Verschlüsselung

Tipps rund um die WLAN-Sicherheit

Ganz klar: WLAN ist einfach und bequem, man kann mit jedem Laptop, Smartphone oder Internetradio ins Internet gehen – und zwar kabellos. Ein (unzureichend) verschlüsseltes WLAN-Netzwerk öffnet Kriminellen Tür und Tor in Sachen Missbrauch.

Hotspot© lassedesignen / Fotolia.com

Unsichere WLAN-Netzwerke sind Trittbretter für Kriminelle

Jede Person, die sich in der Reichweite eines ungesicherten WLAN-Netzwerkes befindet, kann dies theoretisch für betrügerische Zwecke missbrauchen. Man kann sich ins WLAN einloggen und beispielsweise urheberrechtlich geschütztes Material (Musik, Filme u.a.) downloaden oder auch strafrechtlich relevante Inhalte, wie Klaus Rodewig, IT-Sicherheitsexperte von TÜV Rheinland, erklärt. Und der unbekannte Fremdsurfer kann den WLAN-Eigentümer damit richtig in die Bredouille bringen – es drohen dann nämlich Strafanzeige, Hausdurchsuchung und PC-Beschlagnahmung.

Mehr Sicherheit durch Änderung des WLAN-Router-Passworts

WLAN-Nutzer können diesem Sicherheitsrisiko aber vorbeugen. Bei Einrichten des drahtlosen Netzwerks sollte man beispielsweise das Router-Passwort ändern – das steht nicht selten auf der von Werk aus eingestellten Nummer “0000". Eindringliche haben es dann leicht, sich zum WLAN Zutritt zu verschaffen und als Trittbrettfahrer mitzusurfen.

Auch SSID-Kennung mit Bedacht wählen

Darüber hinaus muss ein Nutzer auch die so genannte SSID-Kennung (Service Set Identifier) vergeben. Hier sollte man keine bekannten oder kurzen Namen wie “WLAN” oder “Zuhause” nutzen, denn derlei einfache Namen sind schnell geknackt, weil – je nach Verschlüsselungsart des Wireless LANs – die SSID ein Baustein der Verschlüsselung an sich ist. Geeigneter sind Zufallskombinationen aus Zahlen und Buchstaben. Auch auf Kinder- und Familiennamen sollte man verzichten – wenn Sie mal wissen wollen, wie die Kinder Ihrer Nachbarn heißen, schauen Sie einfach mal nach den verfügbaren WLAN-Netzen. Sie werden überrascht sein… ;-)

WPA2 ist die sicherste WLAN-Verschlüsselung

Die sicherste WLAN-Verschlüsselung für Netzwerke ist derzeit die WPA2-Verschlüsselung. Allerdings gibt es hier eine kleine Schwachstelle, auf die man achten sollte: Der so genannte Preshared key (PSK), ein einmalig zu vergebendes Passwort, muss sicher sein – denn nur wenn der im Router eingegebene PSK sicher ist, ist auch die WPA2-Verschlüsselung an sich sicher. Wie bei jedem anderen Passwort gilt auch hier: Je mehr Zahlen, Buchstaben und Sonderzeichen man zu einem möglichst langen Passwort kombiniert, desto besser. Übrigens: Wenn Sie Probleme mit der Verwaltung sicherer Passwörter haben, empfehlen wir Ihnen einen so genannten Passwort-Manager. Das sind Programme, die Ihre Passwörter sicher verwalten und Ihnen zudem sichere Passwörter auf Knopfdruck generieren – eine super Sache!

Nicht Zuhause? WLAN abschalten ist am sichersten!

Last but not least gibt es in Sachen WLAN-Sicherheit einen letzten Tipp: Wenn Sie nicht Zuhause sind, schalten Sie Ihr WLAN einfach ab – oder ziehen Sie kurzerhand den Stecker Ihres WLAN-Routers. Mag auf den ersten Blick etwas rückständig klingen, ist aber eigentlich eine praktische und schnell umzusetzende Lösung – und da Sie eh nicht Zuhause sind, tut es auch nicht weh. Abends ist das WLAN-Netzwerk schnell wieder hochgefahren und Sie können weiter im Internet surfen.

Mehr zum Thema
  • Internetanschluss

    Router

    Wer mit mehreren Endgeräten über einen DSL-Anschluss ins Internet gehen möchte, der benötigt mehr als ein einfaches Modem. Hier kommt ein DSL-Router ins Spiel, mit dem man sich ein eigenes Heim-Netzwerk aufbaut.

    weiter
Top