Gascontainer© mikari / Fotolia.com
Erdgasspeicher

Was die Versorgung mit Erdgas angeht, ist man in Deutschland zu einem guten Teil von anderen Ländern abhängig. Um jedoch auch mal eine Krise überbrücken zu können, baut man in Deutschland immer umfangreichere Erdgasspeicher, welche die Versorgungssicherheit erhöhen sollen.

Erdgasspeicher sichern Gasversorgung für einige Wochen

Erdgas ist in der heutigen Zeit ein wichtiges Gut, auf dass Millionen von Menschen angewiesen sind. Schwierig ist dabei nur, dass in Deutschland kaum Erdgas gefördert wird. Aus diesem Grund sind wir stark von anderen Ländern wie beispielsweise Russland abhängig, um unseren Bedarf an Erdgas decken zu können.

Falls es jedoch mal zu einer Krise, Lieferengpässen oder einem erhöhten Gasverbrauch aufgrund eines kalten Winters kommt, möchte man nicht ganz unvorbereitet dastehen, weswegen Erdgasspeicher eingerichtet werden. Diese sollen die Versorgungssicherheit aufrechterhalten und die starken Schwankungen im Verbrauch auffangen.

Wie sind Erdgasspeicher aufgebaut?

Erdgasspeicher findet man in der Regel dort, wo das Gas auch ursprünglich herkam: unter der Erde. Dort kann das Gas weitgehend sicher, günstig und vor allen Dingen platzsparend gespeichert werden. Dabei gibt es verschiedene Methoden, das Gas zu speichern. Eine der einfachsten Möglichkeiten ist es, alte Erdgaslagerstätten einfach erneut zu befüllen. Dies geht allerdings nur, wenn das Gestein bestimmte Voraussetzungen erfüllt.

Eine weitere Speichermöglichkeit sind die sogenannten Kavernenspeicher, welche in alten Salzstöcken zu finden sind. Dies sind die Speicher, welche in der Regel bei kurzfristig erhöhtem Gasbedarf angezapft werden.

Die letzte Möglichkeit zur Einlagerung von Erdgas sind die sogenannten Porenspeicher. Hier wird Erdgas in unterirdische Sand- oder Kalksteinschichten gepresst, welche durch anderes Gestein von der Umwelt abgeriegelt sind.

Erdgasspeicher in Deutschland

Eingelagert in Deutschland ist eine enorme Menge Erdgas. Fielen alle Erdgaslieferungen mit einem Male weg, kämen wir damit bei unvermindertem Verbrauch noch etwa zweieinhalb bis vier Monate über die Runden. Mit dieser doch enormen eingespeicherten Erdgasmenge liegt Deutschland weltweit unter den Nationen mit den größten Speicherkapazitäten für Erdgas.

Aktuelle Nachrichten
  • Hochspannungsmasten

    Gazprom Germania verdient weniger trotz steigendem Umsatz

    Das Unternehmen Gazprom Germania konnte im vergangenen Jahr seinen Umsatz steigern, hat allerdings weniger verdient. Die Erlöse sind von 5,58 Millionen auf 8,03 Millionen Euro gestiegen, während das Jahresergebnis von 537,1 Millionen auf 496,5 Millionen gefallen ist. Das ist jedoch das zweitbeste Ergebnis der Firmengeschichte.

  • Hochspannungsmasten

    VNG beteiligt sich an norddeutschen Erdgasspeichern

    Das Leipziger Erdgas-Unternehmen VNG baut seine unterirdischen Speicherkapazitäten aus. Dazu werde man sich erstmals an neuen Speichern in Nordwestdeutschland beteiligen und einen dreistelligen Millionenbetrag investieren, teilte das Unternehmen am Mittwoch mit.

  • Stromtarife

    Gazprom baut keinen Gasspeicher nördlich von Berlin

    Der russische Gasversorger Gazprom hat sich nun gegen den riesigen Gasspeicher bei Berlin entschieden. Als Begründung wurden Sicherheitsrisiken genannt. An anderer Stelle geht es jedoch weiter: In Sachsen-Anhalt soll der größte Erdgasspeicher Westeuropas gebaut werden - zusammen mit Gazprom.

  • Strom sparen

    Brandenburger wehren sich gegen geplante CO2-Speicher

    In den Ortschaften rund um Beeskow im Kreis Oder-Spree formiert sich Widerstand. Zahlreiche Anwohner wehren sich gegen die geplante unterirdische Speicherung von Kohlendioxid. Auch in Neutrebbin im benachbarten Kreis Märkisch-Oderland sind Anwohner in Aufruhr. Dort soll eine zweite Speicherstätte entstehen.

  • Hochspannungsleitung

    BDEW: Gaswirtschaft investiert und Erdgasspeicher

    Die Gaswirtschaft investiert verstärkt in den Bau und die Erweiterung von Erdgasspeichern, so der Branchenverband BDEW. Im Jahr 2008 seien rund 330 Millionen Euro in Speicheranlagen geflossen. Für 2009 rechnet der BDEW mit einem Investitionsvolumen von rund 300 Millionen Euro, für 2010 mit rund 350 Millionen Euro.

Top