Vorstoß
Regulierer will Tarifansage im Call-by-Call zur Pflicht machen
Wenn es nach dem Regulierer geht, soll im Call-by-Call künftig eine Tarifansage zur Pflicht werden. Die Behörde hat jetzt eine entsprechende offizielle Empfehlung an die Politik rausgeschickt.
Bonn (red) - Auf Nachfrage der Redaktion hat ein Sprecher der Bundesnetzagentur bestätigt, dass man von Seiten der Behörde den politischen Entscheidungsträgern offiziell empfohlen habe, eine Tarifansage im Call-by-Call zur Verpflichtung zu machen. Ein entsprechender Vorschlag sei vor kurzem im Wirtschaftsminsterium eingereicht worden.
Wie der Sprecher weiter mitteilte, sei die aktuelle Lage auf dem Call-by-Call-Markt seit Herbst vergangenen Jahres ausschlaggebend dafür gewesen. In den vergangenen Monaten waren in einigen Fällen sehr extreme Preisänderungen zu beobachten gewesen - so hatte es bei 01056 Tariferhöhungen von teilweise mehreren Tausend Prozent gegeben. Gegen 01056 ermittelt die Netzagentur zudem wegen eines möglichen Verstoßes gegen des Gesetz gegen unlauteren Wettbewerb.
Hintergrund: Eine Tarifansage ist im Call-by-Call bislang nicht verpflichtend; entsprechende Vorstöße von Verbraucherschützern waren in der Vergangenheit stets vom Gesetzgeber kassiert worden. Preisansagen sind nur bei bestimmten Rufnummern wie etwa Premium-Diensten über 0900er-Nummern Pflicht.

