Notfallmaßnahmen

Energiesparlampe zerbrochen - Was jetzt zu tun ist

Seit geraumer Zeit sind Glühlampen in Deutschland auf dem Rückzug und werden durch Energiesparlampen ersetzt. Zerbricht eine solche, sollte man ein wenig Hintergrundwissen haben, um kein Gesundheitsrisiko einzugehen. Wie man mit einem Schaden umgeht, erklären wir!

LED Lampe© Spectral-Design / Fotolia.com

Über das Quecksilber in der Energiesparlampe

Die neuen und deutlich energieeffizienteren Energiesparlampen haben mittlerweile in vielen Haushalten Einzug gehalten. Doch sie haben auch viele Kritiker, die sich vor allem Sorgen um die Gesundheit machen. In Energiesparlampen ist nämlich Quecksilber enthalten, das bei Zerbrechen der Lampe austreten kann.

Ist die Energiesparlampe ausgeschaltet, liegt das Quecksilber in fester Form, meist gebunden, am Glas vor. Ist die Lampe eingeschaltet, so ist ein großer Teil des Quecksilbers gasförmig.

Wie viel Quecksilber ist in der Lampe?

Wie viel Quecksilber in jeder einzelnen Energiesparlampe sein darf, ist genau festgeschrieben. So dürfen es in einer Lampe mit einer Leistung unter 30 Watt nicht mehr als 3,5 Milligramm sein, wobei gute Energiesparlampen mit weniger auskommen (zwei Milligramm oder weniger). Diese Mengen sollen grundsätzlich nicht bedenklich sein, trotzdem ist der Kontakt mit Quecksilber natürlich grundsätzlich zu vermeiden. Laut dem Katalyse-Institut für angewandte Umweltforschung müsste man täglich rund ein Milligramm Quecksilber einatmen, um eine chronische Vergiftung zu bekommen - für eine akute Vergiftung entsprechend deutlich mehr.

Zerbrochene Energiesparlampe – und nun?

Ist eine Energiesparlampe zerbrochen, sollte man sich an gewisse Vorsichtsmaßnahmen halten, um so wenig wie möglich in Kontakt mit dem enthaltenen Quecksilber zu kommen. Die Erstmaßnahme besteht darin, den Raum über mindestens eine Viertelstunde zu lüften und ihn zu verlassen. In der Zwischenzeit kann man nach einem luftdichten Gefäß für die zerbrochene Lampe, Gummihandschuhen und einem feuchten Tuch suchen. Alle drei Gegenstände sollte man hinterher entsorgen. Vom Staubsauger oder Besen sollte man lieber die Finger lassen – diese verteilen das Quecksilber nur weiter im Raum.

So beseitigt man die zerbrochene Energiesparlampe

Nach dem Lüften sollte man damit beginnen, die groben Glasscherben mit Handschuhen in das Gefäß zu sammeln. Als Hilfe kann man einen Karton oder Papier nehmen: Mit diesem lassen sich auch feinere Glassplitter zusammenkratzen und aufnehmen. Anschließend noch mit einem feuchten Tuch die betroffene Stelle wischen und die Gefahrenquelle sollte beseitigt sein.

Was, wenn die Lampe auf dem Teppich zerbrochen ist?

Wenn Glassplitter auf eine Oberfläche gekommen sind, die sich nicht so leicht reinigen lässt, sollte man trotzdem auch hier auf den Staubsauger verzichten. Grobe Splitter sammelt man ab, feinere kann man mithilfe eines Klebebandes aufnehmen. Wenn man sichergehen möchte, kann man aus der Apotheke noch etwas Schwefelpulver holen und über die betroffene Stelle streuen: Dieses verbindet sich mit dem Quecksilber, sodass es vom Körper nicht mehr aufgenommen werden kann.

Die Entsorgung der Energiesparlampe

Alles ist eingesammelt und sicher in dem luftdicht verschließbaren Gefäß gesammelt. Dieses sollte, genauso wenig wie noch intakte Lampen, nicht im Hausmüll landen! Denn Hausmüll wird verbrannt und so würde das Quecksilber doch wieder an die Luft gelangen – genau das, was Sie verhindern wollten! Die zerbrochene Energiesparlampe gehört auf eine zuständige Sammelstelle, wo die Lampe als Sondermüll fachgerecht entsorgt wird.

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