Richtig sparen

Wie man sein Geld in Krisenzeiten sicher anlegt

Wohin mit dem Ersparten, fragen sich viele angesichts von Finanzkrise und fallenden Zinsen. Auf keinen Fall sollte man alles "auf ein Pferd setzen", sondern das Geld lieber auf verschiedene Anlageformen verteilen. Wer es richtig anstellt, kann auch in Zeiten niedriger Zinsen noch richtig was zusammensparen.

Geld© Jakub Krechowicz / Fotolia.com

Berlin (dapd/red) - Am besten ist es, wenn Anleger ihr Geld verteilen. Ein Teil sollte dabei sicher auf ein lukratives Tagesgeldkonto gehen. Derzeit sind hier Zinsen von 2,6 Prozent etwa bei der Bank of Scotland, Cortal Consors oder Credit Europe möglich. Auch Staatsanleihen galten lange Zeit als absolut sicher - die Krise hat aber gezeigt, dass das nicht mehr uneingeschränkt gilt. Trotzdem sind deutsche Bonds nach wie vor eine sichere Bank, wenn auch die Renditen eher mäßig sind: Bundesschatzbriefe erreichen derzeit gerade zwischen 1,44 und 1,64 Prozent.

Geld anlegen: Staatsanleihen bringen Risiko mit sich

Ausländische Staatsanleihen erzielen dagegen teils höhere Renditen, allerdings bedeutet das je nach Bonität des Ausgabestaats auch ein höheres Risiko. Ähnlich wie bei den Staatsanleihen geben Anleger mit Unternehmensbonds ein Darlehen, eben nur an private Firmen. Das war schon immer ein Geschäft, das nicht ohne Risiko abläuft, denn die höchsten Renditen erzielen naturgemäß Anleihen von Unternehmen, die eine geringere Bonität und damit ein höheres Risiko haben. Hier gilt also ähnlich wie bei Aktien die Devise: Ohne Risiko geht es nicht.

Gold: Einstieg lohnt wegen hoher Preise kaum

Auch Gold galt gerade in Krisenzeiten immer als sicherer Hafen. Allerdings hat das Edelmetall in den vergangenen zwölf Monaten im Preis immens angezogen, so dass ein Einstieg derzeit nicht lukrativ ist. Anleger sollten hier günstigere Einstiegskurse abwarten. Wenig beliebt sind dagegen derzeit Aktien, Aktienfonds und Zertifikate. In den vergangenen Wochen gerieten viele Investoren hier unter Druck.

Nicht völlig auf Aktien verzichten

Trotzdem sollten Aktien, Fonds und andere börsennotierte Papiere auch in Zukunft zur Geldanlage gehören. Und niemand sollte sich jetzt dazu verleiten lassen, sich ganz von den Börsen zu verabschieden: Auch in Zukunft wird es schwierig, ohne die Märkte eine ansprechende Rendite zu erzielen. Allerdings sollte der Aktienanteil klein gehalten werden, wenn es bei der Anlage vor allem um Sicherheit geht. Und die Aktien müssen verstärkt beobachtet werden, um verkaufen zu können, wenn Verluste drohen.

Immobilienfonds weniger schwankungsanfällig

Auch Immobilien sind grundsätzlich eine sichere Anlage, wobei immer noch die alte Regel gilt, dass vor allem die Lage entscheidet. Wer in attraktiver Umgebung zum angemessenen Preis kaufen kann, sollte darüber nachdenken. Seriöse Immobilienfonds für Gewerbe- und Büroimmobilien sind im Hinblick auf die Rendite kein Überflieger. Da sie aber weniger schwankungsanfällig sind als etwa Aktienfonds, sind auch sie immer eine Option für ein sicherheitsorientiertes Depot.

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