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Elektro versus Hybrid: Wo liegen die Unterschiede?

Der Unterschied zwischen einem Hybrid- und einem Elektroauto ist den meisten vermutlich grob bereits bekannt: Das E-Auto fährt mit Strom und der Hybrid fährt mit zweierlei Antriebstechniken. Wir wollen die Unterschiede aber noch einmal genauer betrachten.

Öko-AutoDas Hybrid- und das Elektroauto haben Vor- und Nachteile. Wichtig ist, wozu das Auto genutzt werden soll.© Markus Mainka / Fotolia.com

Hybrid- und Elektroautos nehmen in ihrer Verbreitung bisher nur langsam an Fahrt auf. In Europa hat aber immerhin die Zahl der Neuzulassungen im dritten Quartal 2016 um sieben Prozent im Vergleich zum Vorjahr zugenommen, so der europäische Autoverband Acea. Dabei wurden etwas mehr Hybrid- als Elektroautos zugelassen. Insgesamt betrachtet sind es aber noch immer vergleichsweise wenige Neuzulassungen bei den alternativen Antrieben.

Elektro- und Hybridauto: Unterschiedliche Antriebsarten

Im Kern unterscheiden sich das Hybrid- und das Elektroauto wie bereits erwähnt in der Antriebstechnik. Während das Elektroauto mit Strom angetrieben wird, ist es beim Hybridauto eine Kombination aus einem Elektro- und einem Verbrennungsmotor, welche die Räder zum Rollen bringen. Die Anschaffungspreise weisen bei beiden Fahrzeugtypen eine hohe Preisspanne auf: So ist der Renault Twizy 45 (Reichweite ca. 120 km) für rund 7.200 Euro zu haben, während der Ford Focus Electric (Reichweite ca. 160 km) etwa 40.000 Euro in der Anschaffung kostet (beides reine Elektrofahrzeuge). Bei den Hybriden liegt der Toyota Yaris Hybrid mit rund 17.300 Euro im unteren Preissegment und der Mercedes S300 h mit etwa 82.000 Euro als Anschaffungspreis im oberen Preissegment.

Das Elektroauto fährt mit Strom aus der Steckdose

Ein Elektromotor ist also in beiden Fahrzeugen zu finden. Dazu gehört auch immer ein Akku, der die elektrische Energie speichern kann. Der Motor selbst, wandelt die Energie aus dem Akku in mechanische Kraft um. Beim Fahren mit einem reinen Elektroauto entsteht folglich keinerlei schädliches CO2 - ein großer Vorteil dieses Fahrzeugtyps.

Ein Nachteil bei den reinen E-Autos ist noch immer die Reichweite und die geringe Anzahl der Ladesäulen in Deutschland. An einer Vergrößerung der Reichweite arbeiten die Autohersteller. Die Verbesserung der Infrastruktur wird sogar von der Regierung gefördert. Eine vergleichsweise hohe Reichweite hat etwa das Modell "S90D" von Tesla mit rund 550 Kilometern. Viele E-Autos können aber eher so 100 bis 200 Kilometer fahren, bis sie wieder an eine Ladesäule müssen. Genauso unterschiedlich sind übrigens auch die Ladezeiten: Einige Autos sind nach 3,5 Stunden wieder einsatzfähig, während andere erst nach über 20 Stunden wieder voll aufgeladen sind.

Hybridauto: Der Verbrennungsmotor macht den Unterschied

Bisher scheint das Hybridauto für viele Verbraucher attraktiver. Hybridfahrzeuge werden zumeist in erster Linie vom Verbrennungsmotor angetrieben. Der Elektromotor kommt hier eher auf kurzen Strecken und im Stadtverkehr zum Einsatz. Das Hybridauto muss zudem nicht wie das reine E-Auto zum Laden an die Ladesäule, weil sich der Akku beim Bremsen auflädt. Beim Hybridauto ist man aber noch immer an Benzin, Diesel oder Gas und damit an knapper werdende Ressourcen gebunden. Das bedeutet auch, dass die Umwelt, wenn auch eingeschränkter als bei einem gewöhnlichen PKW, mit Abgasen verschmutzt wird.

Umweltbonus: Kauf beider Fahrzeugtypen wird bezuschusst

Mit dem sogenannten "Umweltbonus" wird seit Juni 2016 der Kauf eines Elektro- oder Hybridautos bezuschusst. Die Förderung wird sowohl vom Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle als auch von einigen Autoherstellern umgesetzt. Insgesamt erhalten Käufer so für den Kauf eines Elektroautos 4.000 Euro und für den Kauf eines Hybridfahrzeuges 3.000 Euro an Zuschuss.

Bei den beiden Fahrzeugtypen stellt sich vor allem die Frage, wozu das Auto später dienen soll. Soll der PKW generell als Stadtfahrzeug dienen, bietet sich sicherlich ein Elektroauto an, vor allem, wenn man in einer Großstadt wie etwa Hamburg wohnt, in der die Infrastruktur bereits gut ausgebaut ist. Will man mit dem Auto auch regelmäßig in den Urlaub fahren, beispielsweise quer durch Europa, ist beim jetzigen Stand der Technik und Infrastruktur vermutlich das Hybridauto die sicherere Wahl.

Beide Fahrzeugtypen haben folglich Vor- und Nachteile - hier noch mal in der Übersicht:

Elektroauto Hybridauto
Umwelt-/ Klimaschutz

Reichweite

Aufladen

Förderbetrag

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