem Geld sowie die Förderung des Zahlungsverkehrs. Die EZB nimmt über die Geldmenge Euro auch Einfluss auf die Entwicklung von Inflation und Deflation in den Ländern der Eurozone.

Umrechnung von DM in Euro

Eine wichtige Voraussetzung zum Beitritt in die Eurozone ist die Umrechnung der bisherigen nationalen Währung in den Euro. Das war Ende der 1990er Jahre auch bei der Deutschen Mark, der DM, der Fall. Damalige Grundlage war der Umrechnungswert des bis dahin bestehenden ECU. Das englische European currency unit, ECU, zu Deutsch "Europäische Währungseinheit", war seit Ende der 1970er Jahre bis zum Jahre 1998 die Rechnungseinheit der Europäischen Gemeinschaft EG sowie der späteren Europäischen Union. Zum Jahreswechsel 1998/1999 haben die Finanzminister der an der Währungsunion beteiligten EU-Mitgliedsländer die Wechselkurse für ihr jeweiliges Land festgelegt. Für Deutschland hat der offizielle Umtauschkurs den Wert von 1,95583 DM für einen Euro. Umgekehrt ist ein Euro 0,511292 DM wert.

Aktuelle Nachrichten zum Thema
  • Angela Merkel

    Merkel macht sich für Geldfonds zur Frauenförderung stark

    Angela Merkel hat in einer eher ungewöhnlichen Runde den Vorschlag für einen Geldfonds zur Förderung von Frauen in Entwicklungsländern hervorgebracht. Auf dem "Women20 Summit 2017", einem Frauengipfel in Berlin, teilte sich die Kanzlerin das Podium unter anderem mit der Tochter des US-Präsidenten Donald Trump.

  • Sparschwein

    Trotz Minizinsen: Geldvermögen der Deutschen wächst um 98 Milliarden

    Das Geldvermögen der Deutschen hat einen neuen Rekordwert erreicht. Laut der deutschen Bundesbank erhöhte sich das Vermögen Ende 2016 um 98 Milliarden Euro. Ein Großteil geht dabei auf Investitionen in Aktien und Investmentfonds zurück.

  • Statistik

    Inflation erstmals seit April 2016 auf dem Rückzug

    Zum ersten Mal seit etwa einem Jahr ist die Inflation in Deutschland rückläufig. Zwar mussten Verbraucher im März mehr für Benzin, Heizöl und Nahrungsmittel zahlen als im Vorjahr, Gas und Pauschalreisen waren aber günstiger.

  • Geld abheben

    Abheben am Automaten: Gebühren auch beim eigenen Geldinstitut

    Gebühren für das Geldabheben am Automaten – Das kennt man für gewöhnlich nur, wenn im Ausland oder an Fremdautomaten Geld abgehoben wird. Bei einigen Sparkassen und Volksbanken müssen die eigenen Kunden im Inland für den Dienst zahlen.

  • Steuererklärung

    Außergewöhnliche Belastungen: Neue Regeln bei der Steuererklärung

    Bei der Steuererklärung gibt es künftig einen Vorteil für Steuerzahler im Hinblick auf außergewöhnliche Belastungen. Der Bundesfinanzhof hat die Berechnungsgrundlagen angepasst, sodass mehr Ausgaben steuerlich geltend gemacht werden können.

Top