Selbstschutz

Tipps für mehr Router-Sicherheit

Um die Router-Sicherheit und damit auch den Umgang mit dem Internet zu erhöhen, kann auch der Anwender einige Schritte unternehmen. In diesem Artikel zeigen wir dir, wie du deinen Router gleichzeitig sicher, schnell und komfortabel konfigurierst.

Router anschließenBei deinem Router kannst du selbst einige Einstellungen verändern, um die Sicherheit deines Heimnetzwerkes zu erhöhen.© Pavel Morozov / Fotolia.com

Software an erster Stelle

Zuerst gilt es, die Firmware des Routers zu aktualisieren. Die letzte wirklich schwerwiegende Sicherheitslücke bei den Geräten von AVM – bekannt durch die Fritz!Box-Router – liegt zwar schon etwas mehr als zwei Jahre zurück. Gleichzeitig können diese offenen Tore für Angreifer und Schadsoftware jedoch jederzeit wieder entstehen. Melde dich daher in der Oberfläche des Routers an und aktualisiere die Software. Noch besser wäre es, wenn du die automatische Aktualisierung einschaltest, sofern möglich. Sei aber darauf vorbereitet, dass du während der Aktualisierung für einige Minuten keinen Internetzugriff haben wirst.

Passwort für mehr Router-Sicherheit

Jetzt bist du gefragt: Nur mit einem sicheren Passwort kann garantiert werden, dass Angreifer die Zugriffsdaten nicht einfach erraten. Beliebte Negativbeispiele sind etwa "abc123" oder eine Kombination aus Vornamen und Geburtsjahr, also vielleicht "melanie1992". Passwörter dieser Art kannst du auch gleich gut sichtbar an deinem Klingelschild anbringen. Denk dir daher komplizierte Passwörter aus, die Ziffern, Groß- und Kleinbuchstaben und Sonderzeichen enthalten. Gleichzeitig sollte es jedoch relativ einfach zu merken sein, wenn du häufig auf deinen Router zugreifen möchtest. Ein Beispiel wäre etwa "19!BaumKrone#92": Das Geburtsjahr ist noch immer enthalten, dazu kommen einige Sonderzeichen und weil Du aus dem Fenster auf Baumkronen schauen kannst, vergisst du das Wort auch nicht. Einstellungen an der Router-Software

Zwei weitere Aspekte innerhalb der Software sorgen für mehr Router-Sicherheit:

  • Überprüfe die Art der Verschlüsselung. Auf modernen Geräten sollte dort mindestens WPA-, besser aber WPA2-Verschlüsselung inklusive AES-Zusatz aktiviert sein. Ältere Methoden gelten nicht mehr als sicher, Angreifer könnten sie daher theoretisch knacken. Unterstützt der WLAN-Router keine dieser Verschlüsselungsmethoden, solltest du den Kauf eines neuen Gerätes in Betracht ziehen. Mit einem einfachen Softwareupdate ist es leider nicht getan.
  • Experimentieren kannst du auch mit der Wireless Isolation oder Client Isolation. Dadurch greifen deine Endgeräte zwar auf den Router zu und verbinden sich dadurch mit dem Internet. Untereinander können sie jedoch nicht kommunizieren. Dadurch verringerst du das Risiko, dir Schadsoftware über infizierte Geräte einzufangen und Du machst dich weniger angreifbar gegenüber Spionage. Gleichzeitig opferst du durch Wireless Isolation aber viel Komfort bei der Nutzung des Netzwerks.

Die Verschlüsselungsmethode auf WPA2-Basis können wir daher uneingeschränkt empfehlen. Ob du für mehr Router-Sicherheit auch die Kommunikation untereinander opfern möchtest, musst du jedoch selbst entscheiden.

Und so erhältst du Zugriff auf deinen Router:

  • Internetbrowser öffnen
  • IP-Adresse oder Zugriffs-URL des Router eingeben + Eingabe bestätigen
  • Login: Passwort-Daten sind in der Bedienungsanleitung des Geräts hinterlegt

IP-Adresse unbekannt: Was nun?

Wenn du die IP-Adresse deines Routers nicht kennst, dann gibt es mehrere Möglichkeiten. Du kannst z.B. nach der IP-Adresse suchen. Dazu öffnest du das Windows-Menü und tippst "ipconfig" in das Suchfeld ein. Unter dem Stichwort "Standardgateway" findest du die entsprechende Zahlenfolge. Die Adressen für das Routermenü der gängigsten Standardrouter zeigen wir hier in der Übersicht:

  • AVM Fritzbox: http://fritz.box oder 169.254.1.1 oder 192.168.178.1 oder 192.168.178.254 1&1
  • HomeServer: http://fritz.box oder 169.254.1.1
  • Telekom Speedport: http://speedport.ip oder 192.168.2.1 oder 192.168.182.1
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