Grundlagen

Touchscreen: Was resistiv, kapazitiv und Multitouch bedeuten

Während normale Handys nach wie vor mit der klassischen Handytastatur ausgestattet sind, verfügen die modernen Smartphones in der Regel über eine berührungs- oder druckempfindliche Oberfläche, den Touchscreen. Doch nicht jeder Touchscreen ist gleich - welche Unterschiede es gibt und was sich hinter der Bezeichnung Multitouch verbirgt, erfahren Sie hier.

SmartphoneModerne Smartphones haben fast alle einen Touchscreen, aber auch auf einfacheren Handys ist diese Art des Displays zu finden.© Mihai Simonia / Fotolia.com

Linden (red) - Der Touchscreen hat sich in den letzten Jahren stark etabliert und ist nicht nur typisch für Smartphones, sondern auch bei einfacheren Multimedia-Handys zu finden. Die Bedienung erfolgt durch Berührung mit den Fingern, durch Tippen, Schieben oder Wischen. So lassen sich Aufgaben wie das Scrollen von Internetseiten besonders schnell erledigen. Multitouch eröffnet dabei noch weitere Möglichkeiten.

Arten des Touchscreens: Resistiv und kapazitiv

Grundsätzlich gibt es zwei Arten von Touchscreens, die für Smartphone-Displays verwendet werden. Resistive Touchscreens reagieren auf Druck und werden nicht nur bei Smartphones, sondern auch in der Industrie und im Flugzeug verwendet. Die Touchscreens moderner Handys sind dabei durchaus sehr sensibel und treten bereits auf leichten Druck in Aktion – anders als die Bildschirme in so manchem Flugzeug, die doch recht schwerfällig reagieren können.

Resistive Systeme finden sich eher bei älteren Handys, mittlerweile werden kapazitive Touchscreens deutlich häufiger eingesetzt. Die meisten bekannten neueren Smartphone-Modelle verfügen über einen solchen Bildschirm. Dieser reagiert nicht auf Druck, sondern auf die Berührung mit einem leitfähigen Gegenstand. Das kann natürlich der Finger sein, aber auch spezielle Stifte, die bei einer Berührung das elektrische Feld verändern. Der Nachteil ist, dass sich ein kapazitiver Bildschirm schlecht mit Handschuhen bedienen lässt, da diese die Leitfähigkeit der Hände behindern.

Was bedeutet Multitouch?

Ein weiterer wichtiger Begriff, wenn es ums Thema Touchscreen geht, ist der des "Multitouch". Bekannt wurde Multitouch durch das iPhone, Apple hält auch mehrere Patente an der Technologie. Das iPhone ist dennoch nicht das einzige Smartphone, auf dem Multitouch zum Einsatz kommt.

Multitouch-fähige Displays reagieren nicht nur auf eine einzige Berührung, wie etwa das Antippen mit einem Finger, sondern man kann mit mehreren Fingern gleichzeitig arbeiten. Der Bildschirm erkennt den Kontakt an mehreren Stellen. Dadurch wird es möglich, etwa mit zwei Fingern ein Bild auseinanderzuziehen oder zusammenzuschieben, um die Ansicht zu vergrößern oder zu verkleinern. Multitouch ist bei Smartphones nur auf kapazitiven Displays möglich.

Skeptisch gegenüber der Touch-Bedienung?

Wer von der normalen Handytastatur umsteigt, muss sich der Regel erst einmal daran gewöhnen, mit Fingern oder Stift den Touchscreen zu bedienen. Einige Nutzer kommen nicht auf Anhieb damit zurecht und ärgern sich über wenig präzise Displays, bei denen es Mühe macht, die richtigen Stellen zu treffen – gerade, wenn man etwas dickere Finger und größere Hände hat. Die Bedienung mit nur einer Hand kann dagegen vor allem dann umständlich werden, wenn das Handy sehr breit ist.

Eine praktische Hilfe sind Stifte, mit denen man genauer zielen kann. Einige Smartphones haben den Stift gleich mit dabei, etwa das Galaxy Note, bei anderen kann man Stifte aber auch zukaufen. Eingabestifte gibt es übrigens für beide Arten der Touchscreens. Auch kapazitive Displays können mit speziellen, leitfähigen Eingabestiften bedient werden. Beim Kauf muss man jedoch darauf achten, dass der Stift für das entsprechende System geeignet ist.

Eine andere Möglichkeit ist es, ein Handy zu kaufen, das Touchscreen und Tastatur kombiniert – hier gibt es einige Modelle. So kann man für den Fall, dass man einmal einen längeren Text schreiben muss, auf die Tasten zurückgreifen und ansonsten die Vorteile des Touchscreens genießen.

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