LTE auf dem Land© mirpic / Fotolia.com
Breitbandausbau

Der Breitbandausbau schreitet voran, ohne Frage. Vor allem mobile Breitbandtechnologien haben einen kräftigen Schub nach vorn gebracht. Bis alle Haushalte aber wirklich Zugang zum schnellen Internet haben, ist es noch ein weiter Weg.

Beim Breitbandausbau ist noch vieles zu tun

Das Internet nimmt in der heutigen Zeit eine hohe Stelle in der Prioritätenliste ein. Ab welcher Übertragungsrate von Breitband gesprochen werden darf ist strittig. In der Theorie genügen ein bis zwei Megabyte die Sekunde, um einfache Internetdienste wie E-Mail oder Internetradio abzurufen. Praktisch gesehen würde jedoch diese Übertragungsdate einschränken: Damit alles flüssig und ohne große Wartezeit läuft, sind etwa zehn Megabyte angemessen. Der Breitbandausbau soll jeden Haushalt in Deutschland an eine möglichst schnelle Internetverbindung anschließen, sodass jeder alle Angebote des World Wide Webs nutzen kann.

BreitbandausbauBreitbandverfügbarkeit mit mindestens 50 Mbit/s in Deutschland (Stand: Mitte 2013)© TÜV Rheinland / BMWi

Weshalb der Breitbandausbau so wichtig ist

Immer mehr internetfähige Geräte gelangen ans Netz, Videostreams sind gefragt und Online-TV wird immer öfter genutzt. Diese Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen und auch in Deutschland werden aus diesem Grund schnellere Internetwege benötigt. Zukünftig wird immer mehr über das Internet laufen und aus diesem Grund kann keine oder eine zu langsame Internetverbindung zum Problem werden. Ein Ort ohne schnelle Internetanbindung hat auch als Wirtschaftsstandort schlechte Karten. Damit daraus keine Nachteile für Einzelpersonen und Gewerbe entstehen, ist der Ausbau des Breitbandnetzes zwingend notwendig.

Anschlussvarianten für Breitband

Breitband kommt nicht nur auf einem Weg in die Häuser. Es gibt verschiedene Varianten, wie schnelles Internet den Kunden erreicht. Zum einen gibt es den Weg über DSL, hier sorgen Kupfer- oder Glasfaserkabel für eine angemessene Geschwindigkeit. Zudem gibt es die Möglichkeit, sein Internet über den Kabelanbieter zu beziehen, auch hier kann man bereits 50 oder 100 Mbit/s bekommen, Telefon und TV sind auch dabei. Als besonders zukunftsfähig gilt dabei das Glasfaserkabel. Alle anderen Kabel stoßen bei einer gewissen Kabellänge an ihre Grenzen und es lässt sich ein Leistungseinbruch verzeichnen.

Der Zugang über die Mobilfunktechnik LTE kann nicht nur für mobile Geräte, sondern auch als DSL-Alternative für Zuhause hergestellt werden. Wo selbst das nicht möglich ist, kann Breitband-Internet über Satellit Abhilfe schaffen.

Breitbandausbau lohnt sich vor allem in den Städten

Der Glasfaserausbau ist teuer: Das Wissenschaftliche Institut für Infrastruktur und Kommunikationsdienste schätzt die Kosten für einen flächendeckenden Glasfaserausbau auf 70 bis 80 Milliarden Euro ein. Aus diesem Grund wird vornehmlich in Regionen mit vielen Bewohnern investiert, Landstriche mit wenig Bevölkerung gehen dabei leer aus. Ähnliches beobachtet man bei LTE: Seit die Anbieter ihre Ausbaupflicht auf dem Land erfüllt haben, wenden sie sich verstärkt den Städten zu, weil dies lukrativer ist. Dabei sind andere Länder Deutschland teilweise weit voraus: Ende 2012 hatte Deutschland erst etwa einen Prozent Glasfaserkabelanteil, während Lettland bereits über 30 Prozent verbuchen konnte. Auch in Japan oder der Schweiz surft man im Schnitt deutlich schneller als hierzulande.

LTE-AusbauLTE-Verfügbarkeit in Deutschland (Stand: Mitte 2013)© TÜV Rheinland / BMWi

LTE – Breitband über Mobilfunk

LTE ermöglicht Datenübertragungen von 100 Mbit/s und mehr - je nachdem, wie nah man an einem Sendemast wohnt und wie viele andere Geräte sich ebenfalls über diese Funkzelle ins Internet "einwählen". Denn im Gegensatz zu den kabelgebundenen Techniken handelt es sich bei LTE um ein sogenanntes "Shared Medium". Viele Nutzer greifen auf die gleichen Kanäle zu, sodass die Anbieter hier jeweils nur ein bestimmtes Datenvolumen bei Highspeed in ihren Tarifen anbieten.

Für den LTE-Ausbau wurden im Mai 2010 von der Bundesnetzagentur entprechende Frequenzbereiche an Mobilfunkanbieter wie die Deutsche Telekom, Vodafone und o2 versteigert. Die Versteigerung war an die Auflage geknüpft, dass zunächste die sogenannten "weißen Flecken", also die Gebiete ohne Breitbandanbindung, mit schnellem Internet versorgt werden sollten. Aus diesem Grund war LTE zuerst in den ländlichen Gegenden Deutschlands zu finden. Hier sollte LTE ein Ersatz für VDSL oder Kabel-Internet dienen. Mittlerweile ist der LTE-Ausbau soweit vorangeschritten, dass auch Großstädte und Ballungszentren in den Genuss des mobilen Breitbandinternets kommen. Eine fächendeckende Verfügbarkeit mit LTE ist jedoch noch nicht gegeben.

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