Solaranlage© Jürgen Fälchle / Fotolia.com
Einspeisevergütung

Die Einspeisevergütung ist Segen und Fluch zugleich: Für den Stromerzeuger bedeutet sie Sicherheit, für den Regierung sind die Vergütungen jedoch mittlerweile zur unrentablen finanziellen Belastung geworden.

Von der Einspeisevergütung profitieren

Ob mittels Sonnen-, Wasser-, Biomasse- oder Windenergie - wer Stromgewinnung betreibt und diesen dem allgemeinen Netz zur Verfügung stellt, kann mit einer Einspeisevergütung rechnen. Sie löste einen regelrechten "Bauboom" von Solaranlagen, Solarparks, Windparks oder Biomasseanlagen aus. Denn im Prinzip ermöglicht nur diese staatliche Finanzspritze, dass sich Photovoltaikanlagen und ähnliche Anlagen irgendwann amortisieren.

Baufinanzierung VergleichBei privaten Häuselebauern sind besonders Photovoltaikanlagen zur Stromerzeugung beliebt - nicht ohne Grund. Solaranlagen sind einfach zu installieren und die Kosten halten sich im Rahmen.© Udo Kroener / Fotolia.com

Geld verdienen und etwas für die Umwelt tun

Erst wenn die Anschaffungskosten nach einigen Jahren getilgt sind, können die Inhaber - im besten Fall - die Einspeisevergütung in die eigene Tasche wirtschaften. Allerdings zieht die Bundesregierung nun die Reißleine, denn zu viele Menschen haben zu einseitig investiert und eine regelrechte Monokultur geschaffen.

Einspeisevergütung: Der Privatmann nutzt die Sonnenenergie

Nicht wenige kritisieren die stetig zunehmenden Installationen von Photovoltaikanlagen auf den Dächern von überwiegend Einfamilienhäusern. Allerdings ist diese Art und Weise für die meisten der günstigste Weg, bezüglich der Energiegewinnung etwas zum Umweltschutz beizutragen. Der positive Nebeneffekt ist, dass viele der Anlagenbesitzer nach Abzahlung, den Gewinn aus der Einspeisevergütung nutzen können, ihre eigenen Stromkosten zu decken. Den erwirtschafteten Profit zahlt der Betreiber an den Kunden aus, in dessen Netz die gewonnene Energie eingespeist wird.

Ab wann lohnt sich die Investition in Solaranlagen?

Damit die eigene Stromgewinnung trotz Einspeisevergütung kein "Minusgeschäft" wird, muss vorher genau geprüft werden, ob die gewünschte Anlage auch rentabel betrieben werden kann. Für das Beispiel Photovoltaik heißt das, dass die Form des Daches unter anderem berücksichtigt werden muss. Des Weiteren ist die Ausrichtung des Hauses entscheidend. Steht dieses vordergründig zur Nord- oder Ostseite, können die Sonnenstrahlen das Dach nicht oder eher schlecht erreichen.

Ob sich eine Solaranlage auf dem Dach lohnt, lässt sich leicht prüfen. Mit dem Photovoltaik-Rechner kann man auf Basis der geschätzten Investitionskosten, der jährlichen Vergütung sowie der Rendite schnell ermitteln, ob sich die Installation einer Photovoltaik-Anlage rentiert. Dafür gibt man zunächst die wichtigsten Daten zum Hausdach ein, also Dachneigung und Dachausrichtung. Anhand der Postleitzahl wird die Stärke der Sonneneinstrahlung (Globalstrahlung) am jeweiligen Wohnort bestimmt. Wichtig sind alle diese Daten, da die Strahlung der Sonne von Ort zu Ort variiert - das hat natürlich auch Auswirkungen auf die zu erwartende Menge an Strom, die durch die Anlage erzeugt werden kann.

BiogasanlageLandwirtschaftliche Betriebe setzen vor allem auf Bioanlagen, um eigenen Strom zu erzeugen.© Thomas Otto / Fotolia.com

Einspeisevergütung: Alternativen zu Photovoltaik?

Für Privatleute, die zum Klimaschutz beitragen und von der Einspeisevergütung profitieren wollen, gibt es wenige echte Alternativen zur Photovoltaikanlage. Denn wer hat schon die Möglichkeit, eine Windkraftanlage zu errichten?

Vor allem für Landwirtschaftsbetriebe geeignet sind Biomasse-Anlagen. Solche Anlagen ziehen zwar eine weitaus höhere Investitionssumme und somit auch ein höheres finanzielles Risiko nach sich. Der Bund legt aufgrund der bereits vorhandenen Masse mittlerweile allerdings weniger Wert auf Stromgewinnung durch Sonnenenergie. Daher wurde die Einspeisevergütung für alle Anlagen, die 2012 in Betrieb gehen, wesentlich gekürzt. So erhalten Eigentümer für die Kilowattstunde nicht mal mehr 25 Cent, 2008 lag diese noch bei über 40 Cent.

Die nun gekürzten Entgelte haben vor allem eine längere Amortisierungsdauer zur Folge und lassen viele Anlagen somit unrentabel werden. Ob eine Installation dennoch sinnvoll ist, kann durch eine genaue, individuelle Berechnung in Erfahrung gebracht werden. Abgesehen davon, dass Anlagen zur Stromgewinnung oft eine gute Geldanlage sind, trägt die Einspeisevergütung natürlich auch zum Klimaschutz bei. Denn die Energie, die eingespeist wird, ist zu hundert Prozent "grüner Strom".

Solaranlage

Photovoltaik-Vergleich

Eine Solaranlage auf dem Dach gilt als umweltfreundlich und oft als lohnenswerte Geldanlage. Mit dem Photovoltaik Rechner kann man die Kosten und Renditen einfach prüfen.

Photovoltaik-Rechner

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Die Fördersätze für Photovoltaik-Anlagen sinken seit Jahren stetig und laufen spätestens 2017 ganz aus. Lohnt sich eine Solaranlage auch ohne Förderung trotzdem noch?

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Solaranlage Einfamilienhaus

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