Hotspots

Wireless LAN: Überall einloggen und drahtlos surfen

Wer sich nicht auf UMTS verlassen will und in seiner multi-mobilen Arbeitswelt auch unterwegs ständig Daten übertragen und versenden muss, kommt schnell auf die Funktechnik Wireless LAN. Das drahtlose Funknetz wird kurz WLAN genannt.

Hotspot© lassedesignen / Fotolia.com

Unter diesen Oberbegriff fallen alle auf dem Markt befindlichen drahtlosen Datennetze. Interessant ist die WLAN-Technik in erster Linie im professionellen Anwendungsbereich. Durch die drahtlose Vernetzung von Geräten, die bislang an das kabelgestützte LAN gebunden waren, kann man sich quasi überall einloggen – sofern ein so genannter Hotspot oder Public Spot in der Nähe ist. In ganz Deutschland gibt es inzwischen solche Hotspots, über die sich Nutzer mit tragbaren Computern und PDAs ins Internet einloggen können. Diese Spots finden sich insbesondere auf öffentlichen Plätzen wie Bahnhöfen, Flughäfen oder Hotels.

Während das mobile Internet zumeist noch mit hohen Gebühren, recht langsamen Übertragungsraten und kleinen Displays verbunden ist, ist Wireless LAN einen Schritt weiter: In lokal begrenzten Bereichen können User mit Hochgeschwindigkeit im Internet surfen und müssen oftmals nicht einmal dafür bezahlen. Als sinnvolle Einsatzgebiete für Wireless LAN ergeben sich beispielsweise die temporäre Vernetzung – so etwa auf Messen -, die Umgehung baulicher Hindernisse oder die einfache Integration von Notebooks ins Intranet. Voraussetzung zum Einloggen ist eine Wireless-LAN-Karte im Laptop oder PDA und ein Hotspot in der Nähe. Die Zahl dieser Hotspots steigt stetig.

WLAN-Netze bieten mit bis zu 11 Mbit/s weitaus höhere Datenübertragungsgeschwindigkeiten als die heutigen Mobilfunknetze. Sie haben jedoch im Gegensatz zur üblicherweise flächendeckenden Versorgung eines GSM-, GPRS- oder UMTS-Netzes nur einen begrenzten Funkradius von rund fünfzig Metern um den Sender herum. Um dieser Problematik zu entgehen, werden zunehmend Techniken entwickelt, die mehrere Netze miteinander verknüpfen. So hat beispielsweise Ericsson eine neue Kombitechnik aus GPRS, UMTS und Wireless LAN vorgestellt, die Netzbetreibern und Kunden die Vorteile beider drahtloser Zugangsverfahren bieten soll. Das Netz schaltet einfach um, ohne dass der Kunde es merkt: ein unterbrechungsfreies "Roaming" wird möglich.

Wireless LAN ist ein vollkommen protokolltransparentes System; drahtlose Netzwerkkarten lassen sich ohne Probleme in jedes System einbinden. Auf bestimmte Protokolle ist man nicht angewiesen, wenn sich auch manche Anwendungen aufgrund der höheren Bitfehlerrate sowie einer verzögerten Übertragung von Daten als anfällig erweisen. Es liegt in der Natur des Systems, dass eine kabellose Datenübertragung länger braucht als eine kabelgestützte. Somit machen Anwendungen, die nur ein kurzes Delay benötigen, in Wireless LANs wenig Sinn.

Schon mit zwei drahtlosen Netzwerkkarten kann man ein einfaches WLAN aufbauen. Ist die Reichweite einer Zelle zu gering, lässt sie sich mit einem Access Point erweitern. Dieser bildet dann den Übergang zum kabelgebundenen Netzwerk. Der Access Point stellt innerhalb einer Funkzelle den Zugriff auf das drahtgebundene Netzwerk und umgekehrt her. Mit Wireless LAN kann man gebühren- und genehmigungsfrei Bereiche verbinden, die mit herkömmlicher Verkabelung nicht erreicht werden könnten. Die maximale Reichweite im Freien liegt bei guten Bedingungen bei etwa 300 Metern. Reicht das nicht aus, so kann man mit zwei gerichteten Antennen einige Kilometer überbrücken.

Die Mobilität im drahtlosen Netzwerk bringt allerdings auch Risiken mit sich. Um zu verhindern, dass sich Eindringlinge ins Netzwerk schleichen und auf fremde Kosten telefonieren, sollte man seine Hardware gut absichern. Manche Hardware ist schon entsprechend vorkonfiguriert (etwa von AVM), andere ist es nicht.

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