Eigenheim

Unwetterschäden umgehend der Versicherung melden

Wenn Sturm oder Regen Schäden am Eigenheim hinterlassen haben, sollten Hausbesitzer zuallererst eines tun: Den Versicherer von den Schäden in Kenntnis setzen. Auch die Aufräumarbeiten sollte man nur in Absprache mit der Versicherung beginnen, denn ansonsten droht der Verlust des Versicherungsschutzes.

Hagel© RRF / fotolia.com

Düsseldorf (dapd/red) - Hausbesitzer müssen Schäden durch Sturm, Regen oder Überschwemmungen umgehend und wahrheitsgetreu an ihre Versicherungsgesellschaft melden. Außerdem sind sie verpflichtet, alles zu unterlassen, was die Feststellung des Schadens durch die Versicherung erschweren könnte. Sonst droht der Verlust des Versicherungsschutzes. Darauf weist die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen hin.

Unwetterschäden sollte man durch Fotos dokumentieren

Kaputte Gegenstände sollten deshalb erst nach Rücksprache mit dem Versicherer entsorgt werden. Allerdings dürfen Gefahrenquellen beseitigt und so abgesichert werden, dass kein weiterer Schaden entsteht. Generell empfiehlt es sich, Schäden durch Fotos oder Film zu dokumentieren. Für Sturmschäden haften Gebäude-, Hausrat- und Kaskoversicherungen. Allerdings gilt der Schutz erst ab Windstärke 8. Hat der Sturm Ziegel und Dachpappe weggeweht, muss das nicht einzeln nachgewiesen werden.

Genau auf die jeweiligen Bestimmungen achten

Nach den Versicherungsbedingungen reicht es aus, dass es vorher eine offizielle Sturmwarnung gegeben hatte und auch Häuser in der Nachbarschaft beschädigt wurden. Wurde Hausrat durch den Sturm beschädigt, ist das durch die Hausratversicherung nur dann abgedeckt, wenn die Gegenstände während der Böen in einem Gebäude untergebracht waren. Ausnahme sind Antennen und Markisen, die einem Mieter gehören, außen am Gebäude angebracht sind und ausschließlich durch die Bewohner der versicherten Wohnung genutzt wurden. Überflutet Dauerregen den Keller, beschädigt Wände und Inventar, dann hilft allein die sogenannte Elementarschaden-Versicherung, betonen die Experten.

Gesonderter Schutz für Elementarschäden

Gebäudeversicherungen haften nicht für Schäden durch eindringendes Wasser. Die Police wird meist als Ergänzung zur Hausrat- und Wohngebäudeversicherung angeboten. Bei diesem Zusatzschutz wird zumeist eine Selbstbeteiligung vereinbart, häufig in Höhe von zehn Prozent der Schadenssumme. Hausratversicherungen aus DDR-Zeiten, die noch unverändert existieren, gewähren den Schutz gegen Elementarschäden nach wie vor. Schlägt der Blitz direkt in ein Haus ein, kommt der Gebäudeversicherer für Schäden am Gebäude auf.

Überspannungsschäden brauchen eine spezielle Klausel

Schäden durch Überspannung werden nur ersetzt, wenn der Blitz direkt in das versicherte Grundstück oder Gebäude eingeschlagen hat. Sonstige Schäden durch Überspannung, Überstrom oder Kurzschluss sind nur dann über die Gebäudeversicherung abgedeckt, wenn eine sogenannte Überspannungsklausel vereinbart wurde. Das gilt ebenso für die Hausratversicherung. Auch für Hagelschäden am Haus tritt der Gebäudeversicherer ein.

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