Feiertage

Wer zahlt, wenn der Baum brennt?

"Das passiert doch mir nicht." So denken wahrscheinlich viele, und doch gehen jedes Jahr an den Feiertagen wieder zahlreiche Schadensmeldungen bei den Versicherern ein. Vor allem Brandschäden durch einen in Flammen stehenden Weihnachtsbaum oder falsch abgeschossene Silvesterböller kommen häufiger vor, als man denkt.

Weihnachten© Barbara Helgason / Fotolia.com

Düsseldorf (red) – Gerade an den schönsten Feiertagen des Jahres gibt es zahlreiche Gefahren, die zuhause lauern. Nicht beaufsichtigte Kerzen am Weihnachtsbaum oder am Adventskranz können trockenes Nadelholz schnell entzünden. Beim Brand kommt es im besten Fall zu höheren Sachschäden, was ja für sich genommen schon ärgerlich genug ist. Doch nicht immer muss ein Versicherer für die Schäden aufkommen. Dann kommt zum Ärger auch noch der finanzielle Verlust. Daher ist es besonders wichtig, für die jeweiligen Schäden auch die richtige Versicherung zu haben. Welche Versicherungen man unbedingt braucht, sagt die Verbraucherzentrale NRW:

Hausrat- und Wohngebäudeversicherung fürs Eigenheim

Auf alle Fälle sollte man eine Hausratversicherung haben. Werden Gegenstände der Wohnungseinrichtung wie Möbel, Gardinen oder Teppiche durch Flammen beschädigt, springt die Hausratversicherung meistens ein. Genauso verhält es sich auch mit Schäden, die durch Löschwasser entstehen. Auch ruinierte Geschenke, die man eben erst bekommen hat oder die unter dem Weihnachtsbaum noch auf einen Empfänger warten, können ersetzt werden. Allerdings zahlt die Versicherung nicht in Fällen grober Fahrlässigkeit, beispielsweise wenn der Baum für längere Zeit unbeaufsichtigt war.

Haftpflichtversicherung hilft auch an Weihnachten

Ist der Schaden nicht mehr lokal zu begrenzen, sondern stehen mehrere Zimmer oder gar das ganze Haus in Flammen, hilft nur noch eine Wohngebäudeversicherung. Die Festtage sind auch der ideale Anlass, eine private Haftpflichtversicherung abzuschließen: Denn wer bei der Familienfeier das teure Porzellan der Oma runterwirft oder bei Freunden unabsichtlich ein wertvolles Geschenk kaputt macht, haftet mit seinem gesamten Vermögen dafür. Eine private Haftpflichtversicherung kann hier vor dem finanziellen Ruin bewahren.

Jede Menge Gefahren an Silvester

Zusätzlich kann auch eine private Unfallversicherung nicht schaden. Wer sich beim Anzünden von Feuerwerksraketen selbst verbrennt, bekommt die Kosten für die akute Behandlung der Verletzungen zwar erstattet, für bleibende Schäden kommt jedoch nur eine private Unfallversicherung auf. Auch am Auto kann es um die Festtage zu Schäden kommen. Wird ein Auto beispielsweise durch Explosions- oder Brandschäden eines Silvesterböllers irgendwie beschädigt, springt in der Regel die Teilkaskoversicherung ein.

Im Fall, dass der Wagen durch betrunkene Partytiger ramponiert wird, benötigt man eine Vollkasko. Wer Kinder hat, sollte über eine Familienhaftpflicht nachdenken, denn Kinder unter sieben Jahren können für Schäden, die sie verursacht haben, nicht haftbar gemacht werden. Stattdessen haften in vielen Fällen die Eltern, wenn sie ihre Aufsichtspflicht gegenüber den lieben Kleinen verletzt haben. Hier springt eine Familienversicherung in der Regel ein.

Was tun beim Schadensfall?

Wer sicher gehen will, ob die Versicherungen, die er hat, auch alle Schäden abdecken, sollte seine Versicherungspolicen genau studieren. Hier wird ersichtlich, welche Schäden überhaupt versichert sind. Ansonsten sollte ein Schaden umgehend gemeldet werden; und man sollte zunächst alles so belassen wie es ist und nichts Gravierendes verändern – auch nicht, um Ordnung in das Chaos zu bringen. Einzige Ausnahme: Es besteht die Möglichkeit, der Verletzung, sprich: Die herumliegenden Gegenstände könnten als Gefahrenquelle eingestuft werden.

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