Highspeed

Wo man das schnelle ADSL2+ bekommt und was es leistet

ADSL2+, das neue, schnelle DSL, ist in immer mehr Regionen zu haben. Die Anbieter wollen so schnell wie möglich ihre gesamten Ausbaugebiete mit der Technologie erschließen. Was ADSL2+ vom herkömmlichen DSL unterscheidet und wo man es bekommt, lesen Sie hier!

Router anschließen© Pavel Morozov / Fotolia.com

Der Branchenprimus Deutsche Telekom setzt auf die VDSL-Technik, mit der theoretisch Bandbreiten von 50 Mbit/s drin sind, doch das ist nicht die einzige Technologie, mit der Multimedia-Anwendungen und Triple Play, also das Zusammenspiel von Fernsehen, Telefon und Internet, möglich sind. ADSL2+ heißt das Zauberwort, auf das viele der alternativen Provider setzen. Damit werden immerhin Bandbreiten von bis zu 20 Mbit/s erreicht, theoretisch wären sogar 24 Mbit/s drin. ADSL2+ ist nicht nur schneller als das nach wie vor gängige ADSL, sondern kann auch mit einer Reichweitensteigerung punkten. Die Vorgängertechnologie ADSL2 vergrößerte das mit DSL versorgbare Gebiet rund um die Vermittlungsstelle um mehrere Quadratkilometer, und ADSL2+ legt noch mal eine kleine Schippe drauf.

Wie bei allen neuen Techniken sind auch bei ADSL2+ zuerst die Ballungszentren dran, Bürger in eher ländlichen Regionen werden teilweise noch etwas auf das schnelle DSL warten müssen. Doch die Anbieter wollen schnell vorankommen, zumal die Telekom ja gerade ihr VDSL-Netz ausbaut. Die meisten Provider streben einen bundesweiten - wenn auch nicht immer flächendeckenden - Ausbau mit ADSL2+ an. Wir fassen für Sie zusammen, wo ADSL2+ derzeit zu haben ist - beachten sollte man jedoch, dass die Freischaltung nach Angaben der Anbieter rund vier Wochen dauern kann.

Arcor

Über den Frankfurter Provider kann man das 16-Mbit/s-DSL-Angebotin allen rund 360 Städten bekommen, in denen Arcor sein eigenes Netz hat. Die Kosten für den schnellen Anschluss belaufen sich monatlich auf 35 Euro. Bestellbar ist der neue Anschluss wahlweise zusammen mit einer DSL-Flat für 4,95 Euro im Monat oder im Rahmen eines All-Inclusive-Pakets. Derzeit gibt es ein Paket für knapp 60 Euro, das neben DSL- und Telefonanschlüssen sowie der DSL-Flat auch eine Telefonflat für Deutschland und einige Auslandsziele beinhaltet.

1&1

Auch bei Deutschlands zweitgrößtem DSL-Provider 1&1 ist in rund 30 Städten ein Netzanschluss auf Basis von ADSL2+ verfügbar; weitere Ortsnetze sollen sukzessive bis zum flächendeckenden Ausbau folgen. Das 1&1-Highspeed-DSL kann auf der 1&1-Homepage zum Preis von monatlich 29,99 Euro bestellt werden.

Die Preise für den Internet-Zugang bleiben mit 4,99 Euro für die 1&1 City-Flat und 9,99 Euro für die 1&1 Deutschland-Flat ebenso unverändert wie die Phone-Flat für 9,99 Euro. Wer 1&1 ADSL2+ bestellt, erhält auch die passende neue DSL-Hardware.

AOL

Die im vergangenen Dezember aufgelegten AOL-Flatpacks mit bis zu 16 Mbit/s sind jetzt in 34 Städten bestellbar, der Ausbau soll zügig weiterlaufen. Für ein Flatpack bestehend aus DSL-Flatrate, Modem bzw. WLAN-Router und integrierter AOL-Phone-Box zahlt man 39,97 Euro im Monat. Eine Einrichtungsgebühr fällt derzeit nicht an, später sollen voraussichtlich 49,99 Euro fällig werden. Im ersten Monat zahlt man außerdem keine Grundgebühren für die Flatrate.

Alice

Die 16 MBit-Leitung von Alice ist derzeit in rund 40 deutschen Städten zu bekommen. Das Alice-Produkt inklusive der ADSL2+-Option "Deluxe" kostet im Monat 49,90 Euro Grundgebühr; hinzu kommt eine einmalige Einrichtungsgebühr von 99,90 Euro. Damit zahlt der Kunde für den 16 MBit-Tarif inklusive Telefonanschluss monatlich genauso viel wie für das 6 MBit-Produkt "Alice Super 6000 flat". Mit der Option "TopSpeed-Office" erhalten auch Geschäftskunden die ADSL2+-Technologie zu einem einmaligen Einrichtungspreis von 99,90 Euro.

debitel

Der Stuttgarter Provider stellt ADSL2+ zusammen mit dem Kölner DSL-Provider QSC zur Verfügung. Bei debitel kann man inzwischen den 16.000er-DSL-Anschluss, der über die ADSL2+-Technologie bereitgestellt wird, fast im gesamten T-DSL-Ausbaugebiet bekommen. Bislang war der Anschluss nach offiziellen Angaben von debitel nur in 21 größeren Städten zu haben. Für den Highspeed-Anschluss fallen 29,90 Euro monatliche Grundkosten an.

Strato

Seit Juni kann man auch beim Berliner Provider Strato das Power-DSL mit 16.000 Kbit/s bekommen. Diese Highspeed-Anschlüsse gibt es nur in einigen Ballungszentren, genauere Auskünfte erteilt Strato nicht. Bei jeder eingehenden Bestellung werde individuell geprüft, ob 16 Mbit/s verfügbar sind. Obendrauf bekommt jeder Neukunde des 16-Mbit-Anschlusses eine kostenlose DSL-Flatrate und ein umfangreiches Webhosting-Paket. Kostenlose Hardware ist in Form einer Fritz!Box Fon WLAN 7170 ebenfalls dabei. Der Monatspreis beträgt 29,85 Euro, die Flatrate ist, wie gesagt, bereits inklusive. Damit ist Strato deutlich billiger als die Konkurrenz.

Versatel

Der Provider Versatel hat nun auch deutlich mehr Regionen am Highspeed-Haken. Die mit ADSL2+ erschlossenen Regionen sind Berlin sowie weite Teile Baden-Württembergs, Nordrhein-Westfalens und Schleswig-Holsteins. Der ADSL2+-Ausbau im übrigen Versatel-Verbreitungsgebiet (das ehemalige Tropolys-Gebiet) soll noch in diesem Jahr abgeschlossen werden. Derzeit bekommt man den 20-Mbit/s-Anschluss zum Preis des 6-Mbit-Anschlusses. Inklusive sind der DSL-Zugang, eine echte DSL-Flatrate, der ISDN-Anschluss sowie die Bereitstellung.

NetCologne

Auch NetCologne-Kunden können dank ADSL2+-Technologie mit Bandbreiten von bis zu 12 oder 18 Mbit/s im Download und bis zu 736 kbit/s bzw. 864 kbit/s im Upload online gehen. Privatkunden können die neuen NetDSL-Bandbreiten beispielsweise als Doppel-Flat-Paket 12 M (zum Preis von 64,70 Euro) oder 18 M (zum Preis von 69,70 Euro) bestellen, und dabei gegenüber der Einzelbestellung die Kosten für die Internet-Flatrate sparen. Bestellbar sind die neuen Bandbreiten im gesamten Ausbaugebiet von NetCologne.

Host Europe

Der Kölner Provider Host Europe hat die Vermarktung schneller ADSL2+-Breitbandzugänge mit Übertragungsraten von bis zu 20.000 Kbit/s in rund 25 Großstädten gestartet. Hierzu hat das Unternehmen einen langfristigen Kooperationsvertrag mit der spanischen Telefonica geschlossen. Bis zum Ende des Jahres will Host Europe 40 Prozent der deutschen Bevölkerung am ADSL2+-Haken haben.

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