Phasenprüfer hilft

So schließt man Deckenlampen gefahrlos an

Die Anbringung einer Deckenlampe trauen sich viele aus Furcht vor einem Stromschlag nicht zu. Diese Angst ist jedoch weitgehend unbegründet, wenn man die wichtigsten Sicherheitsregeln beachtet. Am wichtigsten ist es, den Strom vorher abzustellen. Ein Phasenprüfer hilft, zu erkennen, ob ein Leiter auch wirklich nicht unter Strom steht.

Lampen-Arten© Als / Fotolia.com

Köln (dapd/red) - Um den Strom abzustellen, legt man den Hauptschalter um oder dreht die Hauptsicherung heraus. "Es reicht nicht, nur das Licht auszustellen", betont Anja Meyer von der Do-it-yourself Academy in Köln. Wenn nämlich jemand aus Versehen das Licht einschaltet, während man an der Leitung hantiert, ist dies lebensgefährlich.

Leiter auf Spannung überprüfen

Meist bestehe die Leitung aus drei verschiedenfarbigen Kabeln. Im Normalfall ist Meyer zufolge das blaue Kabel, das auch als Nullleiter bezeichnet wird, frei von Spannung. Der Schutzleiter, der dafür sorgt, dass bei einem Kurzschluss die Sicherung rausfliegt, sei gelb und grün. Den Strom führenden Leiter erkenne man an der schwarzen oder braunen Farbe.

"Alle Leiter müssen spannungsfrei sein. Durch Fehlinstallationen kann es aber vorkommen, dass trotz unterbrochener Stromzufuhr noch Spannung auf der Leitung ist", warnt die Do-it-yourself-Expertin. Sie rät daher, dies mit einem Phasenprüfer zu testen. Dieses Gerät sieht aus wie ein Schraubendreher mit einer im Griff eingebauten Leuchte. Die Spitze des Prüfers halte man zur Messung an eines der Kabel und drücke das Griffende mit dem Finger. "Leuchtet das Lämpchen auf, steht der Leiter unter Strom." In diesem Fall sollte man laut Expertin unbedingt einen Elektriker rufen.

Deckenlampe anschließen bei Alt- und Neubauten

Seien hingegen alle Leiter frei von Spannung, könne man mit der Anbringung der Deckenleuchte beginnen. Hierfür benötige man eine Lüsterklemme, in die das braune und das blaue Kabel eingelegt und durch die Klemmschrauben befestigt werden. Der gelb-grüne Schutzleiter werde nicht angeschlossen. Zuletzt werden die Kabel der Deckenleuchte von der anderen Seite der Lüsterklemme mit den beiden Leitern verbunden und festgeschraubt.

Bei Neubauten verliefen Stromkabel einige Zentimeter senkrecht in die Decke hinein, so dass man problemlos bohren könne. "In Altbauten liegen Kabel aber nicht nach heutigen Standards in der Decke", gibt die Expertin zu bedenken. Um auf Nummer sicher zu gehen, ließen sich Strom führende Leitungen mit einem speziellen Ortungsgerät aufspüren. "Bohrt man dennoch das Stromkabel an, sollte man sofort einen Fachmann zu Hilfe rufen." Dies gelte auch, wenn die Leitungen nicht wie heute üblich aussehen.

Bei Pendelleuchten Zugentlastung nicht vergessen

Für die Bohrlöcher benötige man zudem geeignete Dübel - zum Beispiel Hohlraumdübel für Hohlraumdecken. "Montiert man eine Pendelleuchte, darf man nicht vergessen, eine so genannte Zugentlastung an den Deckenhaken zu hängen. Diese Kunststoffhalterung, die an jeder Pendelleuchte vorhanden ist, verhindert, dass Zug auf dem Stromkabel entsteht", sagt Meyer.

Quelle: DAPD

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