Verbraucher-Tipp

So holen Sie eine Überweisung zurück

Was passiert, wenn sich bei einer Überweisung ein Fehler einschleicht und das Geld nicht dort ankommt, wo es hingehört? Lesen Sie hier über Ihre Möglichkeiten, sich das Geld einer Überweisung zurückzuholen.

SEPA Überweisung© Deutsche Bundesbank

Egal ob man ganz klassisch mittels Überweisungsträger, am Schalter auf der Bank oder bequem von zu Hause aus via Online-Banking Geld überweist: Für korrekte Angaben bei der Überweisung ist man persönlich verantwortlich. Daher sollte man lieber zwei oder vielleicht auch drei Mal die Richtigkeit der Angaben überprüfen.

Denn dafür ist die Bank nicht zuständig. Sie ist noch nicht einmal verpflichtet, die Kontonummer und den Zahlungsempfänger abzugleichen. Das Geld landet auf dem Konto der angegebenen IBAN.

Besitzerwechsel bei der Überweisung

Tätigt man eine Überweisung, wechselt Ihr Geld mir Ihrer Erlaubnis seinen Besitzer. Daher gilt bei einer Überweisung grundsätzlich, dass das Geld weg und eine Rücküberweisung nicht möglich ist. Glücklicherweise gibt es Ausnahmen: So kommt das überwiesene Geld in jedem Fall zurück, wenn die angegebene IBAN gar nicht existiert.

Aber auch bei Doppelbuchungen innerhalb kurzer Zeit oder Zahlendrehern lässt sich oft etwas machen. Dabei ist man allerdings auf das Wohlwollen der eigenen als auch der Empfängerbank angewiesen.

Schnell handeln

Bemerkt man, dass mit der getätigten Überweisung etwas nicht korrekt ist, sollte man schnell handeln und sich bei der eigenen Bank melden. Eine Stornierung der Überweisung ist meist problemlos möglich, wenn die Überweisung noch nicht ausgeführt wurde. Glück hat man dabei meist, wenn man den Auftrag schriftlich per Überweisungsträger gegeben hat. Online-Überweisungen dagegen gehen heute meist sehr schnell und das Geld kann nur selten noch innerhalb der eigenen Bank wieder "eingesammelt" werden.

Geld zurückfordern

Ist das Geld schon auf dem falschen Konto angekommen, wird die Situation knifflig: Die eigene Bank muss herausfinden, wohin das Geld gegangen ist. Hat man den unfreiwillig Begünstigten gefunden, darf man jedoch nicht einfach so das Geld zurückfordern. Die eigene Bank muss zuerst die Empfängerbank über die fälschliche Überweisung in Kenntnis setzen. Kann man nachweisen, dass die Überweisung tatsächlich nicht korrekt war, wird der Empfänger zur Rückbuchung aufgerufen. Verweigert der Empfänger dies, bleiben nur noch privatrechtliche Schritte.

Überweisung zurückholen – lohnt sich das?

Je nachdem, wie viel Geld man fälschlich überwiesen hat, sollte man sich überlegen, ob sich der Aufwand, das Geld zurückzuholen, tatsächlich lohnt. Viele Banken zeigen sich zwar kooperativ, berechnen jedoch eine gewisse Gebühr für ihre Hilfe. Diese beläuft sich je nach Bank auf 15 bis 45 Euro.

Hat man also Beträge im einstelligen oder niedrigen zweistelligen Bereich überwiesen, sollte man darüber nachdenken, es einfach gut sein zu lassen: So umgeht man zusätzliche Mühe und Kosten und ist beim nächsten Ausfüllen einer Überweisung hoffentlich sorgfältiger.

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