LAN-Verbindung© Heiko Barth / Fotolia.com
Downstream

Bei DSL-Leitungen ist die Internetverbindung im Download immer besser als im Upload. Die Downloadgeschwindigkeit ist weitläufig auch als Downstram bekannt. Was genau dahinter steckt, erfahren Sie hier.

Schneller Downstream ermöglicht flottes Herunterladen

Wenn von DSL die Rede ist, meint man meist ADSL. ADSL steht für asymmetrisches DSL. Es bedeutet, dass der DSL Downstream meist sehr viel schneller ist als der Upstream. Das ist der gängigste Internetanschluss in deutschen Haushalten. Dem gegenüber steht SDSL (symetrisches DSL). Hier sind die Downstream und Upstream gleich schnell. Diese Anschlussvariante ist kostenintensiver und eignet sich eher für Firmenkunden, die große Datenmengen auf ihre Server hochladen müssen.

Was besagt der Downstream nun aber?

Der DSL-Downstream ist verantwortlich für die Geschwindigkeit eines Downloads. Er gibt also an, wie schnell eine Datei aus dem Internet heruntergeladen werden kann. Der Downstream ist im Vergleich zum Upstream um einiges höher. Bis zu 16-mal schneller ist der Downstream im Vergleich zum Upstream bei einem DSL-Anschluss mit 16.000 kbit/s. Noch größer sind die Unterschiede nur beim Kabelinternet. Hier kommen bei einigen Anbietern bisweilen gerade einmal 2,5 Mbit/s im Upstream zu Stande gegenüber einem Downstream von 100 Mbit/s.

Die nachstehende Tabelle gibt einen kleinen Überblick, über die gängigen Download- und Uploadraten bei Internetzugängen.

Technik Anschluss Downloadrate Uploadrate
DSL DSL 6000 6016 kbit/s 576 kbit/s
DSL DSL 16.000 16.000 kbit/s 1024 kbit/s
VDSL DSL 25.000 25.000 kbit/s 5000 kbit/s
VDSL DSL 50.000 50.000 kbit/s 10.000 kbit/s
Vectoring DSL 100.000 100.000 kbit/s 40.000 kbit/s
Kabel Kabel 100.000 100.000 kbit/s 5000 kbit/s
Galsfaser Fiber 100.000 100.000 kbit/s 50.000 kbit/s

Angegebener Downstream wird oft nicht erreicht

Viele Internetprovider werben mit einem Downstream von 50 Mbit/s oder mehr, über Kabel oder LTE sind sogar bis zu 100 Mbit/s drin. Diese Geschwindigkeiten können allerdings nicht an allen Orten erreicht werden. Auch sind die Angaben der Anbieter oft nur Maximalangaben. Das heißt, dass diese Geschwindigkeiten nur im Idealfall erreicht werden. Die tatsächlich Downstream-Geschwindigkeiten sind meist viel geringer. Ein Mindestmaß an Geschwindigkeit wird jedoch gewährt.

Und auch wenn der durchschnittliche Downstream in Deutschland im Schnitt oft weit unter den Maximalwerten liegt, dank VDSL, Kabel, Glasfaser und LTE können wir heute selbst große Datenmengen relativ schnell downloaden, für die man zu ISDN-Zeiten noch eine gefühlte Ewigkeit benötigt hat.

Wer benötigt einen schnellen Downstream?

Je höher der Downstream ist, desto schneller sind die Downloads. Das gilt für kleine und große Datenmengen gleichermaßen. Wer nur hin und wieder ein paar E-Mail schreibt, normal surft oder sich hin und wieder ein Youtube-Video anschaut, dem reicht ein in der Regel auch ein vergleichsweise langsamer DSL-Anschluss - zumal diese auch kostengünstiger sind. Wer aber vorhat, Urlaubsbilder zu verschicken, online Filme zu schauen oder Dateien in der Cloud zu speichern, sollte auf einen Internetzugang mit höherem Downstream setzen - etwa ein VDSL- oder Kabelanschluss. Hier ist nicht nur der Datenempfang sehr viel schneller, auch der Upload geht wesentlich zügiger.

Der passende Internetanschluss findet sich einfachsten mit unserem DSL-Rechner. Damit können Sie die verschiedenen Tarife der Internetprovider, deren Upload- und Downloadstream sowie enthaltene Extras schnell und übersichtlich vergleichen. Auf Wunsch können Sie direkt online zum gewünschten Anbieter wechseln.

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