Surftyp-Check

Surfen über DSL: Welche Geschwindigkeit zu wem passt

DSL ist nicht gleich DSL: Das Breitbandinternet ist vielerorts in verschiedenen Anschlussvarianten mit Geschwindigkeiten zwischen 2 und 100 Mbit/s erhältlich. Wir erklären, welche Bandbreite zum wem passt und welche Anwendungen mit welchem DSL-Speed nutzbar sind.

Internet Telefon TV© Unitymedia

Linden (red) – Beim Internetsurfen ist ein DSL Anschluss oft das Mittel der Wahl. Keine Frage, ein Schmalbandzugang per ISDN oder Modem reicht um ab und an Webseiten zu lesen oder E-Mails zu checken. An ein Herunterladen von Musik und Filmen oder das Nutzen von Online-Anwendungen wie Internettelefonie und IPTV ist ohne Breitbandinternet aber nicht zu denken.

DSL kann man heute schon an vielen Orten in Deutschland bekommen. Mit der Entscheidung für das schnelle Breitbandinternet allein ist es allerdings noch nicht getan, denn allzu schnell drängt sich die Frage nach der geeigneten Geschwindigkeit auf.

Welche Geschwindigkeit ist die richtige?

Einen DSL Anschluss gibt es in verschiedenen Anschlussvarianten, die in der Geschwindigkeit beim Down- und Upload variieren. Die Provider bieten gewöhnlich einen DSL-Speed zwischen 2000 und 50.000 kbit/s, punktuell auch schon 100 Mbit/s. Die hohen Bandbreiten versprechen deutlich mehr Tempo beim Internetsurfen, kosten mitunter aber doppelt so viel wie ein normaler Anschluss. Welche DSL Geschwindigkeit zu einem passt, lässt sich anhand des eigenen Surfverhaltens abschätzen. Hier ein paar Tipps dazu!

DSL 2000 – ideal für Einsteiger und Wenigsurfer

DSL 2000 bietet eine relativ niedrige Geschwindigkeit, eignet sich aber ideal für Einsteiger und Normalsurfer. Bei dieser Bandbreite surft man mit bis zu 2048 kbit/s im Internet. Im Upload werden bis zu 192 kbit/s erreicht. Gemütlich auf Webseiten surfen, E-Mails verschicken, Radio hören, bei Online-Auktionen mitbieten oder im Internet einkaufen, für all das reicht der Speed von DSL 2000. Selbst das gelegentliche Downloaden von Musik, kurzen Videoclips oder Software verkraftet der Anschluss mühelos.

DSL 6000 – optimal für Surfer mit Anspruch

Mit einem DSL 6000 Anschluss kann man praktisch alles nutzen, was das Internet an Multimedia-Anwendungen hergibt. Bei einer Geschwindigkeit von bis zu 6016 kbit/s im Downstream lassen sich selbst große Datenmengen im Nu herunterladen. Übers Internet telefonieren (VoIP), Online spielen oder Filme streamen – alles kein Problem in dieser Anschlussvariante, auch wenn man einiges davon gleichzeitig braucht oder den Zugang mit anderen Familienmitgliedern im Haus teilt. Da außerdem die Uploadrate höher ist – bis zu 576 kbit/s sind mit DSL 6000 drin – lassen sich richtig schnell Bilder und Videos auf beliebte Internetportale wie Facebook, Flickr und Youtube hochladen.

DSL 16.000 – für anspruchsvolle Fernsehzuschauer

DSL 16.000 stapelt noch einmal um einiges höher. Das Seitenladen, Mailen, Chatten, Twittern, Bloggen, Downloaden und Uploaden funktioniert mit dieser DSL Geschwindigkeit atemberaubend schnell. Interessant ist ein solcher DSL Anschluss jedoch in erster Linie für Nutzer, die Internet-TV sehen und gleichzeitig noch Reserven für das Internetsurfen und für VoIP haben wollen. Ein DSL 16.000 Anschluss eignet sich zudem optimal für Wohngemeinschaften und Familien, bei denen mehrere Nutzer zur gleichen Zeit auf verschiedene breitbandige Online-Anwendungen zugreifen wollen.

VDSL – wenn es ein bisschen mehr sein darf

VDSL ist mit Abstand die schnellste DSL-Variante. Mit diesem breitbandigen Internetanschluss können Geschwindigkeiten von bis zu 50 Mbit/s im Downstream und 10 MBit/s im Upstream erreicht werden. Bezahlt macht ist diese Anschlussvariante insbesondere für Triple Play – einem Zugang, bei dem Internet, Telefonie und Fernsehen über einen Anschluss realisiert werden. Wer also Filme, die Bundesliga und andere Fernsehinhalte in HD-Qualität auf mehreren Kanälen gleichzeitig verfolgen will, für den ist VDSL 25 (DSL 25.000) oder VDSL 50 (DSL 50.0000) das Richtige.

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