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Crowdinvesting

Crowdinvesting ist eine relativ neue Form der Geldanlage, bei der eine größere Anzahl von Investoren sich an einem Unternehmen beteiligt. Crowdinvesting funktioniert auch schon mit kleinen Beträgen und setzt auf die emotionale Verbindung von Unternehmen und Investor.

Crowdinvesting – Geldanlage mal anders

Sparbuch, Tagesgeld, Anleihen oder Aktien waren über viele Jahrzehnte die Form der Geldanlage, die privaten Sparern zusätzliche Einnahmen sicherten. Doch mit dem immer niedriger werdenden Zinsniveau, den sinkenden Aktienkursen und den ersten Bankenpleiten änderte sich das Bild. In den letzten Jahren entstanden im Internet sogenannte Crowdinvesting-Plattformen, mit denen eine finanzielle Beteiligung von Investoren an Unternehmen möglich wird.

Der finanzwirtschaftliche Begriff Crowdinvesting

Aus dem Englischen übersetzt ist die Crowd eine Ansammlung (ein Schwarm) von Menschen. Crowdinvesting ist also das Einsammeln von finanziellen Mitteln von einer größeren Anzahl von Investoren. Sie beteiligen sich, meist mit relativ kleinen Summen, an der Beteiligung von Unternehmen. Oft nutzen Start-Ups, also neu gegründete Firmen, diese Finanzierungsform. Die Investoren erhalten für Ihre Anlage einen Anteil am Unternehmenskapital und sind damit am Gewinn beteiligt. Als weltweit erste Crowdinvesting-Plattform konnte Profunder im Jahr 2011 das erste Finanzierungsprojekt erfolgreich abschließen.

Das Prinzip der Finanzierung in der Crowd

Viele Unternehmensgründungen scheitern in den ersten Jahren, weil die finanziellen Mittel nicht ausreichen. Für Start-Ups ist das Crowdinvesting jedoch nur eine Form der Finanzierung. Oft wird sie dann gewählt, wenn nach einem erfolgreichen Start das weitere Wachstum neues Geld erfordert, umfangreiche Marketingmaßnahmen für die Erschließung weiterer Märkte notwendig sind oder eine Serienfertigung begonnen werden soll. Nur Unternehmen, die ihre Ideen der Crowdplattform überzeugend darlegen können, haben überhaupt eine Chance, den Investoren vorgestellt zu werden.

Interessierte Anleger und Kapitalnehmer schließen einen Investitionsvertrag, in dem die Rechte und Pflichten festgehalten werden. In der Regel erhalten die stillen Geldgeber eine kleine Verzinsung für ihr eingesetztes Kapital. Außerdem wird ein umsatzabhängiger Zins fällig, wenn das Investment gekündigt wird. Richtig viel Rendite bringt die Beteiligung, wenn das Unternehmen im Erfolgsfall verkauft wird. Doch Vorsicht – Crowdinvesting ist eine Risikofinanzierung! Meldet das Unternehmen Insolvenz an, werden die Darlehen der Kleinanleger nur nachrangig behandelt und damit kann das investierte Geld verloren sein.

Mut zum Risiko kann sich auszahlen

Ein Beispiel für ein erfolgreiches Crowdinvesting-Projekt ist das Unternehmen Lottohelden. Es sammelte im Jahr 2014 über die Plattform Seedmatch.de knapp 460.000 Euro von mehr als 500 Investoren ein. Anschließend wurde das Unternehmen verkauft und alle Beteiligten partizipierten am Verkaufserlös. Hier zahlte sich das Vertrauen der Anleger in das Konzept und in die Geschäftsführung aus.

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