Telefonanschluss© Sven Bähren / Fotolia.com
Call by Call

Auch in Zeiten von Telefonflatrates, ist Call-by-Call noch nicht aus der Mode gekommen. Besonders bei Auslandstelefonaten sind die Sparvorwahlen noch immer beliebt. Beim Call-by-Call wählt man vor der eigentlichen Telefonnummer eine Vorvorwahl, um günstiger zu telefonieren.

Call-by-Call: Sparen mit Vorvorwahlen

Die Tarife der Deutschen Telekom sind nicht die günstigsten - das gilt auch für Festnetztelefonate. Besonders viel muss man für Auslandsgespräche berappen. Wer sparen möchte, greift zu einer der beliebten Sparvorwahlen. Dabei wählt man vor der eigentlichen Rufnummer eine Vorwahl und kann dann zu günstigeren Telefontarifen telefonieren. Denn die Tarife der Call-by-Call-Anbieter liegen meist deutlich unter denen der Deutschen Telekom.

Das bedeutet aber auch, dass man Call-by-Call nur von einem Anschluss der Telekom aus nutzen kann. Wer seinen Anschluss bei einem anderen Anbieter hat, muss häufig mit Einschränkungen rechnen. Viele Telefonanbieter schließen Call-by-Call-Gespräche vertraglich aus. Sparmöglichkeiten gibt es aber auch in diesen Fällen - auch wenn das Sparpotenzial nicht groß ist wie beim Call-by-Call. Dei Rede ist vom sogenannten Callthrough. Die funktioniert in Prinzip genauso und ist von jedem Anschluss aus nutzbar.

Call-by-Call - Der Name ist Programm

Zurück zu Call-by-Call. Die Nutzung der Vorvorwahlen ist denkbar einfach: Vor jedem Gespräch wählt man einfach eine Sparvorwahl eines bestimmten Call-by-Call-Anbieters und tippt aunschließend die Rufnummer des gewünschten Gespächpartners ein. Eine Anmeldung ist in den meisten Fällen nicht nötig. Deswegen spricht man auch vom offenen oder freien Call-by-Call. Es gibt zwar auch Anbieter mit vorheriger Anmeldung, die werden aber immer seltener.

Welchen Call-by-Call-Anbieter man nutzt, bleibt jedem selbst überlassen. Dei Wahl des günstigsten Anbieters, richtet sich nach dem gewünschten Anrufziel, nach der Gesprächsdauer, dem Wochentag und der Tageszeit. Um einen passenden Anbieter zu finden, empfiehlt sich ein Tarifvergleich. So finden man im Handumdrehen einen günstigen Anbieter. Call-by-Call ist für Orts-und Ferngesprächen einsetzbar, aber auch für Telefonate ins Mobilfunknetz, ins Ausland sowie für den Faxversand. Service-Rufnummern wie die 0137, 0138, 018, 0180, 01888 oder 0700 können nicht per Call-by-Call angewählt werden.

Wie Call-by-Call Sparvorwahlen funktionieren

Jedem Call-by-Call-Anbieter wird von der Bundesnetzagentur eine Betreiberkennzahl - auch Netzkennzahl, Vorworwahl oder Sparvorwahl genannt - zugeordnet. Diese Sparvorwahlen setzen sich in der Regel aus "010" oder "0100" plus einer weiteren zweistelligen Zahl zusammen. Meist ist der Anbietername identisch mit der Netzkennzahl.

Die Netzkennzahl wird vor der eigentlichen Nummer gewählt, die man anrufen möchte. Ortsvorwahl sowie Rufnummer werden nicht verändert. Das heißt, man tippt einfach vor der Ortsvorwahl die Sparvorwahl des jeweiligen Anbieters ein. Ein Beispiel für ein Gespräch nach Berlin: 01070-030-1234567. Bei Telefongesprächen im eigenen Ortsnetz, kann man die Ortsvorwahl (in unserem Falle also die 030) weglassen. Der Begriff Call-by-Call entlehnt sich übrigens aus dem Englischen und bedeutet wörtlich übersetzt "Anruf-für-Anruf". Interessant: Die korrekte englische Bezeichnung für Call-by-Call wiederrum lautet Dial-Around-Service.

Preise und Abrechnung im Call-by-Call

Über die verschiedenen Anbieter und ihre aktuellen Preise kann man sich bequem übers Internet mit unserem Call-by-Call-Vergleich informieren. Am sichersten ist es, wenn man die Preise unmittelbar vor dem Gespräch überprüft. Denn manche Anbieter verändern ihre Minutenpreise mehrmals pro Tag, wobei deutliche Preisunterschiede auftreten können. Auch beim Übergang von einem Zeitfenster ins nächste, kann es zu Preiserhöhungen kommen. Deshalb sollte man sich nicht nur über den aktuellen Tarif informieren, sondern auch über die anschließenden Preise.

Seit August 2012 gibt es im Call-by-Call verpflichtende Tarifansage vor jedem Gespräch. Das senkt die Gefahr vor Kostenfallen. Dennoch sollte man bei der Ansage genau hinhören und im Zweifelsfall auflegen, wenn ein abweichender Tarif angesagt wird. Außerdem sollte man beim Wählen der Vorvorwahl sehr achtsam sein. Ein Vertipper - wenn man etwa "0" statt "00" wählt, kann schnell sehr teuer werden. Denn Call-by-Call-Anbieter können teilweise zwar sehr ähnliche Namen, aber sehr unterschiedliche Tarife haben. Die Abrechnung erfolgt pro Call-by-Call-Gespräch und wird gesondert in der Telefonrechnung der Telekom aufgeführt.

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