Mobiles Internet

Wie viel Datenvolumen braucht man fürs Handy?

Internetflatrates fürs Handy werden in der Regel danach unterschieden, wie viel Datenvolumen man verbrauchen kann, bevor der Internetzugang gedrosselt und schneckenlangsam wird. Wir haben Tipps für die, die nicht wissen, welches Inklusivvolumen sie brauchen.

HandytarifBeim Surfen mit dem Handy wird man irgendwann ausgebremst - gut zu wissen, wie viel Datenvolumen mit Highspeed man benötigt.© Doris Bredow / Fotolia.com

Linden (red) – Internettarife fürs Smartphone beinhalten so gut wie immer ein bestimmtes Datenvolumen. Je mehr, desto teurer ist in der Regel der Tarif. Ist das vereinbarte Volumen erreicht, reduziert der Anbieter die Surfgeschwindigkeit. Dann sind mit etwas Geduld noch einfache Suchanfragen möglich, der begeisterte Online-Gamer oder Videoschauer kann seine Lieblingsdienste aber kaum noch nutzen.

Was wird angeboten?

Internettarife fürs Handy gibt es bei nahezu jedem Mobilfunkanbieter. Gängige Tarife für Einsteiger beinhalten 200, 300 oder 500 Megabyte (MB) und sind bereits für unter zehn Euro zu haben. Vereinzelt gibt es auch Wenigsurfer-Tarife mit noch weniger Daten. Vielsurfer können beispielsweise ein, drei oder sogar fünf Gigabyte (GB) buchen. Dabei gilt: Bei den Netzbetreibern bekommt man mit mehr Volumen oft auch mehr Geschwindigkeit, während bei den Discountern meist ein einheitlicher Speed geboten wird.

Wer gar keinen Internettarif abschließt, zahlt pro Megabyte – innerhalb Deutschlands sind es oft 24 oder 49 Cent. Diese Art der Abrechnung ist nur für absolute Wenignutzer zu empfehlen, die keine datenintensiven Anwendungen nutzen. Weiß man nicht Bescheid, landet man schnell in der Kostenfalle. Ganz vereinzelt gibt es auch noch Tarife, bei denen statt der Drossel ein Mehrverbrauch extra berechnet wird. Hier lohnt ein Blick ins Kleingedruckte.

Wie viel Datenvolumen verbraucht was?

Wer seine Aktivitäten im mobilen Internet gut einschätzen kann, kann einen zu teuren Tarif vermeiden oder umgekehrt verhindern, dass er einen zu "kleinen" Tarif wählt, mit dem er nicht auskommt. Hier einige Beispiele für das Datenvolumen, das man für bestimmte Aktivitäten im Netz etwa braucht:

  • Skype-Anruf: ca. 1 MB pro Minute zum Festnetz, 3 MB pro Minute zu Skype (mehr mit Video)
  • E-Mail verschicken: einige KB ohne Anhang oder Bilder
  • Foto verschicken: Je nach Auflösung, ca. 2-5 MB
  • Messenger (z.B. What's App): ca. 10 KB pro Nachricht
  • Fahrplanauskunft abfragen: ca. 200 KB
  • Fünf Minuten Youtube-Video: 10-25 MB, in HD-Auflösung mehr
  • Apps herunterladen: z.B. Wetter.de knapp 1 MB, Angry Birds 16 MB (Android)
  • Musik hören übers Internet, z.B: bei simfy: Bis zu 1 MB pro Minute
  • Video-Live-Stream: Mehrere hundert MB beispielsweise für ein Fußballspiel

Multimedia und Downloads brauchen viel Datenvolumen

Hier wird schnell klar, welche Dienste viel Volumen ziehen: Multimedia-Anwendungen wie Videos, Bilder, aufwändige Grafik und das Installieren von Programmen. Will man Datenvolumen einsparen, sollte man das Installieren von Apps, Updates oder Streamingdienste möglichst über WLAN ausführen. Weitere Möglichkeiten, das Datenaufkommen zu begrenzen, sind beispielsweise das Deaktivieren von Hintergrunddaten und automatischen Updates. Diese erzeugen ansonsten Traffic (Datenverkehr), ohne dass man überhaupt aktiv im Internet etwas macht. Ähnlich ist es mit manchen Apps, die nach der Nutzung nicht richtig beendet werden.

Nicht zu vergessen: Der Upload verursacht natürlich auch Datentraffic. Wer laufend Bilder oder Videos über die Mobilfunkverbindung verschickt, wird sein Datenkontingent auch relativ schnell aufgebraucht haben. Genau die Anwendungen, die viele Daten verbrauchen sind auch die, die nach einer Drosselung auf GPRS-Geschwindigkeit kaum noch genutzt werden können.

Tarif mit dem passenden Datenvolumen finden

Das Datenvolumen des Surftarifs ist natürlich ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl eines Smartphone-Tarifs. Trotzdem sollte man andere Faktoren nicht außen vor lassen. Meist wird mit dem Handy immer noch telefoniert und solange noch nicht jeder ein Internethandy hat, hat auch die SMS noch nicht ausgedient. Wie viel also Gesprächsminuten und Kurznachrichten kosten, welche Vertragslaufzeit man eingeht und ob das jeweilige Mobilfunknetz am Aufenthaltsort anständig ausgebaut ist, sind ebenfalls Fragen, die man klären sollte.

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