Online-Anmeldung möglich

Telekom peppt Bonussystem Switch&Profit auf

Mit dem Bonussystem Switch&Profit leitet man die auf dem Handy ankommenden Anrufe aufs Festnetz um und bekommt dafür von der Telekom Geld. Pro umgeleitete Minute gibt's 2,59 Cent, die als Guthaben auf der nächsten Rechnung erscheinen. Das System wurde jetzt nochmals vereinfacht.

Telekom© Deutsche Telekom AG

Umleiten, telefonieren, Geld verdienen - mit dem im vergangenen Herbst probeweise zum ersten Mal aufgelegten Bonusprogramm Switch&Profit haben T-Com-Kunden in ganz Deutschland die Möglichkeit, ankommende Gespräche automatisch und kostenfrei von ihrem Handy auf ihren Telekom-Festnetzanschluss umzuleiten. Dadurch telefonieren sie in Festnetzqualität und senken gleichzeitig die Telefonkosten. Pro umgeleiteter Gesprächsminute erhält der Switch&Profit-Kunde eine Gutschrift von 2,59 Cent auf seiner Telekom-Rechnung, was umgerechnet bis zu 1,5 Freiminuten entspricht. Dem Anrufer werden für den Anruf die Verbindungspreise berechnet, die auch sonst für eine Verbindung in ein entsprechendes Mobilfunknetz anfallen würden.

Gutschrift kommt mit der nächsten Rechnung

Alle Kunden mit einem Telekom-Festnetzanschluss können sich ab sofort auch im Internet für den kostenlosen Dienst anmelden. Auf der Webseite www.t-com.de/switchandprofit kann man sich registrieren und freischalten lassen. Gebühren zahlt man dafür nicht, ebenso besteht keine Mindestlaufzeit für die Nutzung des Services. Daneben besteht weiterhin die Möglichkeit, sich für Switch&Profit über die kostenfreie Hotline 0800-3332580 anzumelden. Das Guthaben erscheint als Gutschrift auf der nächsten Telefonrechnung.

Umleitung funktioniert auch im Funkloch

Jeder Telekom-Kunde hat die Möglichkeit, zwei Umleitungsziele zu nutzen: seinen Festnetzanschluss zu Hause und einen zweiten frei wählbaren Partner-Anschluss, beispielsweise im Büro. Welchen Mobilfunkanbieter man nutzt, spielt dabei keine Rolle. Einschränkungen in der Erreichbarkeit soll der Switch&Profit-Kunde ebenfalls nicht fürchten müssen: Alle übrigen Anrufe - aus den Mobilfunknetzen, aus dem Ausland oder über Call-by-Call-Anbieter - kommen weiterhin auf seinem Handy an. Des Weiteren funktioniert das Umleitungssystem laut Telekom auch im Funkloch oder bei einem mäßigen Handy-Empfang.

Switch&Profit lässt sich jederzeit mit Anrufen vom Festnetzanschluss kostenlos ein- oder ausschalten. Zum Switch-on (0800-3331230) und Switch-off (0800-3337890) über das Telefon gibt es Alternativen: Mit der neu geschaffenen Anrufweiterschaltung werden die Switch&Profit-Gespräche (vom Telekom-Festnetz aufs Handy) zunächst auf den Festnetzanschluss des Switch&Profit-Teilnehmers gelegt. Wird dort das Gespräch nicht innerhalb einer vom Kunden frei bestimmbaren Anzahl von drei bis neun Freizeichen angenommen, wird automatisch versucht, das Mobiltelefon zu erreichen.

Kontrolle bekommt man auch über die so genannte Switch Base: Dieses Steuerungsgerät erkennt durch simples Auflegen des Handys, ob sein Besitzer den Switch&Profit-Service gerade nutzen möchte oder nicht. Das Endgerät gibt es in zwei Varianten, für beide muss man allerdings zahlen: Die schnurgebundene "Switch Base 100" ist für analoge Telefonanschlüsse ausgelegt und zum Preis von 11,99 Euro erhältlich. Die kabellose "Switch Base 300" kann mit schnurlosen DECT/GAP-Telefonen (T-ISDN oder analogem Anschluss) genutzt werden und kostet 18,99 Euro. Die Steuerungsgeräte gibt's über die Hotline, im Internet oder in den T-Punkten.

Hintergrund: Die Terminierungsengelte

Die Telekom subventioniert nur solche Anrufe, bei denen sie selbst profitiert. Dabei handelt es sich um beträchtliche Summen, denn durch die Umleitung spart die Telekom die so genannten Terminierungsentgelte ein, die für Anrufe vom Festnetz in die Mobilnetze an die Netzbetreiber zu zahlen sind. Diese Entgelte liegen bei rund 15 Cent pro Minute (also dem Fünffachen dessen, was etwa E-Plus mit seinem 3-Cent-Tarif von den Endkunden verlangt) und werden schon seit längerem auch von offiziellen Stellen mit Misstrauen betrachtet.

Diese als wesentlich überhöht geltenden Kosten spart sich die Telekom also mittels der beschriebenen Umleitung, da die Anrufe im Festnetz bleiben und nie in den Mobilfunknetzen ankommen. Vodafone hatte bereits gegen das Switch&Profit-Projekt geklagt, konnte sich aber nur kurzfristig durchsetzen.

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