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AAC

Die Abkürzung AAC steht für Advanced Audio Coding. AAC ermöglicht es wie MP3 auch, Audiodateien ohne hörbare Qualitätsverluste zu komprimieren, indem für das menschliche Gehör nicht wahrnehmbare Töne herausausgeschnitten werden.

AAC: Verbesserte Komprimierung von Audiodateien

Das Audio-Format Advanced Audio Coding - oder kurz AAC - bietet auch schon bei kleinen Bitraten eine sehr gute Klangqualität. Während man bei MP3 eine Bitrate von mindestens 192 kbit/s für für CD-Qualität braucht, erreicht man die selbe Qualität mit AAC schon ab einer Bitrate von mindestens 128 kbit/s. Dadurch sind AAC-Datein wesentlich kleiner als MP3 und werden beispielsweise oft beim Streaming von Internetradio oder Musik verwendet.

Bekannt wurde AAC insbesonders durch iTunes. Der von Apple entwickelte Musik-Player nutzt vorzugsweise dieses Format. Einer der Gründe dafür ist auch, dass in AAC ein Kopierschutz eingebaut werden kann, der eine unkontrollierte Weitergabe der Musikdateien verhindert.

Besser als MP3

Beim AAC-Format werden, wie bei MP3, für den Menschen nicht wahrnehmbare und damit überflüssige Töne herausgeschnitten. Dies betrifft sowohl nicht hörbare Frequenzbereiche als auch redundante Töne, die zum Beispiel durch Überlagerung entstehen. Eine niedrige Datenraten bedeutet daher nicht unbedingt eine Verschlechterung des Klangs. Ein entscheidender Vorteil gegenüber MP3: AAC-Dateien haben bei gleicher Qualität eine deutlich geringere Dateigröße als MP3-Dateien.

AAC bringt noch weitere Vorteile mit sich. So unterstützt AAC bis zu 48 Kanäle, MP3 dagegen nur sechs. Zudem ist bei AAC der Abtastbereich deutlich breiter. Er erstreckt sich von 8 bis 96 kHz. So erreicht AAC bereits ab 94 kbit/s eine gute Klangqualität. Bitraten ab 192 kbit/s beziehungsweise 224 kbit/s entsprechen nahezu einer verlustfreien CD-Qualität. AAC-Dateien verwenden übrigenszumeist die Dateiendung .mp4 und kommen unter anderem bei Apple iTunes, Quicktime, Mobiltelefonen, Autoradios sowie beim Nintendo und der Playstation zum Einsatz. Auch beim Internetradio wird AAC verwendet.

ACC und MP3 im Vergleich

AAC MP3
Format Audio Audio
Original Bezeichnung Advanced Audio Coding MPEG-1 Audio Layer 3
Entwicklet von MPEG Fraunhofer-Institut
Datei-Endungen .acc, .mp4, .m4a, .m4b, .m4p, .m4v, .m4r .mp3
Komprimierung verlustbehaftet verlustbehaftet
Verwendung iTunes, iPhone, iPad, iPod, PlayStation, Nintendo, Handys, MP3-Player (eingeschränkt), Audio- und Videostreams MP3-Player, Audio- und Videostreams
Besonderheiten AAC bietet bei gleicher Bitrate eine bessere Qualität sowie eine kleinerer Dateigröße als MP3. MP3 ist DAS Standard-Audioformat. Es bietet im Vergleich zu AAC eine gringere Qualität bei gleicher Bitrate.

AAC komprimieren

Möchte man eine Datei nach AAC komprimieren, kann man dafür verschiedene Software-Programme - sogenannte Encoder - nutzen. Auf dem Markt ist sowohl kostenlose als auch kostenpflichtige Software zu erhalten, wobei es nur wenige Programme gibt, die ein wirklich gutes Ergebnis liefern. Beispiele sind Nero oder Liquifier.

Wo kommt AAC her?

AAC ist am Fraunhofer Institut entwickelt worden, wobei weitere Unternehmen wie Sony und Nokia ebenfalls beteiligt waren. Ziel war es, ein standardisiertes Audio-Format zu entwicklen, das ein sehr gute Klangqualität bei möglichst geringer Größe bietet. AAC ist eine Weiterentwicklung des MPEG-2-Standards. Später entwickelte man weitere AAC-Profile unter MPEG4. Wer AAC gewerblich verwenden möchte muss eine Lizenz zahlen, weswegen auch die meisten Encoder kostenpflichtig sind.

AAC kommt mit verschiedenen Profilen

AAC besitzt verschiedene Profile, die man zur Komprimierung wählen kann. Meistens wird das LC-Profil genutzt, welches für mittlere bis hohe Datenraten geeignet ist. Weitere Profile sind das HE-Profil, SSR-Profil und LD-Profil. Aufgrund der unterschiedlichen Profile kann es in einigen Playern gegebenenfalls dazu kommen, das Daten wie Künstler oder Titel nicht korrekt angezeigt werden können, da das vorhandene Profil nicht korrekt unterstützt wird.

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