3D-Drucker© oporkka / Fotolia.com
3D-Drucker

Gehört hat wohl schon jeder einmal von 3D-Druckern. Was sich genau dahinter verbirgt, wie sie arbeiten und was mit ihnen alles möglich ist, weiß jedoch so gut wie keiner. Wir schauen uns die immer beliebter werdende Technik ein wenig genauer an.

Dreidimensionale Modelle aus dem 3D-Drucker

Spricht man von einem 3D-Drucker, meint man eine Maschine, die aus einem schmelzbaren Stoff ein dreidimensionales Objekt erschaffen kann. Schicht für Schicht wird das gewünschte Objekt modelliert und nimmt nach und nach Form an. Das Schöne daran: Es wird kaum Material verschwendet, da nirgends etwas abgetragen oder herausgefräst werden muss. Nur das, was wirklich für das gewünschte Objekt benötigt wird, kommt zum Einsatz. Das Objekt wurde zuvor am PC in einem speziellen 3D-Programm erschaffen. Mittlerweile hat man schon zahlreiche Objekte "gedruckt": Von Tassen über Spielzeug und Häuser bis hin zu Waffen.

Zahlreiche 3D-Drucker auf dem Markt

Die Maschine erinnert dabei weniger an einen Drucker, sondern kann, ja nach Modell, ganz unterschiedlich aussehen. Manche sind einfach nur eine große Kiste, andere ähneln einer Standbohrmaschine. Denn 3D-Drucker ist nicht gleich 3D-Drucker. Verschiedene Modelle sind für verschiedene Vorhaben auf dem Markt und arbeiten mit anderen Techniken und Materialien.

So entsteht ein 3D-Modell

Die Grundlage für den 3D-Druck wird am PC gelegt: Mit speziellen 3D-Programmen modelliert man das gewünschte Objekt und legt dessen Eigenschaften fest. Bekommt der 3D-Drucker anschließend den Druckauftrag, beginnt dieser das gewünschte Objekt Schicht für Schicht aufzubauen. Wie bei einer Heißklebepistole wird der Grundstoff durch einen heißen Druckkopf verflüssigt, sodass der Werkstoff schließlich flüssig in einem feinen Strahl punktgenau gespritzt werden kann. Schicht für Schicht spritzt der 3D-Drucker so den Kunststoff in die gewünschte Form. Müssen überhängende Teile vorrübergehend abgestützt werden, errichtet der Drucker einfach eine Gitterstruktur.

3D-Drucker mit einer anderen Technik wären beispielsweise die Pulverdrucker. Das Pulver wird per Laser in Form gebracht, das Pulver geschmolzen und "angelasert". Wiederum eine andere 3D-Technik ist die Arbeit mit Kunstharzen: Hier entsteht das Objekt aus flüssigem Kunstharz, welcher punktuell durch UV-Licht gehärtet wird.

Wofür setzt man 3D-Drucker ein?

3D-Drucker kommen immer häufiger zum Einsatz. Man verwendet sie gerne in der Industrie, um Prototypen schnell und unkompliziert anfertigen zu können, oder aber auch in der serienmäßigen Fertigung zahlreicher Konsumartikel. Auch Hobbybastler oder Künstler schätzen 3D-Drucker, auch wenn sie zurzeit noch sehr kostspielig sind. So entstehen alle denkbaren Objekte per 3D-Druck, von Statuen über Häuser bis hin zu medizinischen Objekten wie den dritten Zähnen oder sogar Raumfahrttechnik. Mithilfe der 3D-Drucker kann man zahlreiche filigrane Vorhaben umsetzen, die in der Vergangenheit unmöglich schienen - und sei deren Architektur noch so störrisch.

Das eigene 3D-Modell

Viele Hobbybastler oder auch Künstler wird es nun sicherlich in den Fingern jucken, die 3D-Technik selber auszuprobieren. 3D-Programme erhält man schnell und günstig im Internet. Problematisch dabei ist nur der letzte Schritt: 3D-Drucker kosten aktuell noch relativ viel. Glücklicherweise gibt es die Möglichkeit, sein eigenes 3D-Objekt in sogenannten "FarbLabs" drucken zu lassen. So kommt das erstellte Objekt in gedruckter Form einfach nach Hause.

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