Auch das iPhone hat Schwächen

Vier Alternativen zu Apples iPhone

Wer sich kein iPhone leisten kann oder will, aber trotzdem ein schickes Multimedia-Handy mit allen Finessen sucht, muss nicht leer ausgehen. Im Gegenteil, es gibt sogar Geräte, die das iPhone in punkto Funktionsvielfalt übertreffen. Wer nicht völlig vom Apple-Virus infiziert ist, kann außerdem jede Menge Geld sparen.

Handytarife© Andres Rodriguez / Fotolia.com

Apples Kulthandy kostet eine schöne Stange Geld - und das nicht nur zu Beginn. Schon länger ist bekannt, dass als einmaliger Anschaffungspreis 399 Euro fällig werden - doch damit hat man das Gerät keinesfalls schon gekauft. Meist muss man auch noch einen Vertrag abschließen. Somit ergeben sich weitere Fixkosten über die zwei Jahre Mindestlaufzeit. Mit dem Ende des Exklusiv-Vertriebs durch die Telekom gibt es jetzt jedoch zumindest bei o2 schon die Möglichkeit, auch das neueste iPhone ohne Mindestlaufzeit zu erwerben.

Dennoch gibt es einige Alternativen, die dem iPhone zumindest in Sachen Innenleben die Stirn bieten.

Das HTC Touch

Dieses schicke Smartphone hat ebenfalls ein berührungssensitives Display, das allerdings im Gegensatz zum iPhone mit einem Stift bedient werden muss. Das Gerät ist HSDPA-tauglich und besitzt eine ausziehbare Handytastatur zum komfortableren Schreiben von Nachrichten. HTC bietet zudem eine Gestenerkennungstechnologie, außerdem ist es möglich, Diashows zu steuern, in Bilder hineinzuzoomen oder diese zu drehen. Weiterhin kann der Nutzer mit einer Fingerbewegung im Browser, in Dokumenten und Adressebüchern hin und her scrollen. Im Funktionsumfang des Windows Mobile 6-Smartphones finden sich ferner eine Kamera, Bluetooth, ein Mini-USB-Anschluss sowie ein erweiterbarer Speicher. Und preislich ist es deutlich günstiger (450 Euro ohne Vertrag), zudem ist es bei mehreren Anbietern zu haben und an keinen Vertrag gekoppelt. Wer es mit Vertrag möchte, zahlt beispielsweise bei Vodafone 99 Euro Aufpreis (Speicherkarte mit 1 GB). Bei o2 gibt es das Touch in der Version Xda nova.

Das Samsung F700 Qbowl

Vodafone lässt das Samsung F700 gegen das iPhone antreten. Es verfügt ebenso wie das iPhone über einen großen Touchscreen, der eine Auflösung von 440 x 240 Pixel hat. Dabei sollen die virtuellen Tasten durch eine so genannte "VibeTonz"-Technologie sogar fühlbar gemacht werden: Bei Tastendruck reagiert das Handy mit einer kleinen Vibration. Zur komfortableren Eingabe von Texten bringt das Handy zusätzlich eine ausziehbare QWERTY-Tastatur mit. In Sachen Musik-Funktionen kann das Samsung F700 nicht mit dem iPhone mithalten. Anders sieht es bei der Kamera aus. Hier wartet das Samsung-Handy mit einer Fünf-Megapixel-Kamera inklusive Auto-Focus auf (iPhone: 2 Megapixel). Das Triband-Gerät unterstützt zudem schnelle Datenübertragungen via EDGE und HSDPA. Speichern kann man 4 GB, beim iPhone sind es bis zu 8. Vorteil: Das F700, von Vodafone Qbowl genannt, ist auch ohne Vodafone-Vertrag für 399 Euro zu haben.

LG Voyager und KE850 (Prada Phone)

LG Electronics hatte im Frühjahr mit dem Prada-Phone KE850 eine erste Alternative zum iPhone vorgestellt. Mit dem LG Voyager schicken die Koreaner nun ein weiteres Touchscreen-Handy ins Rennen. Das Voyager kommt dabei all jenen entgegen, die längere Texte auf dem Handy schreiben müssen: Es hält eine vollwertige Tastatur und ein zweites Display bereit, die durch seitliches Aufklappen zum Vorschein kommen. Unklar ist, ob das LG Voyager auch in Deutschland erhältlich sein wird. Bislang ist eine Veröffentlichung nur für die USA vorgesehen. Das Prada Phone hingegen ist schon auf dem Markt. Es kostet ohne Vertrag rund 450 Euro, mit Vertrag bekomt man es bei o2 ab 120 Euro. Wem es vor allem um Design-Fragen geht, müsste als erstes auf das Prada-Handy schielen: Es sieht dem iPhone am ähnlichsten.

Fazit

Ein Apple-Fan wird ein Apple-Fan bleiben, gleich welche Argumente man vorbringt. Und in Sachen Bedienbarkeit haben die iPhone-Jünger auch ganz klar die Fakten auf ihrer Seite. Kaum ein Hersteller versteht es derart gut, intelligente Technik in flüssige Anwendbarkeit zu übersetzen. Doch wer eher ein möglichst vielfältiges Handy sucht, kann auch gut bei der Konkurrenz fündig werden. Und dabei viel Geld sparen.

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