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BAföG

Hinter dem BAföG verbirgt sich eine Ausbildungsförderung, die vor allen Dingen von Studierenden, aber auch von Auszubildenden und Schülern in Anspruch genommen wird. Warum und wozu es Bafög gibt, wer Anspruch darauf hat und was man sonst noch zu Bafög wissen sollte!

BAföG – Förderung für Studenten, Schüler und Azubis

"BAföG" ist im Sprachgebrauch Studierender und Auszubildender ein selbstverständlich genutzter Begriff. Eigentlich ist BAföG jedoch nur eine Abkürzung, die für das "Bundesausbildungsförderungsgesetz" steht. In diesem Gesetz ist festgelegt, dass jeder ein Recht auf freie Berufswahl und eine damit einhergehende Ausbildung hat. Da im Studium oder auch der Ausbildung das Geld häufig knapp ist, greift der Staat Schülern und Studenten mit Leistungen nach dem BAföG unter die Arme. Umgangssprachlich steht "BAföG" auch für die Förderung an sich.

Die Förderhöhe wird anhand verschiedener Faktoren wie Vermögen und Einkommen des Antragstellers sowie der Eltern errechnet. Die Maximalförderhöhe beträgt bis zu 670 Euro (ab August 2016 bis zu 735 Euro) und muss je nach Lage nicht, zur Hälfte oder vollständig zurückgezahlt werden.

Wer wird durch das BAföG gefördert?

Anspruch auf Förderung haben alle, die ein Studium oder eine betriebliche Ausbildung ohne Vergütung absolvieren. Zusätzlich muss die gewählte Ausbildung förderungsfähig sein und die persönlichen Verhältnisse beim Antragsteller passen: Beim BAföG-Antrag wird unter anderem das Vermögen und der Verdienst des Studenten oder Schülers und dessen Eltern abgefragt. Dieses wird mit der Maximalförderhöhe des BAföG verrechnet, sodass sich für jeden Antrag ganz individuelle Förderhöhen ergeben.

BAföG-Förderung beantragen

Wer eine Förderung nach BAföG beantragen möchte, muss sich auf Papierkram gefasst machen: Je nach persönlicher Lage müssen unterschiedliche Formblätter bezüglich persönlicher Daten, Lebenslauf, Einkommen und Vermögen ausgefüllt werden. Auch die Eltern oder Ehepartner müssen Angaben zu Vermögen und Verdienst machen, welches gegebenenfalls mit dem BAföG-Betrag verrechnet wird. Hier sollten unter allen Umständen wahrheitsgemäße Angaben gemacht werden, da Zuwiderhandlungen gerichtlich verfolgt werden können. Die benötigten Formblätter erhält man beim zuständigen Ausbildungsamt, sowohl online als auch in gedruckter Form. Wer Hilfe beim Ausfüllen benötigt, kann zudem häufig an Unis und Hochschulen angebotene Beratungstermine wahrnehmen.

BAföG-Förderung beantragt – wie geht es nun weiter?

Sind die Unterlagen abgesendet und vollständig, ist mit einem Bearbeitungszeitraum von mehreren Wochen zu rechnen. Bewilligt wird die Leistung ab dem Antragsmonat, sodass zu Beginn eventuelle Nachzahlungen seitens des Staates erfolgen. Ergeben sich während eines laufenden Bewilligungszeitraumes Änderungen bei getätigten Angaben wie etwa Einkommen oder Vermögen, ist dies unverzüglich beim BAföG-Amt mitzuteilen.

Wird eine Förderung im Rahmen des BAföGs bewilligt, erhält der Schüler oder Student monatlich einen Geldbetrag überwiesen, welcher helfen soll, die Ausbildung oder das Studium möglichst ohne Zeitverzögerung abzuschließen. Wer nicht mehr zu Hause bei seinen Eltern wohnt, hat grundsätzlich Anspruch auf einen etwas höheren Betrag.

Die Förderung gemäß BAföG wird grundsätzlich so lange gezahlt, wie die Ausbildung oder das Studium in der Regel dauern. Bewilligt wird die Förderung jedoch immer nur für ein Jahr. Um die Zahlungen weiter zu erhalten, muss möglichst zwei Monate im Voraus ein Folgeantrag gestellt werden.

Rückzahlung der BAföG-Leistungen

Schüler erhalten die BAföG-Förderung grundsätzlich als Vollzuschuss, Studenten bekommen die Hälfte des bewilligten Betrages als zinsloses Darlehen, die andere Hälfte als Zuschuss. Die Rückzahlung erfolgt in Raten und beginnt fünf Jahre nach dem Studium. Wer mit seinem Einkommen unter einer bestimmter Grenze liegt, kann von der Rückzahlung vorübergehend freigestellt werden.

Wer einen Bafög-Antrag stellt, jedoch laut Gesetz keinen Anspruch auf Förderung hat, oder wer beispielsweise die Förderungshöchstdauer überschritten hat, kann stattdessen ein zinsgünstiges Bankdarlehen bekommen. Nimmt man diese Option an, muss das Geld wieder vollständig plus Zinsen zurückgezahlt werden.

BAföG im Ausland

Plant man im Rahmen des Studiums oder der Schullaufbahn einen Auslandsaufenthalt, gibt es auch hier Fördermöglichkeiten. Das Auslands-BAföG wird wie die reguläre Förderung beantragt, nur dass die Förderungssummen für den Auslandsaufenthalt höher sind. Auch Schüler und Studenten, die zu Hause keine Förderung erhalten, können häufig trotzdem Auslands-BAföG beziehen. Der Antrag solle am besten sehr frühzeitig gestellt werden, da die Bearbeitungszeiträume hier lang sind. Zusatzleistungen beim Auslands-BAföG sind etwa ein Reisekostenzuschlag, ein Beitrag zu den Studiengebühren und einem monatliche Zuschlag, sofern man innerhalb der EU oder der Schweiz verreist.
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