Nicht vergessen

Beim Umzug: Wer braucht die neue Adresse?

Sitz man endlich in der frisch eingeräumten neuen Wohnung, sollte man eines nicht vergessen: Die neue Wohnadresse muss noch den unterschiedlichsten Behörden mitgeteilt werden. Damit dieser letzte Schritt des Umzuges einfach von der Hand geht, haben wir eine Checkliste für Sie!

UmzugskartonBei einem Umzug gibt es eine ganze Reihe an Kontakten, denen man die neue Adresse mitteilen muss.© fovito / Fotolia.com

Ist der Umzug geschafft sollte man nicht vergessen, das die Behörden wissen zu lassen. Dabei ist es egal, ob man nun 500 Kilometer vom alten Wohnort weggezogen ist oder nur 100 Meter. Das Einwohnermeldeamt sollte die erste Anlaufstelle sein. Hier sollte man sich innerhalb der ersten Woche nach einem erfolgten Umzug ummelden. Mitbringen sollte man seinen Personalausweis und seinen aktuellen Mietvertrag, so denn vorhanden. Wer gemeinsam mit seinem Vierbeiner umgezogen ist, kann hier auch direkt den Hund mit ummelden. Ein bisschen Bargeld sollte man außerdem einstecken haben – in vielen Städten wird eine geringe Verwaltungsgebühr erhoben. Das Abmelden beim alten Wohnsitz erfolgt in der Regel durch die Behörden automatisch. Nur wer ins Ausland zieht oder seine Nebenwohnung aufgibt, muss sich aktiv abmelden.

Tipp: Bei einem Umzug in eine neue Stadt, erhält man beim Einwohnermeldeamt in einigen Städten ein "Begrüßungsgeschenk". Das kann ein Startgeld, aber auch ein Gutscheinheft für diverse Läden sein. Hin und wieder muss konkret danach gefragt werden.

Soziale Behörden über die neue Adresse informieren

Wer in irgendeiner Form Gelder aus einem Sozialfond bezieht, muss sich bei ein paar mehr Behörden melden. So ganz vorne weg die Familienkasse zwecks Kindergeld, oder bei der Agentur für Arbeit, falls man Arbeitslosengeld bezieht oder arbeitssuchend gemeldet ist. Beim Sozialamt müssen sich all jene melden, die etwa Wohnungsbeihilfe, Sozialhilfe oder Ähnliches beziehen.

Beruf, Schule, Studium

Weitere Stellen, die selbstverständlich über eine Adressänderung in Kenntnis gesetzt werden müssen, sind der Arbeitgeber und Geschäftspartner. Auch die Universität oder Fachhochschule sollten nicht vergessen werden. Zieht man mit seinen Kindern um, wird meistens außerdem eine Ummeldung in Schule oder Kindergarten, aber in jedem Fall eine Adressänderung nötig. Auch Bafög-Empfänger müssen ihren Umzug beim Amt für Ausbildungsförderung melden.

Anbindung an die Infrastruktur: Strom, Gas und Wasser ummelden

Bevor man seine alte Wohnung verlässt, sollte man dort abschließend die Zählerstände von Strom, Gas und Wasser ablesen. So stellt man sicher, nicht mehr zahlen zu müssen als man selbst verbraucht hat und kann mit diesen Werten dem Strom- und Gasanbieter mitteilen, dass man umgezogen ist.

In der neuen Wohnung, oder besser noch, bevor man diese bezogen hat, gilt es sich bei den neuen Anbietern zu melden – auch wieder mit aktuellem Zählerstand. Wer in der vorherigen Wohnung bei einem alternativen Strom- oder Gasanbieter war, sollte abklären, ob dieser auch am neuen Standort liefern kann. Generell aber bietet ein Umzug immer die Gelegenheit zu prüfen, ob am neuen Wohnort nicht ein sehr viel günstigerer Anbieter verfügbar ist.

Es kann außerdem sinnvoll sein, einen Nachsendeauftrag bei der Post einrichten zu lassen – so landet Post, welche noch an die alte Adresse gesandt wird, weiterhin sicher im richtigen Briefkasten.

Rund ums Mediale

Ebenfalls nicht versäumen sollte man seinen Telefon- und Internetvertrag umzumelden – die meisten Anbieter betreiben ein deutschlandweites Netz, sodass man häufig beim gleichen Anbieter bleibt. Bezog man in der alten Wohnung Kabelfernsehen, gilt es hier sich zu informieren, ob das Angebot am neuen Wohnort weitergenutzt werden kann und entsprechend aktiv zu werden. Auch seiner Mobilfunkgesellschaft sollte man zwecks Kommunikation und Rechnungsstellung seinen neuen Wohnsitz mitteilen.

Nicht zuletzt sollte man an die GEZ denken. Hier wird die alte Wohnung abgemeldet und die neue angemeldet. Doch keine Angst: Wer die Anmeldung der neuen Wohnung vergisst wird innerhalb weniger Monate von der GEZ drauf hingewiesen und gebeten, die Gebühren ab dem Einzugsdatum zu zahlen.

Bei einem Umzug Versicherungsgesellschaften und Vereine nicht vergessen

Auch bei allen Versicherungen muss eine Adressänderung veranlasst werden. Ganz vorne stehen hier die Kranken-, Haftpflicht- und KFZ-Versicherung. Aber auch andere Versicherungen wie die Hundehaftpflicht, Hausratversicherungen, Rechtsschutzversicherungen sollte man nicht vergessen.

Auch bei allen Banken, Sparkassen und anderen Kreditinstituten, bei welchem man eigenes Vermögen liegen hat, sollte man nicht vergessen, über seinen Umzug und die neue Adresse in Kenntnis zu setzen.

Wer irgendwelche Abonnements abgeschlossen hat oder Mitglied in Vereinen oder Gewerkschaften ist, sollte auch an die Ummeldung denken. Nicht, dass die Lieblingszeitung oder die Einladung zum Vereinsfest nicht mehr regelmäßig im Briefkasten landet. Gleiches gilt für Versandhändler wie Amazon oder Shopping-Plattformen wie ebay.

Checkliste für die Adressänderungen

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Checkliste für den Umzug

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