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Welche Extrakosten Flatrates haben

Eine Flatrate ist eine Flatrate ist eine Flatrate. Das stimmt soweit auch. Und doch gibt es eine Vielzahl an Flats, die trotzdem noch bestimmte Einschränkungen haben.

Telefon© Inga F / Fotolia.com

Heute ist die Allnet-Flatrate, also die Telefon-Flatrate in alle deutschen Netze, Standard bei Handytarifen. Im Festnetz gibt es auch heute noch oft eine reine Festnetz-Flat und manchmal kann man nur in bestimmte Mobilfunknetze ohne Zusatzkosten telefonieren. Auch Auslands-Flats sind immer auf bestimmte Länder und Regionen beschränkt. Dieser Ratgeber soll ein wenig für diese Tarife sensibilisieren.

Begrenzungen beachten

Einige Flatrates für Mobilfunk und Festnetz werden entweder an die Nutzung des Festnetzes oder an die Nutzung bestimmter Mobilfunknetze gekoppelt. Je nach Anbieter sind solche Flatrates auch miteinander zu kombinieren. Wenn ich etwa eine Flatrate fürs deutsche Festnetz und fürs deutsche Vodafone-Netz habe, muss ich alle anderen Gespräche, die nicht in diese Netze laufen, extra zahlen. Sprich: Alle anderen Gespräche innerhalb Deutschlands und sämtliche Auslandstelefonate müssen zusätzlich bezahlt werden. Das gilt auch dann, wenn ich zum Beispiel deutscher Vodafone-Kunde bin und ein ausländisches Vodafone-Netz nutze; die Flat gilt nur für Vodafone Deutschland.

Vorsicht bei VoIP-Flats

Doch das ist nicht alles, was der Kunde wissen muss. Die Anbieter sichern sich auch ab, was das Anwählen teurer Sondernummern betrifft. Auch Anrufe bei Auskunftsdiensten oder die Teilnahme am Televoting gehen extra; der Kunde muss diese Gespräche bezahlen, obwohl sie ins das Netz der Flatrate gehen. Manche "Flatrates" haben außerdem eine Deckelung, das heißt, sie gelten nur bis zu einer vorher festgelegten Obergrenze. Das können 3000 Minuten oder 3000 SMS pro Monat sein. Wenn man diese Grenze überschreitet, zahlt man extra. Nutzer von VoIP-Tarifen sollten daran denken, dass die entstehenden Datenkosten nicht im Telefon-Pauschaltarif enthalten sind. Die Datenkosten muss der Internet-Tarif abdecken.

Wie sich die Anbieter absichern

Besonders fatal für den Kunden sind Flatrates, die keine fix definierte, sondern nur eine schwammig umschriebene Obergrenze haben. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn ein Anbieter in seine AGB schreibt, dass die Nutzung "im üblichen Rahmen" liegen müsse. So bekommen Kunden immer wieder Flatrates mit der Begründung gekündigt, sie seien "in außergewöhnlich hohem Maße" genutzt worden - was auch immer das bedeuten mag. Oft begründet der Anbieter sein Handeln damit, dass dem Kunden eine geschäftliche (und damit verbotene) Nutzung seiner Flatrate direkt oder indirekt unterstellt wird.

Sonderfälle

Heute gibt es von einigen Anbietern Community-Flatrates. Bei diesen Angeboten gibt es eine SMS- und Telefon-Flat, die auf Kunden des gleichen Anbieters beschränkt ist, dafür aber besonders günstig ist. Bei Aldi Talk kostet eine solche Flat etwa nur 2,99 pro Monat.

Fazit

Bevor man eine Telefon-Flatrate bucht, sollte man gut überlegen, ob man sie wirklich braucht. Wer zum Beispiel querbeet durch alle Netze telefoniert, wird mit einer Flatrate in ein einzelnes Handynetz wenig anfangen können. Aufpassen sollte man auch, dass man keine doppelten Pauschaltarife bucht. Wenn etwa im Telefontarif zwei kostenlose Festnetz-Stunden enthalten sind, man beim DSL-Anbieter aber eine Doppel-Flatrate für Festnetz und DSL bekommt, hat man dem ersten Anbieter Geld geschenkt.

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