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Bitcoin

Bitcoin ist eine relativ junge Währung, welche weltweit gilt und nicht in Form von Papiergeld oder Münzen vorliegt. Es handelt sich um eine virtuelle Währung, die von immer mehr Einrichtungen akzeptiert wird. Die Nutzung von Bitcoin hat allerdings ihre Risiken.

Bitcoin – die virtuelle Währung

Was genau sind Bitcoins?

Bitcoin ist eine neue virtuelle Geldeinheit, deren Idee 2008 zustande kam. Realisiert hat man das virtuelle Geld schließlich in Form eines Open-Source-Projektes und baute ab 2009 ein Netzwerk aus.

Dieses Netzwerk besteht aus allen Teilnehmern, die mit Bitcoin arbeiten und zahlen. Die Transaktionen verlaufen dabei direkt vom Zahler zum Empfänger. Aus diesem Grund geht die Zahlung innerhalb weniger Minuten vonstatten und wird grundsätzlich ohne zusätzliche Gebühren abgewickelt.

Welche Idee steckt hinter Bitcoin?

Der Entwickler, welcher nur unter einen Pseudonym bekannt ist, möchte mit Bitcoin eine unabhängige elektronische Währung schaffen, bei der man sich sicher sein kann, dass alle Daten unangetastet bleiben. Durch neueste Verschlüsselungstechniken sei dies möglich, weswegen man es auf für Geldgeschäfte nutzbar machen sollte. Er misstraute den lokalen Banken, da man den Unternehmen zu viele sensible Daten an die Hand gebe, die sie jederzeit gegen einen verwenden könnten.

Die Verbreitung von Bitcoin

Die Beliebtheit von Bitcoins hat seit der Gründung stetig zugenommen und auch immer mehr Händler akzeptieren Bitcoins als Zahlungsvariante. So waren Mitte 2014 rund 5.000 Einrichtungen bekannt, welche die Online-Währung akzeptieren.

Der Kurs von Bitcoin

Wie bei allen Geschäften an der Börse steigt und fällt auch der Bitcoin in seinem Wert. Bis etwa November 2013 war der Kurs sehr stabil. Für ein Bitcoin zahlte man in etwa 100 Euro. Anschließend steigerte sich der Wert eines Bitcoins, da die Zahlungsvariante immer beliebter wurde. Im Dezember 2013 hatte Bitcoin seinen bisher größten Wert mit rund 900 Euro pro Coin. Zum Februar 2014 fiel der Wert des Coins tief in den Keller – keine 80 Euro war mehr ein Bitcoin wert. Anschließend stabilisierte sich der Kurs wieder ein wenig und pendelte bis Mitte 2014 zwischen 300 und 700 Euro.

Im Verlauf sieht man, dass der Bitcoin nicht sehr stabil in seinem Wert ist. Schwankungen von über 20 Prozent am Tag sind keine Seltenheit. Aus diesem Grund sollte man möglichst alle erstandenen Coins schnell wieder in offizielles Geld umtauschen, um keine Verluste zu machen – oder aber man hofft auf ein erneutes Hoch.

Ein Bitcoin-Konto anlegen

Ist man Bitcoin-Neuling, so muss man sich zuerst eine sogenannte Wallet besorgen. Dies kann sowohl eine App als auch ein Programm für den PC sein, über welche künftig alle Bitcoin-Geschäfte laufen. Anschließend gilt es, sich Bitcoins zu besorgen. Diese kann man entweder ansammeln, indem man Dinge verkauft und dafür Bitcoins erhält, sie anderen Bitcoin-Nutzern abkauft oder direkt am Börsenmarkt Coins ersteht.

Eine Transaktion mit Bitcoin

Hat man sein Bitcoin-Konto eingerichtet, so erhält man seine erste Bitcoin-Adresse, welche nur einmalig verwendet werden sollte. Diese gibt man an den Handelspartner weiter, sodass dieser das Geld überweisen kann, oder sie erhalten eine Adresse, zu welcher Sie ihr Geld senden.

Ist die Buchung abgeschlossen, so wird diese in der Blockkette gespeichert, über welche die Wallets schließlich die Kontostände der einzelnen Teilnehmer errechnen können. Bei dem Eintrag wird die Überweisung über einen "Seed", einen privaten Schlüssel, gegen Fremdangriffe abgesichert. Schließlich wird die Überweisung noch mehrfach überprüft, bis die Coins schließlich beim Zahlungsempfänger ankommen.

Die Vorteile von Bitcoin

Bitcoin wird im Allgemeinen als eine sehr sichere, einfache und schnelle Zahlungsmethode angepriesen. Das Geld ist auf Basis einer Kryptografie verschlüsselt, welche nach Aussage der Entwickler militärischen Standards entspreche. Weitere Vorteile sind zudem, dass die Währung weltweit unter den Bitcoin-Nutzern gültig ist und auf beinahe allen Systemen funktioniert. So sind schnelle internationale Zahlungen möglich, ohne dass zusätzliche Transaktionskosten hinzukommen.

Kritik an Bitcoin

Das größte Problem bei Bitcoin mag wohl darin liegen, dass die virtuellen Coins an der Online-Börse erworben werden müssen und vergleichbar mit Aktien sind. Sie können sowohl an Wert zu- als auch abnehmen. Im schlimmsten Falle könnte dies zu einem Totalverlust der angesammelten Bitcoins führen.

Auch sind Zahlungen nicht so einfach rückgängig zu machen. Möchte man sein Geld wieder zurück, so muss der Empfänger es zurücksenden. Aus diesem Grund scheint das Bitcoin-System nur geeignet für Personen, die sich vertrauen und kennen. Ebenfalls bedenken sollte man, dass alle Überweisungen öffentlich sind: Sie werden in einer Datenbank gespeichert, die jeder einsehen kann.

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