Nicht immer einfach

Sparbuchguthaben auf ein anderes Konto transferieren

Wer auf seinem Sparbuch ein größeres Guthaben angesammelt hat, ärgert sich bisweilen über die nicht gerade hohen Zinsen - was liegt da näher, als das Ganze aufzulösen? Wer den Betrag auf ein anderes Konto überweisen will, muss dann allerdings oft feststellen, dass das gar nicht so einfach möglich ist.

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Linden (red) - In aller Regel kann man das Guthaben, das auf einem Sparbuch angespart wurde, nicht direkt auf ein anderes Konto überweisen. Das liegt daran, dass diese Sparanlage für den Zahlungsverkehr nicht zugelassen ist. Wer sein Sparbuch auflöst, hat daher meist nur die Möglichkeit, sich das Geld bar auszahlen zu lassen.

Sparbuch ist für Zahlungsverkehr nicht zugelassen

Die Vorstellung, gerade größere Beträge einfach so mit sich herumzutragen, schreckt jedoch viele Verbraucher ab. Oftmals bleibt das Geld daher auf dem Sparbuch liegen. Doch es gibt einige Alternativen, um sicher an sein Geld zu kommen - ohne die ausgezahlte Summe in bar mitnehmen zu müssen: So kann man das Ersparte beispielsweise direkt auf ein Girokonto einzahlen.

Geld am besten über das Girokonto transferieren

Am einfachsten geht das natürlich, wenn Sparbuch und Girokonto bei der gleichen Bank sind. In so einem Fall kann das Geld meistens tatsächlich direkt auf das Girokonto des Kunden transferiert werden. Aber auch dann, wenn das Konto bei einem anderen Geldinstitut ist, wird ein Transfer des Geldes vom Sparbuch grundsätzlich ermöglicht. Das Geld wird in diesem Fall in der Bank, bei der man das Sparbuch hat, eingezahlt und diese überweist es dann auf das jeweilige Girokonto.

Bei Fremdbanken werden Gebühren fällig

Geht das Geld an eine Fremdbank, ist der Service aber in aller Regel kostenpflichtig. Je nach Höhe des Guthabens, das überwiesen wird, kann es richtig teuer werden. Wer beispielsweise einen Betrag von mehreren 10.000 Euro hat, muss bis zu 100 Euro für den Service des Überweisens bezahlen. Rein technisch gesehen ist eine direkte und somit kostengünstigere oder vielleicht sogar kostenlose Überweisung vom Sparbuch auf ein anderes Girokonto möglich, doch das liegt im Kulanzbereich der jeweiligen Bank. Für die Kunden gilt deshalb das Motto: "Fragen kostet nichts."

Kündigungsfristen im Auge behalten

Kunden, die ihr Sparbuch kündigen wollen, sollten auch daran denken, dass ein Sparbuch eine Kündigungsfrist von immerhin drei Monaten hat. Daher kann man nicht unbedingt von heute auf morgen an sein Geld, sondern muss diese Fristen mit einrechnen.

Wer schon vorher an sein Geld möchte, kann dieses natürlich auch in kleineren Teilbeträgen abheben. So kann man die Kündigungsfrist etwas überbrücken. Pro Monat kann man von einem Sparbuch in der Regel bis zu 2000 Euro abheben.

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