Wasser, Erdwärme, Luft

Wärmepumpen sind zum Heizen und Kühlen geeignet

Wärmepumpen liegen im Trend. Sie sind nicht nur in einem Neubau einsetzbar, man kann auch eine Bestandsimmobilie nachrüsten. Zudem können die Pumpen nicht nur für Wärme sorgen, sondern ein Haus im Sommer auch kühlen.

Wärmepumpe Heizung© Roman Milert / Fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Immer mehr Hausbesitzer setzen auf Wärmepumpen, um Energie zu sparen. Durch neue Entwicklungen im Bereich der Kompressoren und der Kältemittel sind die Pumpen nicht mehr nur für Neubauten interessant, sondern bieten jetzt auch im Gebäudebestand viele Vorteile, wie die EnergieAgentur.NRW informiert. Aktuellen Zahlen zufolge soll schon fast in jedem dritten bundesdeutschen Haushalt statt eines herkömmlichen Wärmeerzeugers eine Wärmepumpe installiert werden.

Mit der Wärmepumpe CO2-neutral heizen

Auch die Einbindung einer solarthermischen Anlage zur Warmwasserbereitung sei problemlos in einer Bestandsimmobilie möglich und helfe, die Effizienz weiter zu steigern. Wer ganz CO2-neutral heizen möchte, könne bei passender Ausrichtung seiner Dachflächen mit einer Photovoltaikanlage so viel Strom im Jahr selbst produzieren, wie seine Wärmepumpe verbraucht.

Eine Wärmepumpe wird häufig in Verbindung mit einer Lüftungsanlage, die bei sehr gut gedämmten Neubauten mittlerweile zur Standardausrüstung gehört, eingebaut. Hier wird die Abwärme der Räume nicht nur zur Vorerwärmung der Frischluft genutzt, sondern auch zur Erwärmung des Heizungs- und Brauchwassers.

Eine Wärmepumpe kann das Haus auch kühlen

Die Wärmepumpe nutzt regenerative Umweltwärme wie Wasser, Erdwärme oder Luft als Energiequelle und bringt sie mithilfe des Kältekreislaufes auf ein höheres und damit für die Heizung nutzbares Temperaturniveau. Doch auch im Sommer bietet die Wärmepumpe viele Vorteile gegenüber allen anderen Heizungstechniken. Will man mit der Wärmepumpe kühlen anstatt heizen, muss man gewissermaßen den Kreislauf der Pumpe umdrehen. Statt der Einspeisung von Wärme etwa in die Fußbodenheizung wird nun die im Raum bestehende Warmluft über einen Wärmetauscher ins Grundwasser abgegeben. Das nennt man passives Kühlen; dafür muss die eigentliche Wärmepumpe nicht einmal laufen. Praktischer Nebeneffekt: Im Winter kann dann die zusätzlich ins Erdreich abgegebene Wärme wieder genutzt werden.

Dass man mit einer Wärmepumpe nicht nur heizen, sondern auch effizient und kostengünstig kühlen kann, sei ein Komfortgewinn, den immer mehr Besitzer einer Wärmepumpe nutzen, sagt Sven Kersten von der EnergieAgentur.NRW. Unser Tipp: Vielfach ist es allerdings noch sinnvoller, etwa durch Dämmung der Wände und des Daches oder durch das Anbringen von Jalousien, die Wärme erst gar nicht ins Haus zu lassen. Es ist meist effizienter, das Haus gewissermaßen von außen zu kühlen als von innen.

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