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EEG

Dem EEG wird gerne die Schuld an den ständig steigenden Energiekosten gegeben. Da möchte man irgendwann doch wissen, was eigentlich hinter diesen drei Buchstaben steckt. Was genau das EEG ist, was es bringen soll und wie es funktioniert, lässt sich hier nachlesen.

Durch EEG soll grüner Strom gefördert werden

Das EEG ist das "Erneuerbare-Energien-Gesetz", das erstmals im Frühjahr 2000 erlassen wurde. Dieses Bundesgesetz regelt, dass erneuerbare Energien vorrangig in unser Stromnetz eingespeist werden und garantiert den Erzeugern der erneuerbaren Energie einen festen Vergütungssatz über 20 Jahre hinweg. Mithilfe des EEG wollte man sicherstellen, dass in Deutschland möglichst schnell ein großer Teil des Stroms aus erneuerbaren Quellen stammt und die neuen und alternativen Wege zur Stromerzeugung genutzt werden.

ÖkostromUm die Energiewende zu beschleunigen, wurde das EEG-Gesetz erlassen. Es sieht vor, dass die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien nach festgelegten Regelsätzen vergütet wird.© VRD / Fotolia.com

Festgelegte Einspeisevergütung durch das EEG

Wer Anlagen zur regenerativen Stromerzeugung betreibt, erhält über 20 Jahre hinweg einen festgeschriebenen Vergütungssatz pro Kilowattstunde. Dabei unterschiedet sich der Betrag noch einmal nach der Anlagengröße und -art sowie deren Standort.

Erneuerbare Energien bevorzugt

Durch die Einspeisevergütung wird ebenfalls der Vorrang von erneuerbaren Energien im Netz festgelegt. Der Strom, welcher durch die Nutzung von erneuerbaren Energien produziert wird, muss in jedem Falle von den Stromkonzernen abgenommen werden, in jedem Fall muss er anderem Strom vorgezogen werden. Da regenerativer Strom meist von Umwelteinflüssen abhängig ist, ist mit dieser Regelung auch ein Ausbau des Stromnetzes nötig, um die geballt auftretenden großen Strommengen entsprechend abtransportieren und verteilen zu können. Geeignete Speichertechnologien zu entwickeln ist ebenfalls eine der großen Herausforderungen der Energiewende.

Die Kritik am EEG

Auch wenn das EEG vom Grundprinzip her sehr schlüssig scheint, so bleibt Kritik an einem Gesetz selten aus. So glauben manche, dass das Gesetz eine weitere Technologieentwicklung und Investitionen in die Forschung auf diesem Gebiet behindere. Tatsächlich ist dieser Marktsektor erst durch das EEG richtig in Schwung gekommen, da mit dem Gesetz der Absatz stark anstieg. Allerdings lässt sich auch beobachten, dass die meisten Fördermittel in Photovoltaik gesteckt werden, obwohl diese nicht den größten Anteil an regenerativem Strom liefern.

WindenergieDas EEG-Gesetz ist umstritten. So sind beispielsweise energiehungrige Firmen von der Umlage befreit.© pics / Fotolia.com

Auch in die Weiterentwicklung der bereits vorhandenen sowie neuer Technologien wird vom Staat weiterhin investiert. Dazu trägt das EEG einen besonderen Anteil bei, indem es regenerative Energiequellen erst lukrativ macht.

Viele Kritiker behaupten zudem, dass der in den vergangenen Jahren regelmäßig gestiegene Strompreis mit dem EEG zusammenhängt. Nicht zu Unrecht. Denn tatsächlich ist es so, dass die Kostendifferenz, die zwischen Marktpreis und festgelegter EEG-Vergütung entsteht, die von den Stromerzeugern in Form der EEG-Umlage teilweise an den Kunden weitergegeben wird.

Ein weiteres Problem ist, dass besonders energiehungrige Firmen in der Industrie von den EEG-Gebühren befreit werden können und diese Einbußen in der Regel mit vom Privatmann getragen werden müssen.

Der Erfolg des EEG

So sehr auf das EEG geflucht wird, so erfolgreich ist es auch. Denn das Ziel, regenerative Energie vermehrt in Deutschland zu produzieren, wurde definitiv erreicht. Lag der Anteil von erneuerbarer Energie im Jahr 2000 bei etwa 6,4 Prozent, so ist er in Jahr 2012 bei fast 25 Prozent.

Auf diese Weise wurden insgesamt 146 Millionen Tonnen CO2 weniger in die Atmosphäre freigegeben. Aufgrund dieses Erfolges haben zahlreiche Länder ebenfalls ein Gesetz nach dem Vorbild des EEGs erlassen, um den Anteil regenerativer Energien in ihrem Stromnetz zu mehren.

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