Altersvorsorge

Zusatzrente – das Wichtigste ist der Faktor Zeit

Angesichts der Tatsache, dass unsere Renten in der Zukunft wohl nicht mehr sicher sein werden, haben viele den Wunsch, für das Alter vorzusorgen und Geld als zusätzliches Polster für den Ruhestand anzusparen. Hierbei sollte man ein paar grundsätzliche Dinge beachten, um die Sicherheit der Vorsorge nicht zu gefährden.

Altersvorsorge© jörn buchheim / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) – Was viele beispielsweise vergessen: Der größte Helfer bei der Vorsorge ist vor allem der Faktor Zeit. Denn egal wie viel Förderung man für eine Riester Rente erhält und wie hoch Zinsen oder Erträge an der Börse sind, jeder Monat, in dem man nicht tätig wird, schmälert die zu erwartende Rente um mehrere Euro. Je früher man also mit dem Sparen anfängt, umso höher ist später einmal die Zusatzrente, die man bekommt.

In diesem Zusammenhang sollte man auch schon früh die Vorsorgelücke ermitteln, sprich die Differenz zwischen dem letzten Arbeitsgehalt und der später fälligen Rente. Nur wenn man genau weiß, welchen Betrag diese Lücke ausmachen wird, kann man schon im Vorhinein die richtigen Sparmaßnahmen treffen.

Zusatzrente: Zeit und Inflation sorgen für Einbußen

Neben dem Faktor Zeit spielt natürlich auch die Inflation eine wichtige Rolle. Bei der derzeitigen Entwicklung wäre es eben durchaus denkbar, dass die Geldentwertung die zu erwartenden Renten deutlich schmälert. Als Verbraucher kann man leider wenig gegen die Inflation selbst tun. Allerdings kann man sie in seine Sparpläne mit einbeziehen. Wer beispielsweise im Alter 800 Euro Zusatzrente zur Verfügung haben will und noch 20 Jahre sparen kann, der sollte nicht auf 800 Euro Rente sparen, sondern auf 1.300 Euro - denn so viel Geld braucht man 2031, um nach heutigen Verhältnissen 800 Euro ausgeben zu können.

Zusatzrente nicht durch dubiose Anlagen gefährden

Wer Geld zum Aufstocken seiner Rente anlegen möchte, sollte sich auch nicht ausschließlich vom Vorsatz, Steuern sparen zu wollen, leiten lassen. Viel mehr sollte das Investment an sich überzeugen und nicht die möglichen Steuervorteile. Denn einige Modelle lohnen sich zwar hinsichtlich der Ersparnisse gegenüber dem Finanzamt, machen durch geringe Rendite aber eher Verlust. Sparer sollten zudem die Kosten für die Altersvorsorge im Auge behalten. Einige Banken haben eine Art Geschäftsmodell entwickelt: Sparer werden zum Umschichten ihrer verschiedenen Geldanlagen überredet. Dafür werden natürlich Gebühren fällig und auch die können eine vernünftige Rendite zunichte machen.

Kosten für die Zusatzrente so gering wie möglich halten

Generell sollte man sich darum bemühen, die Kosten für die Zusatzrente so gering wie möglich zu halten. So kann man beispielsweise seine Fonds direkt an der Börse oder mit einem Rabatt auf den Ausgabeaufschlag kaufen. Achten sollte man auch darauf, dass Depots und Konten möglichst gebührenfrei sind. Wer einen Berater zu Hilfe nimmt, sollte sich im Vorfeld vergewissern, dass dieser seine Abrechnung fair und vor allem transparent gestaltet.

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