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Wie das Handy-Parken funktioniert

Immer mehr Städte bieten es an und von zehn Prozent der Autofahrer wird es dort auch schon genutzt: das Handy-Parken. Es wird kein Kleingeld mehr benötigt und nicht zu viel bezahlt, weil es minutengenau abgerechnet wird. Und so funktioniert's!

Parkticket© jas / Fotolia.com

Berlin/Linden (red) - Handy Parken ist eine neue Zahlungsmöglichkeit für Parkgebühren. Wer diese Zahlungsweise nutzen möchte, sollte ein paar Dinge wissen. Der Branchenverband Bitkom hat dazu ein paar Tipps zusammengestellt.

Wo kann ich Handy-Parken nutzen?

Generell wird dort, wo Handy-Parken angeboten wird, durch entsprechende Aufkleber auf den Parkautomaten darauf hingewiesen. Wer sich vorab informieren möchte, kann die offiziellen Internetseite der Stadt oder im Bürgerbüro oder die Behördennummer 115 anrufen (letzteres noch nicht bundesweit).

In den Städten, in denen mehrere Handy-Parken-Firmen ihre Dienste anbieten, empfiehlt sich zunächst ein gründlicher Vergleich der Angebote. Ist die Entscheidung gefallen, steht bei den meisten Betreibern die Registrierung an. Das macht man auf den Internetseiten der jeweiligen Betreiber. Im Anschluss daran wird dem Nutzer per E-Mail oder per Post eine Vignette zugesandt, mit der das Fahrzeug zu kennzeichnen ist.

Wie funktioniert Handy-Parken?

Nach dem Abstellen des Autos in einem Handy-Parken-Bereich rufen registrierte Nutzer von ihrem ebenfalls registrierten Mobiltelefon aus den Betreiber an und übermitteln die Nummer der Parkzone. Damit startet der Parkvorgang. Durch einen zweiten Anruf beendet man ihn.

In manchen Städten wie Fürth und Oberhof gibt es Handy-Parken ohne Registrierung. Nutzer übermitteln hierbei per SMS das Autokennzeichen mit der gewünschten Parkdauer an den Anbieter. Zehn Minuten vor Ablauf der Parkzeit wird der Nutzer per SMS erinnert. Er hat dann die Möglichkeit, mit einer neuerlichen SMS die Parkzeit zu verlängern. Abgerechnet wird bei diesem System über die Handyrechnung des Nutzers.

Was kostet Handy-Parken?

Bei Anbietern mit Registrierung fällt entweder keine oder eine Grundgebühr von einem Monat an. Zusätzlich können noch Kosten pro Transaktion anfallen, die sich meist auf 10 bis 20 Cent belaufen. Allerdings zahlt man bei den Diensten mit Registrierung wirklich nur die Zeit, in der der Wagen abgestellt ist. Dadurch könnte man die Gebühren wieder einsparen, die bei den Betreibern für den Service anfallen.

Was passiert, wenn man den Parkvorgang versehentlich nicht beendet?

Wenn der Wagen in einem Bereich mit Höchstparkdauer abgestellt und diese erreicht ist, beendet das System die Zahlung für die Parkgebühr automatisch. Jedoch wird ein Bußgeld fällig, falls der Wagen dann kontrolliert wird. Automatisch beendet wird der Vorgang auch, wenn Parken nicht mehr kostenpflichtig ist, etwa nach Geschäftsschluss. Der kostenpflichtige Parkvorgang endet also in der Regel spätestens nach einigen Stunden von allein.

Wie kann man verhindern, das Auslaufen des Parkscheins zu vergessen?

Einige Handy-Parken-Firmen bieten auch SMS-Erinnerungsdienste für den Fall, dass der Parkvorgang noch nicht beendet ist. Die Fahrer können sich aber auch selbst mit ihren Handys daran erinnern und sich eine Notiz im Handy machen.

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