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Auslandseinsatzentgelt

Wer im Nicht-Euro-Raum mit seiner Kreditkarte unterwegs ist, sollte mit einem Aufschlag auf die bezahlte Summe, dem Auslandseinsatzentgelt, rechnen. Was es mit diesem Entgelt auf sich hat, wie viel es einen kostet und wie es sich umgehen lässt.

Auslandseinsatzentgeld: Aufschlag für Zahlungen im Ausland

Ist man im Ausland unterwegs und zahlt mit seiner Kreditkarte oder EC-Karte in einer anderen Währung, erlaubt sich die Bank, ein Auslandseinsatzentgelt zu berechnen. Dieses wird wegen des erhöhten Aufwandes, also der Umrechnung der Währung, auf die Kaufsumme addiert.

Dementsprechend wird das Auslandseinsatzentgelt nicht überall im Ausland fällig: Dort, wo der Euro gebräuchlich ist, kommen keine Zusatzkosten auf einen zu. Je nach Geldinstitut beträgt das Auslandseinsatzentgelt 1 bis 2 Prozent der Einkaufsumme, der Schnitt liegt bei 1,75 Prozent.

Zahlen außerhalb der Euro-Zone

Wer außerhalb der Euro-Zone unterwegs ist, sollte mit einem Auslandseinsatzentgelt rechnen. Dieses wird transparent zusammen mit den Ausgaben der Kreditkarte aufgelistet. Auch wer in ausländischen Internet-Shops einkauft und mit Karte zahlt, muss diesen Aufschlag hinnehmen.

Manchmal stößt man im Ausland auch auf Angebote, die Landeswährung direkt in Euro umrechnen zu lassen, sodass man das Auslandseinsatzentgelt umgehen kann. Das hört sich zwar im ersten Moment gut an, allerdings profitiert der Händler davon ebenfalls: Der wählt in vielen Fällen gerne einen Kurs, an dem er gleich mitverdient. So haben Tests gezeigt, dass sich hinter dieser Variante oft höhere Kosten verbergen: Rund 10 Prozent mehr zahlte derjenige, welcher die Währung im Ausland umrechnen ließ.

Kreditkarten ohne Auslandseinsatzentgelt

Wer viel im Ausland unterwegs ist und hohe Ausgaben jenseits der Euro-Zone hat, der sollte sich idealerweise nach einer Kreditkarte umsehen, für die kein Auslandseinsatzentgelt berechnet wird. Diesbezüglich gibt es viele Angebote auf dem Markt. Bei der Kreditkartenwahl sollte man jedoch darauf achten, ob andere Kosten das fehlende Auslandseinsatzentgelt ausgleichen. So haben manche eine erhöhte Jahresgebühr, andere berechnen eine höhere Bargeldgebühr oder aber schlagen bei den Zinsen auf. Hier gilt es genau abzuwägen, was man benötigt und zu überlegen, wie die Kreditkarte am günstigsten ist.

Bargeld statt Kartenzahlung

Eine weitere Möglichkeit zur Umgehung von erhöhten Kosten kann es sein, das erforderliche Geld einfach im Ausland an einem Geldautomaten abzuheben. Das Angebot einiger Kreditkarten umfasst das kostenlose Abheben von Bargeld – auch im Ausland und auch in anderen Währungen. Bevor man von dieser Option Gebrauch macht, sollte man jedoch genau seinen Vertrag prüfen.

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Wann sind Kreditkartengebühren bei der Verwendung im Ausland zulässig? Wie teuer kann das Abheben am Geldautomaten werden? Und warum sollte man trotz Kreditkarte auch noch Bargeld bei sich haben?

Mehr Infos: Kreditkartengebühren im Ausland
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