Rückkehr nach Hause

Was nach einem Hochwasser zu tun ist

Wenn Betroffene in ihre vom Hochwasser beschädigten Häuser zurückkehren, wollen sie meist möglichst schnell mit dem Aufräumen beginnen. Dabei sollten sie jedoch überlegt vorgehen und einige wichtige Regeln beachten, wie Feuerwehr und Versicherungen betonen.

Überschwemmung© M. Klawitter / Fotolia.com

Berlin (AFP/red) - Überschwemmte Gebäude können schwer beschädigt und gefährlich instabil sein. "Beschädigte Bausubstanz sollte von einem Statiker begutachtet werden", betont der Deutsche Feuerwehrverband (DFV). Vor allem sollten die Besitzer nicht zu schnell mit dem Abpumpen des Wassers in tieferliegenden Räumen beginnen.

Unbedingt die Gebäudesicherheit im Auge behalten

Solange der äußere Wasserstand oder der Grundwasserspiegel hoch sind, kommt es wegen der Druckunterschiede sonst eventuell zu schweren Schäden. Unterspülungen, Aufschwemmungen des Gebäudes oder Risse im Mauerwerk könnten so entstehen, warnt die Versicherung R+V. Im schlimmsten Fall wird die ganze Statik gefährdet.

Vorsicht bei elektrischen Geräten und zurückbleibendem Schmutz

Der Strom im Haus oder Wohnung darf erst wieder angeschaltet werden, wenn sich kein Wasser mehr darin befindet. Am besten sollten die Leitungen zunächst auch trocknen, um die Gefahr von Kurzschlüssen zu senken. Elektrische Geräte und Anlagen müssen nach Angaben der Feuerwehr vor einer Inbetriebnahme unbedingt von Fachleuten geprüft werden.

Wasser und zurückbleibender Schlamm könnten mit Keimen oder anderen Stoffen verschmutzt sein. Beim Aufräumen sollten Betroffene wasserfeste Kleidung tragen und unnötigen Hautkontakt mit den Hinterlassenschaften der Flut vermeiden. Kontaminierte Lebensmittel dürfen nicht mehr gegessen werden. Auch sollten Trinkwasserleitungen zunächst gründlich gespült, das Wasser anfangs besser nur abgekocht verwendet werden, rät die R+V.

Alle Schäden für die Versicherungen genau dokumentieren

Hochwasseropfer sollten Schäden und Verluste so schnell wie möglich bei ihrer Versicherung melden. Das gilt nicht nur für Häuser oder Hausrat, sondern auch für Autos, wofür die Kfz-Versicherung zuständig ist. Die Anbieter von Hausversicherungen entsenden Sachverständige und arbeiten darüber hinaus vielfach auch mit Fachfirmen zusammen, die Betroffenen bei den Aufräum- und Sanierungsarbeiten helfen und so weitere Schäden vermeiden können.

Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft und die Feuerwehr raten dazu, alle Schäden zu fotografieren und den erreichten Wasserstand im Haus zu markieren, um die Abwicklung zu erleichtern. Beschädigte Haushaltsgegenstände sollten erst weggeworfen werden, nachdem die Schäden dokumentiert und aufgenommen wurden. "Entsorgen Sie zerstörte Gegenstände erst nach Rücksprache mit Ihrem Versicherer", erklärte der Versicherungsverband.

Top