Geld abheben

Wie man sich vor Betrug am Geldautomaten schützt

Betrüger manipulieren Geldautomaten, um an die geheimen Kartendaten der Kunden zu kommen und dann entsprechende Dubletten herzustellen, mit denen sie nach Herzenslust bezahlen. Für die Geschädigten bedeutet das im besten Fall jede Menge Scherereien.

Geldautomat© Robert Kneschke / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) – Die Frage, die sich daher für viele Verbraucher stellt ist, wie kann man am Automaten sicher sein Geld abheben. Die Sparda-Bank Berlin hat angesichts der wachsenden Zahl an Betrugsfällen Tipps herausgegeben, wie man sich schützen kann:

Innenräume nutzen und PIN verdeckt eingeben

Vorsehen sollte man sich vor allem bei Geräten, die an Außenfassaden von Gebäuden installiert sind. Sie sind häufiger von Manipulationen betroffen während Automaten in videoüberwachten Vorräumen von Bankfilialen als weniger gefährdet gelten. Wenn möglich sollte man diese Automaten meiden. Während des Geldabhebens sollte man die Tastatur unbedingt mit der Geldbörse oder der Hand abdecken, damit Betrüger die PIN-Nummer nicht ausspähen können. In der Regel werden für das Ausspähen Kameras genutzt, die gut versteckt – beispielsweise als Rauchmelder – für den Bankkunden kaum erkennbar sind. Ein guter Tipp ist auch die Rüttelprobe. Dafür sollte man sich den Geldautomaten zunächst gut anschauen – kommt einem etwas verdächtig vor, ruhig mal am Kartenschacht oder einer möglichen Aufsatztastatur rütteln. Unter Umständen halten Sie dann das aufgeklebte Lesegerät der Betrüger in der Hand.

Auch Türöffner werden manipuliert

Auch beim Betreten der Bank sollte man die Augen offen halten und vor allem möglichst nicht die EC-Karte zum Öffnen der Tür verwenden. Neben den eigentlichen Geldautomaten werden auch die Türöffner zum Vorraum der Bank manipuliert. Manche Banken haben deshalb automatische Türöffner abmontiert. Falls doch nötig, sollten Kunden die Tür nicht mit der gleichen Karte öffnen, mit der sie anschließend Geld abheben wollen, sondern eine andere Karte verwenden. Eine andere Variante ist die, dass die Täter eine baugleiche Attrappe des Verschlusses über dem Geldausgabeschacht installieren und so verhindern, dass der Bankkunde auf das Geld zugreifen kann. Später holen sie sich dann das Geld aus dieser Falle. Der Bankkunde hingegen vermutet einen technischen Defekt. Egal ob am Geldautomaten oder beim Bezahlen: Lassen Sie Ihre EC- oder Kreditkarte nie aus den Augen. Wenn Sie die Karte aus der Hand geben, genügt schon ein kurzer Moment, um die Daten auf dem Magnetstreifen auszulesen. Dann ist dem Missbrauch Tür und Tor geöffnet.

Regelmäßig Kontoauszüge kontrollieren

Beim Bezahlen sollte man zusätzlich auch auf den Betrag achten, bevor man den Abrechnungsbeleg unterschreibt. Ist die Unterschrift erst einmal geleistet, sind nachträgliche Reklamationen zwecklos. Wer den Verdacht hat, dass etwas nicht stimmt, sollte sofort die Polizei und die Bank informieren. Außerdem sollte man regelmäßig seine Kontoauszüge kontrollieren. Die Kartendaten werden in der Regel sehr schnell verwertet; meist liegen nur zwei bis drei Tage zwischen dem Datenabgriff und dem betrügerischen Einsatz der gefälschten Karten im Ausland. Die Daten und Geheimzahlen übertragen die Täter auf Blankokarten mit Magnetstreifen. Damit wird dann im Ausland Geld abgehoben. Obwohl alle 93 Millionen EC-Karten in Deutschland inzwischen einen Chip tragen, kann auf den Magnetstreifen nicht verzichtet werden. Er wird für das Bezahlen mit Unterschrift und für die Benutzung der Karte in Ländern ohne Chip-Terminals, zum Beispiel in den USA, auch weiterhin benötigt.

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