Pixelfest

Was ein Kamerahandy für gute Fotos braucht

Sie ist einfach praktisch und mitunter unverzichtbar: Die Kamera im Handy. Von der Auflösung her können die mobilen Pixelfeger echten Digitalkameras locker das Wasser reichen, viele Megapixel machen aber noch kein gutes Kamerahandy aus. Wir zeigen, worauf es ankommt.

Smartphone Kamera© Scanrail / Fotolia.com

Linden (red) – Handys ohne Kamera sind heute schon die Ausnahme, oftmals werden selbst noch Billigmodelle mit einfachen Linsen zum Fotografieren bestückt. In der Oberklasse geht der Trend immer mehr zu Kameras mit fünf oder acht Megapixeln. Die mobilen Pixelfeger haben damit das Niveau einer normalen Kompaktkamera erreicht. Kamerahandys par excellance wie das Satio von Sony Ericsson oder das Samsung Pixon 12 M8910 liefern sogar eine Auflösung von zwölf Megapixeln.

Wie viel Megapixel braucht das Handy?

Eine hohe Megapixelzahl bedeutet jedoch nicht unbedingt ein Plus an Bildqualität. Im Gegensatz: Drängeln sich mehr Pixel auf den kleinen Sensor, kann es zu einem höheren Rauschen und damit zu unschönen Fotos kommen. Für den Handy-Hobby-Fotografen reichen in der Regel schon Kameras mit sechs Megapixeln aus. Wichtig sind zudem Kriterien wie Auslösezeit, Autofokus und Bildstabilisator. Sie können helfen, Fotos scharf aufzunehmen und kleine Wackler beim Halten der Handykamera auszugleichen. Informationen insbesondere zur Auslösezeit lassen die Hersteller allerdings gern untern Tisch fallen – wohl auch, weil Kamerahandys hier noch nicht mit echten Kompaktkameras mithalten können.

Was ein Kamerahandy noch haben sollte?

Bei der Wahl des richtigen Kamerahandys sollte man außerdem die Blitzfunktion auf dem Schirm haben. Der Blitz schafft einen Ausgleich bei mangelnder Beleuchtung. Praktisch ist zudem eine breite Palette an Motivprogrammen, die einem die Wahl der richtigen Kameraeinstellung erleichtert. Wer oft und viel mit dem Handy fotografieren will, sollte zudem auf ausreichend Speicher und einen starken Akku achten, sonst zwingt man das Handy mit wenigen Auslösern in die Knie.

Die besten Pixelschieber fürs Fotografieren

Eine Digitalkamera ist sicherlich immer noch die erste Wahl, will man tolle Fotos aus dem Urlaub mit nach Hause nehmen. Für einen schnellen Schnappschuss auf einer Party oder von unterwegs reichen Kamerahandys aber locker aus. Und sie haben den entscheidenden Vorteil, dass sich Fotos ohne Umweg über den PC an Freunde versenden oder auch ins Internet auf Flick, Facebook und Twitter hochladen lassen. Die Wahl des passenden Kamerahandys ist sicherlich eine Frage des Geschmacks und des Preises. Ein Blick auf unsere drei Favoriten lohnt sich aber in jedem Fall.

  • Das Sony Ericsson Satio wartet mit einem gigantischem 3,5-Zoll-Touchscreen auf. Über das Fulltouch-Menü erhält man einen schnellen Zugriff auf Musik, Internet, HSDPA, GPS, E-Mail oder eben die Kamera. Die löst mit 12,1 Megapixeln auf. Die weiteren Funktionen lassen sich mit Xenon-Blitz, Bildstabilisator, Gesichts- und Lächelerkennung umreißen. Neben einem Autofokus hat das Handy zudem einen Touch-Fokus zu bieten, mit dem sich Bereiche im Foto via Touchscreen manuell scharf stellen lassen. Erhältlich ist das Satio ab 390 Euro ohne Vertrag.
  • Das Samsung Pixon 12 ist mit einer Zwölf-Megapixel-Kamera und einem 28-Millimeter-Objektiv für Panoramafotos bestückt. Die Belichtungszeiten sollen einer echten Digitalkamera entsprechen. So sei das Handy binnen zwei Sekunden bereits für den nächsten Auslöser bereit. Ebenso vorhanden sind Schnellstarttaste, Xenon-Blitz, Autofokus, Touch-Fokus, Motivprogramme, Bildstabilisator und Gesichtserkennung. Der Touchscreen misst 3,1 Zoll und baut auf der modernen AMOLED-Technologie auf. Ohne Vertrag kann man das Pixon 12 ab 345 Euro bekommen.
  • Der flache Silberbarren LG GC900 Viewty Smart hat eine Acht-Megapixel-Kamera mit Blitz, Gesichts- und Lächelerkennung an Bord. Die Schnappschussfunktion kann automatisch Helligkeit, Hintergrund und das zu fotografierende Objekt analysieren und sich daraufhin selbstständig die beste von sieben Kameraeinstellungen aussuchen. Die Kamera unterstützt Lichtempfindlichkeit von bis zu ISO 1600. Der interne Speicher ist 1,4 GB groß und kann mittels Kartenslot um bis zu 32 GB erweitert werden. Das Viewty Smart gibt es ab 245 Euro ohne Vertrag.
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