Kratzer Auto© mikemobil2014 / Fotolia.com
Bagatellschaden

Ein kleiner Kratzer oder eine Delle am Auto, durch Dritte verursacht, wird oft als Bagatellschaden bezeichnet. Doch genau auf diesem Gebiet sind sich viele unsicher: Was genau ist ein Bagatellschaden und wie ist mit diesen Schäden umzugehen?

Der Umgang mit einem Bagatellschaden

Unter einem Bagatellschaden versteht man grundsätzlich einen geringen Schaden ohne Verletzte, dessen Kosten bei der Beseitigung unter 750 Euro liegen. Dieser Betrag wird jedoch immer wieder lebhaft diskutiert.

Geschieht ein Unfall mit einem solchen Schaden, muss die Polizei nicht hinzugezogen werden. Gut dokumentieren sollte man den Unfallhergang und den Schaden jedoch trotzdem - beispielsweise mit der Handykamera. Auch der Austausch von Personalien und Daten der Haftpflichtversicherungen zwischen den Unfallgegnern ist ratsam.

Die Beseitigung des Bagatellschadens

Ist ein Missgeschick geschehen und ein Bagatellschaden entstanden, so ist dieser bei der Versicherung zu melden. Ist man unschuldig, wird der Schaden grundsätzlich von der Versicherung des Gegners übernommen. Ist man schuldig und ist auch ein Schaden am eigenen Wagen entstanden, zahlt man selbst. Ein Gutachten über den Schaden ist meist nicht nötig, sondern ein Kostenvoranschlag der Werkstatt genügt.

Bagatellschaden oder nicht?

Ist man sich nicht sicher, ob der Schaden die Preisklasse eines Bagatellschadens übersteigt, sollte man besser doch den Weg in die Werkstatt auf sich nehmen oder noch besser einen Sachverständigen um ein Kurzgutachten bitten. Besonders bei Autos der gehobenen Klasse kann eine kleine Delle schnell zur großen Katastrophe werden. Grundsätzlich wird bei einem Bagatellschaden ein vollständiges Sachverständigen-Gutachten durch die Versicherung des Unfallgegners nicht übernommen, ein Kurzgutachten dagegen meist schon.

Wenn der Geschädigte nicht zu finden ist

Hat man selber den Schaden verursacht und ist der Eigentümer des Wagens nicht in Sicht, so ist man verpflichtet, eine gewisse Zeit (rund 30 bis 60 Minuten) auf diesen zu warten. Nur ein Zettel mit den Kontaktdaten unter dem Scheibenwischer genügt nicht! Taucht der Eigentümer nicht auf, so muss man den Schaden selbst bei der Polizei melden, ansonsten begeht man Fahrerflucht. Ein zusätzlicher Zettel am beschädigten Wagen ist dem Eigentümer gegenüber jedoch nur fair.

Tipps für Unfallverursacher mit Kaskoversicherung

Hat man den Schaden am eigenen Wagen selbst verursacht, muss man dafür aufkommen. Es sei denn, man hat eine Kaskoversicherung abgeschlossen. Hierbei sollte man jedoch Rücksprache mit dem zuständigen Versicherungsvertreter halten. Wird durch die Kaskoversicherung ein Schaden beglichen, steigen in der Regel auch die Beiträge. Daher kann es in manchen Fällen günstiger sein, wenn man einen Bagatellschaden selbst bezahlt und die Beiträge weiterhin niedrig bleiben.

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